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Markt und Börse   09.02.2026 18:15:12

Aktien Schweiz Schluss: SMI startet unaufgeregt in reich befrachtete Woche

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist verhalten in die neue Woche gestartet. Am Montag bewegte sich der Leitindex SMI kaum vom Fleck und beendete den Handel etwas höher. Es hätten die Impulse gefehlt, hiess es am Markt. Diese werden im Verlauf der Woche erwartet, wenn die Bilanzsaison in die nächste Runde geht und konjunkturseitig wichtige Daten erwartet werden, etwa der Arbeitsmarktbericht und Inflationsdaten aus den USA. Im Vorfeld dazu hätten die Anlegerinnen und Anleger Vorsicht walten lassen, sagte ein Händler.

Während auf dem internationalen Parkett beispielsweise der DAX gut vorrückte, legte die Schweizer Börse eine Verschnaufpause ein. Dabei drückten die Kursverluste der Index-Schwergewichte Nestlé und Roche auf das Leitbarometer. Eine positive Note zur allgemeinen Börsenstimmung hinterliessen der klare Wahlsieg der nationalkonservativen Präsidentin Sanae Takaichi in Japan sowie die abnehmenden Spannungen im Nahen Osten, wie Händler festhielten.

Der SMI schloss den Handel bei 13'517,73 Punkten und damit um 0,11 Prozent höher als am Freitag. Der 30 Titel umfassende SLI gewann etwas deutlichere 0,34 Prozent auf 2161,70 Stellen und der breite SPI um 0,27 Prozent auf 18'689,12 Zähler. Im SLI standen sich am Ende 18 Gewinner und 12 Verlierer gegenüber.

Zu den Blue-Chips-Gewinnern zählten einmal mehr die Papiere von Amrize (+2,7%). Sie knüpften an den starken Lauf der Vorwoche an, der sie bereits um knapp 10 Prozent nach oben geschickt hatte. Zuletzt hatten Händler auf Spekulationen verwiesen, wonach führende US-Hausbauer grosse Pläne hegen. Es sollen rund eine Million "Trump Häuser" entstehen, wie letzte Woche aus nicht näher bekannten Quellen bekannt wurde.

Der Baustoffkonzern Holcim, zu dem Amrize bis im vergangenen Sommer gehört hatte, legte mit +2,5 Prozent ebenfalls gut zu. Weit vorne waren auch die Titel des Generikaspezialisten Sandoz (+2,8%) zu finden. Die Titel hätten von Umschichtungen aus anderen Pharmaaktien profitiert, hiess es im Handel.

ABB rückten um 2,2 Prozent vor. Auch beim Techkonzern ortet man Wachstumspotential in den USA, wie CEO Morten Wierod in einem Interview verlauten liess. Zudem zählten der Logistiker Kühne+Nagel, der Hautpflegespezialist Galderma (beide +1,8%) oder Julius Bär (+1,5%) zu den grössten SLI-Gewinnern.

Auf der Gegenseite verhinderten Roche (-0,7%) und Nestlé (-0,6%) ein besseres Abschneiden des Gesamtmarkts, während das dritte Schwergewicht Novartis 0,2 Prozent gewann. Roche hatte am Wochenende ausführliche Daten zu seinem MS-Mittel Fenebrutinib vorgestellt. Zwar sei die Wirksamkeit des Medikamentes mit den Daten einmal mehr untermauert worden, allerdings bereiteten mögliche Nebenwirkungen Sorgen, lautete das Verdikt von Experten.

Am Ende des SLI-Tableaus waren nebst Roche etwa auch noch die Titel des Augenheilkonzerns Alcon (-1,1%) sowie des Aroma- und Riechstoffherstellers Givaudan (-1,2%) zu finden. Einbussen waren überdies beim Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli (PS: -1,1%) zu sehen. Und auch die Versicherer Zurich (-0,5%) und Swiss Re (-0,6%) gaben nach.

Die drei Blue Chips, die in dieser Woche mit Zahlen aufwarten werden, präsentierten sich uneinheitlich. SGS gewannen 1,0 Prozent und Schindler PS 0,7 Prozent, wogegen Swisscom 0,8 Prozent verloren. Der Warenprüfkonzern SGS und der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler legen am Mittwoch Zahlen vor, der Telekomriese Swisscom folgt am Donnerstag.

In den hinteren Reihen stachen SoftwareOne (+6,7%) nach Vorabzahlen mit einer positiven Kursreaktion heraus. Mit den Eckdaten zum Umsatz konnte der IT-Dienstleister die Erwartungen der Analysten und auch die eigene Guidance übertreffen.

Die Papiere der R&S Group (+5,0%) profitierten von bestätigten Kaufempfehlungen der UBS und der Bank Berenberg. Idorsia kletterten gar um 11 Prozent in die Höhe. Im Minus schlossen unter anderem Titel wie Kardex (-2,7%) oder Tecan (-2,6%).


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