Markt und Börse
23.01.2026 18:15:18
"Es dominieren weiterhin Zweifel, dass sich die geopolitischen Brandherde nach der jüngsten Volte des US-Präsidenten Donald Trump wirklich dauerhaft entspannen", sagte ein Händler. Dies vor allem, weil Trump ja immer wieder für Überraschungen gut sei. "Was heute gilt, ist morgen eventuell schon Makulatur", ist der allgemeine Tenor. Daher sei noch unklar, in welche Richtung der Markt letztlich weitergehe. "Wir bleiben damit auf Richtungssuche", meinte ein weiterer Marktakteur.
Der SMI beendete den Tag 0,61 Prozent tiefer auf 13'147,13 Punkten (Tagestief 13'101). Der 30 Titel umfassende SLI ermässigte sich um 0,72 Prozent auf 2131,64, wobei 22 seiner Einzeltitel im Minus schlossen. Der breite Markt gemessen am SPI büsste um 0,51 Prozent auf 18'221,56 Zähler ein.
Auf Wochensicht gab der SMI ziemlich genau 2 Prozent ab, wobei er an vier von fünf Tagen im Minus schloss. Der Tiefpunkt der Woche war am Mittwoch bei 13'064 Punkten. Damit ist der wichtigste Schweizer Aktienindex diese Woche auch wieder klar unter den Stand von Ende 2025 bei 13'267 gefallen. Und vom bisherigen Jahreshoch bzw. Allzeit-Hoch am 15. Januar bei 13'529 ist er mittlerweile ziemlich weit entfernt.
Kursbewegende News gab es am Freitag bei den Blue Chips nur wenige, im breiten Markt bewegten sich einige Titel nach Zahlen hingegen recht deutlich in die eine oder andere Richtung. Zum Teil wirkten sich zudem Analysten-Einstufungen relativ stark auf einzelne Titel aus.
Zu den grössten Verlierern bei den Standardwerten gehörten am Freitag etwa die Versicherungstitel Swiss Life (-2,2%), Helvetia Baloise (-1,8%) oder Zurich (-1,7%). Eine klare Erklärung dafür gab es nicht. Händler sprachen vor allem von einer Konsolidierung nach zum Teil "satten Gewinnen" in den letzten Wochen des alten und zu Beginn des neuen Jahres. Die Gewinnmitnahmen fallen dabei recht deutlich aus: Swiss Life zum Beispiel notieren bereits über 12 Prozent unter dem Jahreshoch von Anfang Januar.
Klare Gewinnmitnahmen gab es auch bei Holcim (-2,4%) als grösstem Verlierer. Ausgelöst worden seien diese durch eine Analysten-Studie, hiess es. So hat die US-Bank Goldman Sachs ihre Kaufempfehlung abgesetzt und den Titel auf "Neutral" zurückgestuft. Die jüngste Kursaufwertung begrenze das weitere Aufwärtspotenzial, meinte der zuständige Analyst.
Unter einer Rückstufung litten auch Lindt&Sprüngli (-1,3%), gleich um zwei Stufen durch die britische Barclays. Befürchtet wird, dass die Absatzmengen nach den kräftigen Preiserhöhungen von mehr als 20 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2025 rückläufig bleiben werden. "Dies bietet Raum für Enttäuschungen", sagte ein Händler.
Unter den grössten Verlierern bei den Blue Chips waren auch die zuletzt sehr volatilen Alcon (-2,3%). Und auch Nestlé (-1,0%) büssten im Zusammenhang mit dem Skandal um Baby-Milch weiter an Terrain ein. "Der Nestlé-Kurs kommt nicht wirklich auf Touren, egal wer CEO ist", meinte ein Marktbeobachter.
Auf der Gewinnerseite ragten derweil Sandoz (+2,4%) klar heraus mit einem deutlichen Kursgewinn. Die Titel könnten bei der nächsten Index-Revision bereits in den SMI aufsteigen, hiess es. Das gilt laut einer Analyse von "The Market" auch für Galderma (-1,5%), die heute allerdings ebenfalls unter Gewinnmitnahmen litten.
Zu den wenigen Gewinnern gehörten auch die defensiven Swisscom (+1,1%) und Novartis (+0,5%). Roche als drittes SMI-Schwergewicht reihten sich kurz vor Handelsschluss ebenfalls noch unter die Gewinner ein.
Auf den hinteren Rängen bewegten sich diverse Titel nach Vorabzahlen ziemlich massiv. Sehr positiv fielen dabei Gurit (+8,5%) und SFS (+5,4%) auf, klar negative Reaktionen mit ihren Zahlen lösten Mikron (-13%) oder Autoneum (-5,4%) aus. Auch DocMorris (-10%) waren weiter unter Druck - Grund war hier, das Rossmann den Einstieg in den Online-Apothekenmarkt plant.
