Markt und Börse
27.02.2026 18:15:12
Händler sprachen von einem "etwas speziellen Tag" mit sich überlagernden Ereignissen. Anfänglich seien vor allem die Zahlen von Swiss Re und Holcim im Fokus gewesen, dann seien am Nachmittag aber plötzlich Befürchtungen über einen bald bevorstehenden Krieg im Iran und dann auch die stärker als erwartet gestiegenen Produzentenpreise in den USA das marktbestimmende Thema gewesen. Die Iran-Ängste hatten auch zur Folge, dass neben den defensiven Titeln andere "sichere Häfen" wie der Schweizer Franken oder Gold und Silber gefragt waren.
Der SMI gewann zum Handelsschluss 0,72 Prozent auf 14'014,30 Punkte. Im Tageshoch kam er dabei bis auf wenige Punkte an das bisherige Allzeit-Hoch von Anfang Woche bei 14'063 Zählern, im Tiefpunkt fiel er bis auf 13'933 Punkte. Auf Wochensicht konnte der SMI 1,1 Prozent zulegen, seit Anfang Jahr beträgt das Plus mittlerweile 5,6 Prozent.
Dass die Stimmung an den Märkten aber eher von Vorsicht geprägt war, zeigte sich an der Tatsache, dass andere Aktienindizes wie der deutsche Dax oder französische CAC 40 kaum verändert oder gar im Minus schlossen und die Wall Street bei Europa-Schluss tief im roten Bereich stand.
Entsprechend legte auch der 30 Titel umfassende SLI-Index, bei dem die grossen defensiven Werte nicht mit ihrem ganzen Gewicht enthalten sind, lediglich 0,42 Prozent auf 2215,00 Punkte zu, der breite SPI lag mit +0,54 Prozent auf 19'255,70 Zähler dazwischen. Bei den 30 Blue Chips gab es 18 Gewinner und 11 Verlierer, ein Titel (Alcon) war unverändert.
Weitaus den grössten Teil des SMI-Gewinns machten Novartis (+1,9%), Roche (+0,9%) und Nestlé (+1,5%) aus. Novartis, die am Freitag auch erstmals die Marke von 130 Franken überschritten, profitierten neben der defensiven Ausrichtung auch von positiven News. So erhielt das Mittel Remibrutinib eine positive Empfehlung aus der EU in einer Dermatologie-Anwendung.
Nestlé profitierten derweil auch von einer Kurszielerhöhung durch Berenberg auf 99 Franken (aktueller Kurs: 83,98 Fr.). Bis wieder die ersten Kursziele über 100 Franken eintreffen, dürfte es nicht mehr allzu lange gehen, meinte ein Händler.
Spitzenreiter im SMI waren derweil den ganzen Tag Swiss Re (+3,7%) nach guten Jahreszahlen. Anklang fand aber vor allem die zusammen mit den Zahlen angekündigte Erhöhung des Aktienrückkaufprogramms.
Daneben waren auch Holcim (-1,4%) nach Zahlen im Fokus. Der Baustoffkonzern hat erstmals ein Jahresergebnis ohne sein abgespaltenes Amerikageschäft veröffentlicht, was im Vorfeld zu einer gewissen Unsicherheit etwa in Bezug auf die Dividendenhöhe geführt hatte. Operativ lief es gut, die Erwartungen wurden teils übertroffen.
Bei den grössten Blue-Chips-Verlierern waren Richemont (-3,4%), die vor allem unter den Iran-Befürchtungen zu leiden hatten. Im Kielwasser davon waren auch Swatch (I -2,2%) klar unter Druck.
Für grössere Bewegungen sorgten ausserdem Analystenkommentare. So verloren Lindt & Sprüngli (PS -1,1%) nach einer Abstufung durch Berenberg auf "Sell" klar. Bei Sandoz (-3,3%) äusserte sich gleich mehrere Analysten nach den starken Gewinnen diese Woche etwas vorsichtiger für die nächste Zukunft.
Bei den Schlusslichtern waren auch Partners Group (-2,0%). Die Aktien sind seit einiger Zeit - u.a. wegen KI-Befürchtungen und dem Stress im Private-Credit-Sektor - stärker unter Druck und notieren auf dem tiefsten Stand seit Mitte 2023. Die Volatilität ist dabei sehr hoch.
Im breiten Markt legten Schweiter (+2,2%) nach Zahlen zu, während VZ Holding (-0,1%) und GKB PS (-1,9%) tiefer und Elma unverändert schlossen.
