Markt und Börse
05.02.2026 18:15:15
In den USA haben unerwartet viele Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. Die Daten werden an den Finanzmärkten beachtet, weil sie ein Indikator für die allgemeine Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt sind. Die schwachen Arbeitsmarktdaten beschreiben eine K-förmige Konjunktur in den USA, erklären Marktstrategen. Eine solche beschreibt eine ungleiche wirtschaftliche Erholung nach einer Krise, bei der sich Branchen, Unternehmen oder Bevölkerungsgruppen entgegengesetzt entwickeln. In diesem Fall boomt einzig der US-Technologiesektor, der Arbeitsmarkt bleibt jedoch schwach.
Der Swiss Market Index (SMI) büsste am Berichtstag 0,31 Prozent auf 13'466,04 Punkte ein. Dabei hatte der Schweizer Leitindex gerade noch am Vortag bei knapp 13'588 Zählern ein neues Allzeithoch markiert. Der 30 Titel umfassende SLI gab um 0,37 Prozent auf 2147,97 und der breite SPI um 0,19 Prozent auf 18'583,04 Punkte nach. Dabei dominierten die Verlierer das Kurstableau leicht.
Deutlich nach unten ging es mit Finanzwerten wie Partners Group (-3,4%) oder UBS (-2,2%), die ihre Verluststrecke nach der Vorlage der Jahreszahlen fortsetzten. Auch Julius Bär (-1,2%) und Helvetia Baloise (-1,3%) fanden sich weit hinten im Feld wieder.
Die defensiven Pharmaschwergewichte schnitten uneinheitlich ab. Während sich Novartis um 0,5 Prozent verteuerten und damit an die Gewinne des Vortages anschliessen konnten, büssten Roche 0,5 Prozent ein. Händler verwiesen auf Berichte, wonach ein US-Unternehmen eine Nachahmer-Kopie der Abnehmpille Wegovy von Novo Nordisk zu einem sehr tiefen Preis auf den Markt bringen wolle.
Roche mischt ebenfalls im "Abnehmmarkt" mit, ist aber noch weit von einer Produkteinführung entfernt. Das Sentiment habe aber gleichwohl gegen Roche gesprochen, hiess es am Handel. Gleiches gelte für die am breiten Markt notierten Pharmazulieferer Bachem (-1,2%) und Polypeptide (-3,0%), welche die für die Mittel benötigten Peptide herstellen.
Nach oben ging es dafür mit Nestlé (+0,4%). Wie bekannt wurde, wird der Nahrungsmittelriese am 19. Februar nicht nur die Jahreszahlen präsentieren, sondern auch ein Strategieupdate. Das wecke natürlich Spekulationen, hiess es.
Deutlich nach oben ging es auch für Straumann mit plus 3,3 Prozent. Die Aktien des Herstellers von Dentalimplantaten profitierten von überraschend starken Zahlen des amerikanischen Mitbewerbers Align Technology. SGS (+2,6%) wiederum profitierten von einer Ersteinstufung mit dem Votum "Overweight" durch JPMorgan.
Richemont (+1,5%) erhielten Auftrieb von Spekulationen um einen möglichen Verkauf der Marke Jaeger LeCoultre. Im Handel wurde ein Preis von einer Milliarde Euro herumgereicht.
Im breiten Markt büssten Clariant 0,1 Prozent ein, dies auch wegen Gewinnmitnahmen. Am Vortag waren die Papiere noch um mehr als 13 Prozent in die Höhe geschossen, als Profiteur des Verkaufs der Stahl Group an Henkel.
Zu Gewinnmitnahmen kam es auch bei AMS Osram (-1,5%). Am Vortag hatten die Aktien im Zuge des Verkaufs eines Teils des Sensorgeschäfts an Infineon noch knapp 5 Prozent zugelegt.
Mit Swissquote ging es um 3,4 Prozent nach unten. Die Papiere des Onlinebrokers fallen häufig, wenn es mit dem Bitcoin nach unten geht.
Nach Jahreszahlen rückten SPS (+0,8%) und LUKB (+2,0%) etwas vor.
