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Markt und Börse   12.01.2026 18:15:11

Aktien Schweiz Schluss: SMI legt auf Rekordhoch Pause ein

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag nach einem Verlauf in engen Spannen kaum verändert geschlossen. Auf vorübergehende Schwächetendenzen folgte jeweils wieder eine Erholung. Zeitweise notierte der SMI dabei auf einem neuen Rekordhoch. Der Markt konsolidiere auf hohem Niveau, sagten Händler. Dabei blickten sie besorgt auf den sich weiter zuspitzenden Streit von US-Präsident Donald Trump mit dem Chef der US-Notenbank Fed Jerome Powell. Am Freitag hatten noch bestenfalls durchwachsene Daten vom US-Arbeitsmarkt die Aussichten auf US-Zinssenkungen geschürt und für steigende Kurse an den Aktienmärkten weltweit gesorgt.

Bei dem Streit zwischen Trump und Powell geht es im Kern um die Unabhängigkeit der US-Geldpolitik. Entscheidend sei letztlich die Frage, ob das Fed weiterhin unabhängig und datenbasiert auf Inflation, Arbeitsmarkt und Konjunktur reagieren könne. Dabei sei für die Märkte weniger relevant, wie die gegen Powell eingeleitete Untersuchung ende. Schon ihre Existenz erhöhe die Unsicherheit und stelle die Verlässlichkeit des Fed in Frage. Ob bei diesen Vorzeichen die am morgigen Dienstag erwarteten US-Inflationszahlen den gewohnten Einfluss auf die Kurse haben werden, müsse sich daher erst zeigen, meinte ein Händler.

Der SMI schloss um 0,04 Prozent höher auf 13'426,98 Punkten und damit nur wenig unter dem am Nachmittag markierten Rekordhoch von 13'433,19 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI schloss unverändert auf 2175,50 Zählern. Auch der breite SPI war mit 18'499,24 Punkten (-0,02%) fast unverändert. Im SLI schlossen 18 Titel tiefer und 12 höher.

Unter den grösseren Verlierern waren die Versicherungstitel Helvetia Baloise (-1,3%). Aber auch Swiss Life (-0,6%) und Swiss Re (-0,9%) hatten einen eher schweren Stand. Bei Swiss Life war im Handel von einer Abstufung durch die französische BNP Paribas die Rede, wobei vor allem auf die deutliche Neubewertung in den letzten Jahren verwiesen wurde und von einem zuletzt eher etwas enttäuschenden Geschäftsverlauf die Rede war.

Unter Druck stand der Technologiewert VAT (-1,1%). Die Papiere zollten ihrem extrem starken Jahresstart mit einem Plus von 15 Prozent Tribut. Das Unternehmen wird zudem am Donnerstag vorläufige Zahlen zu 2025 veröffentlichen.

Bei Sandoz (-1,1%) und Galderma (-0,8%), die 2025 sehr gut gelaufen waren, wurden Gewinne eingestrichen. Dies galt auch für Holcim (-0,7%). Nach dem starken Vorjahr und dem Plus von knapp 3 Prozent in der vergangenen Woche senkte die Bank of America die Empfehlung für den Zementwert auf 'Neutral' von 'Buy'. Die ebenfalls zyklischen Sika (-0,2%) wurden laut Händlern vor den am Dienstag erwarteten Umsatzzahlen 2025 verkauft.

Bei den Banken litten UBS (-0,6%) nach dem guten Jahresstart nun wieder unter der "leidigen" Kapitaldiskussion, hiess es.

Die beiden Schwergewichte Novartis (-0,2%) und Nestlé (-0,5%) dämpften den Markt. Nestlé waren nach einem Produktrückruf schon fast die ganze letzte Woche unter Druck. Die Erholung lasse weiter auf sich warten, hiess es. Dagegen legten Roche GS (+0,5%) etwas zu.

An der Spitze der Blue Chips standen die Aktien von Amrize (+2,6%). Das Sentiment habe sich merklich verbessert, nachdem der in Nordamerika tätige Baukonzern letzte Woche eine erste grössere Akquisition bekannt gegeben hatte, hiess es.

Dahinter folgten mit Lonza (+2,2%) und Alcon (+1,1%) zwei Gesundheitswerte. Auch Partners Group (+1,6%) waren gefragt. Der Asset Manager informiert am Mittwoch über die Entwicklung der verwalteten Vermögen. Lindt (PS +1,1%) waren am Tag vor den Umsatzzahlen 2025 ebenfalls gefragt.

Im breiten Markt sackten SoftwareOne (-7,4%) ab, nachdem Morgan Stanley das Rating auf 'Underweight' gesenkt hat. Gefragt waren dagegen Swissquote (+1,6%). Research Partners hat das Rating auf 'Kaufen' erhöht. Bei Tecan (+6,2%) gab es Anschlusskäufe auf die Gewinne vom Freitag nach guten Vorabzahlen.


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