Markt und Börse
06.01.2026 18:15:21
Solange militärische Konflikte regional begrenzt seien und es keine Eskalation zwischen den Weltmächten gebe, könne die Börse gut damit leben, erklärte ein Marktbeobachter. Zudem würden die eher enttäuschenden Wirtschaftsdaten die Stimmung an den Finanzmärkten kaum belasten, so ein anderer Händler. Diese nährten vielmehr die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed eine neue Runde von Zinssenkungen klar früher einleite als bisher vom Markt angenommen. Nebst der Schweiz wurden auch an der Wall Street in New York oder an der Frankfurter Börse Rekorde gebrochen.
Hierzulande rückte der SMI am Dienstag um 0,56 Prozent auf 13'322,15 Punkten vor. Das in der zweiten Tageshälfte gesetzte Allzeithoch liegt mit 13'358 Zählern etwas höher. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewann am Berichtstag 0,53 Prozent auf 2162,47 hinzu und der breite SPI 0,60 Prozent auf 18'352,40 Punkte. Am Ende standen sich im SLI 19 Gewinner und 11 Verlierer gegenüber.
Getragen wurde die gute Stimmung an der hiesigen Börse von den Pharma-Schwergewichten Novartis (+2,8%) und Roche (GS: +1,4%). Sie übertrumpften die Abgaben des dritten Schwergewichts Nestlé (-0,4%) bei weitem. Die Aktien Nahrungsmittelkonzerns wurden in dieser Woche unter anderem durch die jüngsten Berichte über den Rückruf von Babynahrung belastet.
Gefragt waren nebst Novartis und Roche auch zahlreiche weitere Gesundheitsaktien: So rückten die Titel des Dentalimplantateherstellers Straumann (+6,0%), der Generika-Spezialistin Sandoz (+2,9%) und des Dermatologiekonzerns Galderma (+3,4%) im SLI am deutlichsten vor.
Kursgewinne verbuchten auch Alcon (+2,6%). Die Absage der Staar-Aktionäre an die geplante Übernahme durch Alcon wurde an der Börse wohlwollend aufgenommen. Die Aktien des an der Nasdaq kotierten US-Unternehmens Staar Surgical brachen zu Europaschluss indes um 12 Prozent ein.
An einem ansonsten an nachrichtenarmen Tag erhielten Analystenvoten noch mehr Gewicht. So hatte JPMorgan die Bewertung für Schindler (+0,8%) mit "Overweight" wieder aufgenommen. Und dass Barclays sein Votum "Underweight" für ABB bestätigte, setzte die Papiere mit 1,0 Prozent unter Druck.
Verkauft wurden auch Finanzwerte: UBS und Julius Bär büssten ohne News jeweils 1,6 Prozent ein, Helvetia Baloise verloren 0,7 Prozent oder Swiss Re 0,8 Prozent. Im Technologiesegment bauten Logitech (-1,4%) die jüngsten Abgaben aus und der Schokoladenhersteller Lindt&Sprüngli verlor an der Börse 1,4 Prozent.
Holcim blieben mit einem Plus von 0,4 Prozent unauffällig. Der Baustoffkonzern gab den Abschluss der Übernahme der französischen Alkern bekannt. Der Deal steuert rund 250 Millionen Euro zum Jahresumsatz bei.
Im breiten Markt vollzogen die Titel der Swiss Marketplace Group einen Kurssprung von 18 Prozent. Der Schweizer Preisüberwacher hatte sich erstmals einvernehmlich mit grossen Online-Inserateplattformen auf neue Preisregeln geeinigt, was an der Börse positiv aufgenommen wurde. Händler sahen nach der schwachen Kursentwicklung seit dem Börsengang eine gute Einstiegsgelegenheit.
Zudem waren auch bei den kleineren Werten Gesundheitsaktien wie jene des Laborausrüsters Tecan (+4,2%), der Medtechfirma Medacta (+5,3%) oder der Online-Apotheke DocMorris (+10%) gefragt. Auf der anderen Seite trennten sich Anleger etwa von Bucher-Papieren (-3,3%). Die Titel der Industriegruppe wurden von der UBS auf "Neutral" von zuvor "Buy" herabgestuft. Grössere Abgaben gab es auch bei Idorsia (-8,9%).