Aktien Schweiz Schluss: Deutlich im Minus - Anhaltende Verunsicherung lähmt
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag wieder klar nachgegeben und die Woche mit deutlichen Kursverlusten beendet. Damit hat der Leitindex seine Erholungsbewegung vom Donnerstag schnell abgebrochen und ist wieder auf den Abwärtskurs eingeschwenkt. Trotz aller positiver Zeichen im Zusammenhang mit der "Grönland-Frage" und der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukrainekriegs seien die Anleger vor dem Wochenende vorsichtig geblieben, hiess es am Markt."Es dominieren weiterhin Zweifel, dass sich die geopolitischen Brandherde nach der jüngsten Volte des US-Präsidenten Donald Trump wirklich dauerhaft entspannen", sagte ein Händler. Dies vor allem, weil Trump ja immer wieder für Überraschungen gut sei. "Was heute gilt, ist morgen eventuell schon Makulatur", ist der allgemeine Tenor. Daher sei noch unklar, in welche Richtung der Markt letztlich weitergehe. "Wir bleiben damit auf Richtungssuche", meinte ein weiterer Marktakteur.
Der SMI beendete den Tag 0,61 Prozent tiefer auf 13'147,13 Punkten (Tagestief 13'101). Der 30 Titel umfassende SLI ermässigte sich um 0,72 Prozent auf 2131,64, wobei 22 seiner Einzeltitel im Minus schlossen. Der breite Markt gemessen am SPI büsste um 0,51 Prozent auf 18'221,56 Zähler ein.
Auf Wochensicht gab der SMI ziemlich genau 2 Prozent ab, wobei er an vier von fünf Tagen im Minus schloss. Der Tiefpunkt der Woche war am Mittwoch bei 13'064 Punkten. Damit ist der wichtigste Schweizer Aktienindex diese Woche auch wieder klar unter den Stand von Ende 2025 bei 13'267 gefallen. Und vom bisherigen Jahreshoch bzw. Allzeit-Hoch am 15. Januar bei 13'529 ist er mittlerweile ziemlich weit entfernt.
Kursbewegende News gab es am Freitag bei den Blue Chips nur wenige, im breiten Markt bewegten sich einige Titel nach Zahlen hingegen recht deutlich in die eine oder andere Richtung. Zum Teil wirkten sich zudem Analysten-Einstufungen relativ stark auf einzelne Titel aus.
Zu den grössten Verlierern bei den Standardwerten gehörten am Freitag etwa die Versicherungstitel Swiss Life (-2,2%), Helvetia Baloise (-1,8%) oder Zurich (-1,7%). Eine klare Erklärung dafür gab es nicht. Händler sprachen vor allem von einer Konsolidierung nach zum Teil "satten Gewinnen" in den letzten Wochen des alten und zu Beginn des neuen Jahres. Die Gewinnmitnahmen fallen dabei recht deutlich aus: Swiss Life zum Beispiel notieren bereits über 12 Prozent unter dem Jahreshoch von Anfang Januar.
Klare Gewinnmitnahmen gab es auch bei Holcim (-2,4%) als grösstem Verlierer. Ausgelöst worden seien diese durch eine Analysten-Studie, hiess es. So hat die US-Bank Goldman Sachs ihre Kaufempfehlung abgesetzt und den Titel auf "Neutral" zurückgestuft. Die jüngste Kursaufwertung begrenze das weitere Aufwärtspotenzial, meinte der zuständige Analyst.
Unter einer Rückstufung litten auch Lindt&Sprüngli (-1,3%), gleich um zwei Stufen durch die britische Barclays. Befürchtet wird, dass die Absatzmengen nach den kräftigen Preiserhöhungen von mehr als 20 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2025 rückläufig bleiben werden. "Dies bietet Raum für Enttäuschungen", sagte ein Händler.
Unter den grössten Verlierern bei den Blue Chips waren auch die zuletzt sehr volatilen Alcon (-2,3%). Und auch Nestlé (-1,0%) büssten im Zusammenhang mit dem Skandal um Baby-Milch weiter an Terrain ein. "Der Nestlé-Kurs kommt nicht wirklich auf Touren, egal wer CEO ist", meinte ein Marktbeobachter.
Auf der Gewinnerseite ragten derweil Sandoz (+2,4%) klar heraus mit einem deutlichen Kursgewinn. Die Titel könnten bei der nächsten Index-Revision bereits in den SMI aufsteigen, hiess es. Das gilt laut einer Analyse von "The Market" auch für Galderma (-1,5%), die heute allerdings ebenfalls unter Gewinnmitnahmen litten.
Zu den wenigen Gewinnern gehörten auch die defensiven Swisscom (+1,1%) und Novartis (+0,5%). Roche als drittes SMI-Schwergewicht reihten sich kurz vor Handelsschluss ebenfalls noch unter die Gewinner ein.
Auf den hinteren Rängen bewegten sich diverse Titel nach Vorabzahlen ziemlich massiv. Sehr positiv fielen dabei Gurit (+8,5%) und SFS (+5,4%) auf, klar negative Reaktionen mit ihren Zahlen lösten Mikron (-13%) oder Autoneum (-5,4%) aus. Auch DocMorris (-10%) waren weiter unter Druck - Grund war hier, das Rossmann den Einstieg in den Online-Apothekenmarkt plant.
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