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Markt und Börse   17.02.2026 18:15:10

Aktien Schweiz Schluss: Fester - Neues Rekordhoch dank Pharma-Aktien

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag unter Führung der grosskapitalisierten Pharmatitel ein neues Rekordhoch erzielt. Diese profitierten von ihrem Ruf als defensive Qualitätsaktien. Keine starken Impulse gab es am Nachmittag aus den USA: Dort sind die Börsen nach dem feiertagsbedingt langen Wochenende mit leichten Verlusten in die neue Börsenwoche gestartet - die Sorgen um den Themenkomplex Künstliche Intelligenz (KI) dauern an der Wall Street an.

Gleichzeitig warten die Anleger auf Neuigkeiten von geopolitischer Seite. Derzeit finden in Genf Gespräche zum Krieg in der Ukraine und zum Iran statt. Denn US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt die Möglichkeit eines Militärschlags im Nahen Osten immer wieder betont. Die USA haben in der vergangenen Woche einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandt. Derweil haben Einheiten der Revolutionären Garde ihre Präsenz an der Strasse von Hormuz erhöht.

Der Swiss Market Index (SMI) stieg am Dienstag um 0,71 Prozent auf 13'752,84 Punkte; das neue Rekordhoch wurde leicht höher bei 13'763,43 Zählern notiert. Der 30 Titel umfassende SLI legte um 0,76 Prozent auf 2178,71 und der breite SPI um 0,74 Prozent auf 18'960,80 Punkte zu. Im SLI kamen auf 23 Gewinner nur sieben Verlierer.

Die Marschrichtung wurde von den defensiven Schwergewichten Novartis und Roche vorgegeben, deren Papiere sich um 1,5 resp. 2,2 Prozent verteuerten. Beide Papiere befinden sich seit Ende 2025 auf einem zwar unspektakulären, aber steten Aufwärtstrend.

Die Papiere des dritten Schwergewichts Nestlé verbilligten sich hingegen um 1,4 Prozent. Der Lebensmittelriese wird am Donnerstag den Jahresabschluss präsentieren. Bei der grossen Zahl an Baustellen hoffe man auf positive Neuigkeiten, sagte ein Börsianer.

Von "Safe-Haven-Käufen" profitierten auch Versicherer wie Swiss Re (+1,4%), Zurich (+1,2%) und Helvetia Baloise (+1,4%). Grosse Investoren seien dabei, den Versicherungssektor als sicheren Hafen wiederzuentdecken, sagte ein Händler.

Gefragt waren auch die PS des Schokoladenherstellers Lindt&Sprüngli (+2,4%), die Aktien des Dermatologiekonzerns Galderma (+2,1%) und von Logitech (+1,4%) sowie die zuletzt eher schwachen Sonova (+1,6%) und Lonza (+1,7%).

Auf der anderen Seite standen zyklische Aktien wie ABB (-1,2%) im Angebot. Händler berichteten von Umschichtungen in andere europäische Investitionsgüter-Aktien. Im Angebot lagen auch Holcim (-0,1%) und vor allem Amrize (-1,9%).

Letztere wird nach US-Handelsschluss den ersten Jahresabschluss nach der Abspaltung von Holcim vorlegen. Händlern zufolge wird befürchtet, der Börsenneuling könnte mit einem vorsichtigen Ausblick für 2026 aufwarten.

Bei den Nicht-SLI-Werten fielen Avolta mit plus 5,1 Prozent positiv auf. Die UBS hat den Titel des Reisedetailhandelskonzerns auf "Buy" hochgestuft.

Die Aktien von DKSH (+7,3%) legten derweil nach Zahlen zu. Die Handelsgruppe hat im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz praktisch auf Vorjahresniveau gehalten, jedoch den Kern-Betriebsgewinn gesteigert. Nun soll die Dividende erhöht werden.

Comet schlossen 3,8 Prozent fester. Die Aktien profitierten von positiven Aussagen der UBS zur künftigen Investitionstätigkeit von Grosskunden aus der Halbleiterindustrie.

Massiv unter Druck standen in der zweiten Reihe dagegen Also (-31%). Der IT-Grosshändler hat 2025 beim Umsatz und beim operativen Ergebnis deutlich zugelegt. Der Reingewinn fiel zwar leicht tiefer aus als im Vorjahr, dennoch will das Unternehmen die Dividende erhöhen. Händlern missfällt der vorsichtige Ausblick.

Die Aktien von Basilea (-1,3%) gaben nach Zahlen ebenfalls nach.


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