Aktien Schweiz Schluss: SMI dank defensiven Schwergewichten klar im Plus
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag klar im Plus geschlossen und auch auf Wochensicht deutlich zugelegt. Insgesamt war der Verlauf im Leitindex SMI recht volatil: Nach einem starken Anstieg im frühen Handel bis Richtung Allzeithoch flachte das Geschehen deutlich ab, wobei es für einen Fall ins Minus zwischendurch nicht mehr allzu viel gebraucht hätte. Gegen Handelsschluss legte der SMI getragen von den defensiven Schwergewichten aber wieder klar zu und schloss dann auch über 14'000 Zählern.Händler sprachen von einem "etwas speziellen Tag" mit sich überlagernden Ereignissen. Anfänglich seien vor allem die Zahlen von Swiss Re und Holcim im Fokus gewesen, dann seien am Nachmittag aber plötzlich Befürchtungen über einen bald bevorstehenden Krieg im Iran und dann auch die stärker als erwartet gestiegenen Produzentenpreise in den USA das marktbestimmende Thema gewesen. Die Iran-Ängste hatten auch zur Folge, dass neben den defensiven Titeln andere "sichere Häfen" wie der Schweizer Franken oder Gold und Silber gefragt waren.
Der SMI gewann zum Handelsschluss 0,72 Prozent auf 14'014,30 Punkte. Im Tageshoch kam er dabei bis auf wenige Punkte an das bisherige Allzeit-Hoch von Anfang Woche bei 14'063 Zählern, im Tiefpunkt fiel er bis auf 13'933 Punkte. Auf Wochensicht konnte der SMI 1,1 Prozent zulegen, seit Anfang Jahr beträgt das Plus mittlerweile 5,6 Prozent.
Dass die Stimmung an den Märkten aber eher von Vorsicht geprägt war, zeigte sich an der Tatsache, dass andere Aktienindizes wie der deutsche Dax oder französische CAC 40 kaum verändert oder gar im Minus schlossen und die Wall Street bei Europa-Schluss tief im roten Bereich stand.
Entsprechend legte auch der 30 Titel umfassende SLI-Index, bei dem die grossen defensiven Werte nicht mit ihrem ganzen Gewicht enthalten sind, lediglich 0,42 Prozent auf 2215,00 Punkte zu, der breite SPI lag mit +0,54 Prozent auf 19'255,70 Zähler dazwischen. Bei den 30 Blue Chips gab es 18 Gewinner und 11 Verlierer, ein Titel (Alcon) war unverändert.
Weitaus den grössten Teil des SMI-Gewinns machten Novartis (+1,9%), Roche (+0,9%) und Nestlé (+1,5%) aus. Novartis, die am Freitag auch erstmals die Marke von 130 Franken überschritten, profitierten neben der defensiven Ausrichtung auch von positiven News. So erhielt das Mittel Remibrutinib eine positive Empfehlung aus der EU in einer Dermatologie-Anwendung.
Nestlé profitierten derweil auch von einer Kurszielerhöhung durch Berenberg auf 99 Franken (aktueller Kurs: 83,98 Fr.). Bis wieder die ersten Kursziele über 100 Franken eintreffen, dürfte es nicht mehr allzu lange gehen, meinte ein Händler.
Spitzenreiter im SMI waren derweil den ganzen Tag Swiss Re (+3,7%) nach guten Jahreszahlen. Anklang fand aber vor allem die zusammen mit den Zahlen angekündigte Erhöhung des Aktienrückkaufprogramms.
Daneben waren auch Holcim (-1,4%) nach Zahlen im Fokus. Der Baustoffkonzern hat erstmals ein Jahresergebnis ohne sein abgespaltenes Amerikageschäft veröffentlicht, was im Vorfeld zu einer gewissen Unsicherheit etwa in Bezug auf die Dividendenhöhe geführt hatte. Operativ lief es gut, die Erwartungen wurden teils übertroffen.
Bei den grössten Blue-Chips-Verlierern waren Richemont (-3,4%), die vor allem unter den Iran-Befürchtungen zu leiden hatten. Im Kielwasser davon waren auch Swatch (I -2,2%) klar unter Druck.
Für grössere Bewegungen sorgten ausserdem Analystenkommentare. So verloren Lindt & Sprüngli (PS -1,1%) nach einer Abstufung durch Berenberg auf "Sell" klar. Bei Sandoz (-3,3%) äusserte sich gleich mehrere Analysten nach den starken Gewinnen diese Woche etwas vorsichtiger für die nächste Zukunft.
Bei den Schlusslichtern waren auch Partners Group (-2,0%). Die Aktien sind seit einiger Zeit - u.a. wegen KI-Befürchtungen und dem Stress im Private-Credit-Sektor - stärker unter Druck und notieren auf dem tiefsten Stand seit Mitte 2023. Die Volatilität ist dabei sehr hoch.
Im breiten Markt legten Schweiter (+2,2%) nach Zahlen zu, während VZ Holding (-0,1%) und GKB PS (-1,9%) tiefer und Elma unverändert schlossen.
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