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Börse: Schlussbericht   13.03.2026 18:15:14

Aktien Schweiz Schluss: SMI geht mit leichten Abgaben ins Wochenende

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse hat am Freitag schwächer geschlossen. Nach einem schwachen Handelsstart konnte der Leitindex SMI zwar mit den weiteren wichtigen Börsenplätzen zeitweise ins Plus drehen, gab die Gewinne im späten Handel aber wieder ab. Auch in der zweiten Woche des Iran-Kriegs ist es an den Aktienmärkten damit abwärts gegangen.

Angesichts der anhaltend hohen Ölpreise blieb die Nervosität bei den Investoren auch am Freitag hoch. Die Ölpreise entwickelten sich derweil gegenläufig zu den Aktienindizes: Das Fass Rohöl der Marke Brent kostete im Tagesverlauf zwar zeitweise weniger als 100 Dollar, übersprang die Marke am späten Nachmittag aber wieder.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte vor den Medien versucht, die Befürchtungen über eine anhaltende Schliessung der Strasse von Hormus zu beruhigen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen hielten derweil in hoher Intensität an. Die USA hätten ihre Attacken am Freitag noch einmal auf das bisher höchste Niveau gesteigert, sagte Hegseth.

___ Hoffnungen auf Zinspolitik

Enttäuschend ausgefallene Konjunkturzahlen aus den USA weckten derweil Hoffnungen auf mehr Spielraum der US-Notenbank Fed bei den Leitzinssenkungen. So zeigten die Daten ein schwächeres Wachstum der US-Wirtschaft im Schlussquartal 2025 als erwartet. Zudem fielen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA im Februar zurück.

Kommende Woche steht nicht nur die nächste Sitzung der US-Notenbank Fed an. Auch die Europäische Zentralbank (EZB), die Bank of England (BoE), die Bank of Japan (BoJ) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) werden in der neuen Woche über die Zinspolitik entscheiden. Allerdings wird von allen fünf Zentralbanken ein Stillhalten bezüglich Leitzinsen erwartet.

___ Erneutes Wochenminus

Der SMI notierte zum Handelsschluss um 0,02 Prozent im Minus auf 12'839,27 Punkten. Für die gesamte Woche resultiert damit ein weiteres Minus von 2,0 Prozent, nachdem es in der Vorwoche bereits um 6,6 Prozent abwärts gegangen war. Von den 20 SMI-Titeln schlossen am Freitag je zehn im Minus respektive im Plus.

Der breite Markt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) büsste 0,15 Prozent auf 17'893,35 Zähler ein. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte schloss 0,48 Prozent im Minus auf 2941,40 Punkte.

Die Verunsicherung verschone nicht einmal das Gold, meinten die Ökonomen von J. Safra Sarasin. Der Goldpreis gab am Freitag moderat um 0,8% auf 5049 Dollar nach, während das Silber um 4,7 Prozent auf 80,20 Dollar absackte. Zu den wenigen Gewinnern gehört der US-Dollar, der zum Schweizer Franken erstmals seit Januar wieder über 79 Rappen stieg.

___ Unsicherheiten um Konjunktur

Bei den Aktien gehörten vor allem konjunktursensitive Werte zu den Verlierern des Handelstags. So gaben die Titel der Baustoffkonzerne Amrize (-2,5%) und Holcim (-0,4%) nach. Mit Sika (-2,2%) und Geberit (-1,2%) standen weitere baunahe Werte unter Druck.

Deutlich schwächer schlossen auch die Titel des Luxusgüterkonzerns Richemont (-2,4%), aber auch die ABB-Aktien (-1,9%) verloren klar. Für Aufsehen sorgte ein Interview des ABB-Verwaltungsratspräsidenten Peter Voser, in dem er sich grösseren Firmenübernahmen gegenüber nicht abgeneigt zeigte.

Unter Druck standen angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten auch Bankentitel wie Julius Bär (-2,2%) und UBS (-0,8%). Die im laufenden Jahr stark unter Druck geratenen Partners Group (+0,6%) erhielten dagegen Rückenwind von einer bekräftigten Kaufempfehlung durch Kepler.

___ Defensive gesucht

Gestützt werden die Index dagegen von defensiven Titeln wie den Pharmawerten Roche (+0,8%) und Novartis (+0,4%). Die deutlichsten Gewinne bei den Bluechips erzielten Nestlé (+1,1%) und Swisscom (+1,0%).

Am breiten Markt sackten Molecular Partners (-11,3%) nach Bekanntgabe eines weiteren Verlustjahrs deutlich ab. Positiv aufgenommen wurden dagegen die Jahreszahlen des Tessiner Orthopädieunternehmens Medacta (+1,8%).


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