Aktien Schweiz Schluss: SMI bricht Allzeit-Rekord
Zürich (awp) - Der Schweizer Leitindex SMI hat am Dreikönigstag ein Rekordhoch erreicht. Erstmals in seiner Geschichte ist das wichtigste Schweizer Börsenbarometer über die Marke von 13'300 Punkten geklettert. Während geopolitische Unsicherheiten, wie zuletzt der Angriff der USA auf Venezuela, die Anlegerinnen und Anleger kaum beunruhigen, gibt die Hoffnung auf sinkende Zinsen in den USA den Dividendenpapieren Auftrieb. Gefragt waren am Dienstag am Schweizer Markt vor allem Gesundheitswerte. Auf der Gegenseite büssten primär Finanzaktien an Wert ein.Solange militärische Konflikte regional begrenzt seien und es keine Eskalation zwischen den Weltmächten gebe, könne die Börse gut damit leben, erklärte ein Marktbeobachter. Zudem würden die eher enttäuschenden Wirtschaftsdaten die Stimmung an den Finanzmärkten kaum belasten, so ein anderer Händler. Diese nährten vielmehr die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed eine neue Runde von Zinssenkungen klar früher einleite als bisher vom Markt angenommen. Nebst der Schweiz wurden auch an der Wall Street in New York oder an der Frankfurter Börse Rekorde gebrochen.
Hierzulande rückte der SMI am Dienstag um 0,56 Prozent auf 13'322,15 Punkten vor. Das in der zweiten Tageshälfte gesetzte Allzeithoch liegt mit 13'358 Zählern etwas höher. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewann am Berichtstag 0,53 Prozent auf 2162,47 hinzu und der breite SPI 0,60 Prozent auf 18'352,40 Punkte. Am Ende standen sich im SLI 19 Gewinner und 11 Verlierer gegenüber.
Getragen wurde die gute Stimmung an der hiesigen Börse von den Pharma-Schwergewichten Novartis (+2,8%) und Roche (GS: +1,4%). Sie übertrumpften die Abgaben des dritten Schwergewichts Nestlé (-0,4%) bei weitem. Die Aktien Nahrungsmittelkonzerns wurden in dieser Woche unter anderem durch die jüngsten Berichte über den Rückruf von Babynahrung belastet.
Gefragt waren nebst Novartis und Roche auch zahlreiche weitere Gesundheitsaktien: So rückten die Titel des Dentalimplantateherstellers Straumann (+6,0%), der Generika-Spezialistin Sandoz (+2,9%) und des Dermatologiekonzerns Galderma (+3,4%) im SLI am deutlichsten vor.
Kursgewinne verbuchten auch Alcon (+2,6%). Die Absage der Staar-Aktionäre an die geplante Übernahme durch Alcon wurde an der Börse wohlwollend aufgenommen. Die Aktien des an der Nasdaq kotierten US-Unternehmens Staar Surgical brachen zu Europaschluss indes um 12 Prozent ein.
An einem ansonsten an nachrichtenarmen Tag erhielten Analystenvoten noch mehr Gewicht. So hatte JPMorgan die Bewertung für Schindler (+0,8%) mit "Overweight" wieder aufgenommen. Und dass Barclays sein Votum "Underweight" für ABB bestätigte, setzte die Papiere mit 1,0 Prozent unter Druck.
Verkauft wurden auch Finanzwerte: UBS und Julius Bär büssten ohne News jeweils 1,6 Prozent ein, Helvetia Baloise verloren 0,7 Prozent oder Swiss Re 0,8 Prozent. Im Technologiesegment bauten Logitech (-1,4%) die jüngsten Abgaben aus und der Schokoladenhersteller Lindt&Sprüngli verlor an der Börse 1,4 Prozent.
Holcim blieben mit einem Plus von 0,4 Prozent unauffällig. Der Baustoffkonzern gab den Abschluss der Übernahme der französischen Alkern bekannt. Der Deal steuert rund 250 Millionen Euro zum Jahresumsatz bei.
Im breiten Markt vollzogen die Titel der Swiss Marketplace Group einen Kurssprung von 18 Prozent. Der Schweizer Preisüberwacher hatte sich erstmals einvernehmlich mit grossen Online-Inserateplattformen auf neue Preisregeln geeinigt, was an der Börse positiv aufgenommen wurde. Händler sahen nach der schwachen Kursentwicklung seit dem Börsengang eine gute Einstiegsgelegenheit.
Zudem waren auch bei den kleineren Werten Gesundheitsaktien wie jene des Laborausrüsters Tecan (+4,2%), der Medtechfirma Medacta (+5,3%) oder der Online-Apotheke DocMorris (+10%) gefragt. Auf der anderen Seite trennten sich Anleger etwa von Bucher-Papieren (-3,3%). Die Titel der Industriegruppe wurden von der UBS auf "Neutral" von zuvor "Buy" herabgestuft. Grössere Abgaben gab es auch bei Idorsia (-8,9%).
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