Aktien Schweiz Schluss: Am Ende nur noch leicht im Minus - hohe Nervosität
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag auf breiter Front schwächer aber deutlich über den tiefsten Notierungen im Tagesverlauf geschlossen. In einem von Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau geprägten Umfeld setzten schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt die Kurse am Nachmittag unter Druck. Die Stimmung am Markt ist laut Händlern weiter geprägt von Nervosität, was sich auch an den Bewegungen bei den Edelmetallen und Kryptowährungen ablesen lasse. Investoren nähmen in diesem Umfeld Gewinne mit und positionierten sich an der Seitenlinie, hiess es. Es sei wieder "risk-off" angesagt.In den USA haben unerwartet viele Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. Die Daten werden an den Finanzmärkten beachtet, weil sie ein Indikator für die allgemeine Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt sind. Die schwachen Arbeitsmarktdaten beschreiben eine K-förmige Konjunktur in den USA, erklären Marktstrategen. Eine solche beschreibt eine ungleiche wirtschaftliche Erholung nach einer Krise, bei der sich Branchen, Unternehmen oder Bevölkerungsgruppen entgegengesetzt entwickeln. In diesem Fall boomt einzig der US-Technologiesektor, der Arbeitsmarkt bleibt jedoch schwach.
Der Swiss Market Index (SMI) büsste am Berichtstag 0,31 Prozent auf 13'466,04 Punkte ein. Dabei hatte der Schweizer Leitindex gerade noch am Vortag bei knapp 13'588 Zählern ein neues Allzeithoch markiert. Der 30 Titel umfassende SLI gab um 0,37 Prozent auf 2147,97 und der breite SPI um 0,19 Prozent auf 18'583,04 Punkte nach. Dabei dominierten die Verlierer das Kurstableau leicht.
Deutlich nach unten ging es mit Finanzwerten wie Partners Group (-3,4%) oder UBS (-2,2%), die ihre Verluststrecke nach der Vorlage der Jahreszahlen fortsetzten. Auch Julius Bär (-1,2%) und Helvetia Baloise (-1,3%) fanden sich weit hinten im Feld wieder.
Die defensiven Pharmaschwergewichte schnitten uneinheitlich ab. Während sich Novartis um 0,5 Prozent verteuerten und damit an die Gewinne des Vortages anschliessen konnten, büssten Roche 0,5 Prozent ein. Händler verwiesen auf Berichte, wonach ein US-Unternehmen eine Nachahmer-Kopie der Abnehmpille Wegovy von Novo Nordisk zu einem sehr tiefen Preis auf den Markt bringen wolle.
Roche mischt ebenfalls im "Abnehmmarkt" mit, ist aber noch weit von einer Produkteinführung entfernt. Das Sentiment habe aber gleichwohl gegen Roche gesprochen, hiess es am Handel. Gleiches gelte für die am breiten Markt notierten Pharmazulieferer Bachem (-1,2%) und Polypeptide (-3,0%), welche die für die Mittel benötigten Peptide herstellen.
Nach oben ging es dafür mit Nestlé (+0,4%). Wie bekannt wurde, wird der Nahrungsmittelriese am 19. Februar nicht nur die Jahreszahlen präsentieren, sondern auch ein Strategieupdate. Das wecke natürlich Spekulationen, hiess es.
Deutlich nach oben ging es auch für Straumann mit plus 3,3 Prozent. Die Aktien des Herstellers von Dentalimplantaten profitierten von überraschend starken Zahlen des amerikanischen Mitbewerbers Align Technology. SGS (+2,6%) wiederum profitierten von einer Ersteinstufung mit dem Votum "Overweight" durch JPMorgan.
Richemont (+1,5%) erhielten Auftrieb von Spekulationen um einen möglichen Verkauf der Marke Jaeger LeCoultre. Im Handel wurde ein Preis von einer Milliarde Euro herumgereicht.
Im breiten Markt büssten Clariant 0,1 Prozent ein, dies auch wegen Gewinnmitnahmen. Am Vortag waren die Papiere noch um mehr als 13 Prozent in die Höhe geschossen, als Profiteur des Verkaufs der Stahl Group an Henkel.
Zu Gewinnmitnahmen kam es auch bei AMS Osram (-1,5%). Am Vortag hatten die Aktien im Zuge des Verkaufs eines Teils des Sensorgeschäfts an Infineon noch knapp 5 Prozent zugelegt.
Mit Swissquote ging es um 3,4 Prozent nach unten. Die Papiere des Onlinebrokers fallen häufig, wenn es mit dem Bitcoin nach unten geht.
Nach Jahreszahlen rückten SPS (+0,8%) und LUKB (+2,0%) etwas vor.
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