Markt und Börse
24.03.2026 18:15:13
US-Präsident Donald Trump hatte am Montag seine am Wochenende angedrohten Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage ausgesetzt mit dem Hinweis, es gebe "produktive Gespräche". Die iranische Seite dementierte indes Verhandlungen, und der gegenseitige Beschuss dauert ungeachtet angekündigter Bemühungen um eine Verhandlungslösung an.
Hochrangige Politiker äusserten sich am Dienstag vorsichtig optimistisch: Der Iran habe die Gespräche "im engeren Sinne" nicht bestritten, "sondern man nennt das dann indirekte Gespräche", sagte etwa der deutsche Aussenminister Johann Wadephul. Dieser Dialog könnte "ein Wendepunkt in diesem Konflikt sein."
___ Einkaufsmanager halten sich
Unterstützung erhielt der Markt zudem von Makroseite: Die Einkaufsmanagerindizes in Europa und in USA - wichtige Konjunkturindikatoren - zeigten zwar ein gemischtes Bild auf, liegen jedoch weitestgehend in der Expansionszone und auch mehr oder weniger im Rahmen der Markterwartungen.
An den Devisenmärkten hat der US-Dollar wegen der weltpolitischen Lage am Dienstag etwas angezogen. So legte die US-Währung auch zur "Sicherer Hafen"-Währung Franken klar zu.
Dass die Zuversicht dennoch auf wackligen Beinen steht, zeigen die wieder steigenden Ölpreise nach dem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn. Und die geopolitische Risikoprämie könnte sich im Wochenverlauf schrittweise wieder aufbauen, sagte ein Marktteilnehmer.
___ Zweifel bleiben
"Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden", kommentierte ein Marktanalyst. Er hält es obendrein für möglich, dass Saudi-Arabien ebenfalls zu einer aktiven Kriegspartei werden könnte, was eine weitere Eskalation bedeuten würde.
Der hiesige Leitindex gewann am Dienstag 1,02 Prozent auf 12'515,94 Punkte. Zunächst pendelte der SMI lange Strecken um den Schluss vom Vorabend, legte am Nachmittag dann aber immer weiter zu und schloss fast auf Tageshoch.
Der breite SPI stieg um 0,92 Prozent auf 17'471,08 Zähler und der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte um 0,75 Prozent auf 2858,51 Punkte. Andere europäische Indizes wie der französische CAC und der britische FTSE 100 schlossen ebenfalls im Plus, wenn auch weniger klar. Der deutsche DAX schloss mehr oder weniger unverändert.
___ Defensive stützen Schweizer Markt
Gefragt waren insbesondere die schwergewichtigen Nestlé (+2,2%), aber auch Novartis (+1,2%) und Roche (+0,6%) legten zu. Auch Kühne+Nagel (+2,4%) gehörten zu den grössten Gewinnern.
Zu den wenigen Verlierern gehörten Givaudan (-1,1%), UBS (-0,4%) und Partners Group (-0,1%).
Im Mid-Cap-Segment rückten vor allem Straumann (+6,2%) vor - nach diversen positiven Kommentaren nach einem Analystentreffen mit Finanzchefin Isabelle Wege. Bisher seien keine spürbaren Auswirkungen der Lage im Nahen Osten zu verzeichnen, so etwa das Fazit von David Adlington von JPMorgan.
Tecan (+9,1%) konnten sich am breiten Markt nach dem Einstieg des Family Office von Thomas Schmidheiny wieder vom Mehrjahrestief absetzen. Und MCH (+13%) legten nach Zahlen markant zu.
Unter die Räder kamen dagegen Inficon (-10%) nach einem enttäuscht aufgenommenen Margenausblick.
Aktien Schweiz Schluss: SMI mit klarem Plus wieder über 12'500 Punkten
Zürich (awp) - Die Nervosität an den Aktienmärkten bleibt mit den anhaltenden Kämpfen im Iran hoch. Allerdings setzten sich am Dienstag zunächst doch die Optimisten durch. Die vage Hoffnung auf eine Entspannung des Iran-Kriegs hatte bereits am Vortag für leichte Gewinne gesorgt.US-Präsident Donald Trump hatte am Montag seine am Wochenende angedrohten Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage ausgesetzt mit dem Hinweis, es gebe "produktive Gespräche". Die iranische Seite dementierte indes Verhandlungen, und der gegenseitige Beschuss dauert ungeachtet angekündigter Bemühungen um eine Verhandlungslösung an.
Hochrangige Politiker äusserten sich am Dienstag vorsichtig optimistisch: Der Iran habe die Gespräche "im engeren Sinne" nicht bestritten, "sondern man nennt das dann indirekte Gespräche", sagte etwa der deutsche Aussenminister Johann Wadephul. Dieser Dialog könnte "ein Wendepunkt in diesem Konflikt sein."
___ Einkaufsmanager halten sich
Unterstützung erhielt der Markt zudem von Makroseite: Die Einkaufsmanagerindizes in Europa und in USA - wichtige Konjunkturindikatoren - zeigten zwar ein gemischtes Bild auf, liegen jedoch weitestgehend in der Expansionszone und auch mehr oder weniger im Rahmen der Markterwartungen.
An den Devisenmärkten hat der US-Dollar wegen der weltpolitischen Lage am Dienstag etwas angezogen. So legte die US-Währung auch zur "Sicherer Hafen"-Währung Franken klar zu.
Dass die Zuversicht dennoch auf wackligen Beinen steht, zeigen die wieder steigenden Ölpreise nach dem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn. Und die geopolitische Risikoprämie könnte sich im Wochenverlauf schrittweise wieder aufbauen, sagte ein Marktteilnehmer.
___ Zweifel bleiben
"Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden", kommentierte ein Marktanalyst. Er hält es obendrein für möglich, dass Saudi-Arabien ebenfalls zu einer aktiven Kriegspartei werden könnte, was eine weitere Eskalation bedeuten würde.
Der hiesige Leitindex gewann am Dienstag 1,02 Prozent auf 12'515,94 Punkte. Zunächst pendelte der SMI lange Strecken um den Schluss vom Vorabend, legte am Nachmittag dann aber immer weiter zu und schloss fast auf Tageshoch.
Der breite SPI stieg um 0,92 Prozent auf 17'471,08 Zähler und der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte um 0,75 Prozent auf 2858,51 Punkte. Andere europäische Indizes wie der französische CAC und der britische FTSE 100 schlossen ebenfalls im Plus, wenn auch weniger klar. Der deutsche DAX schloss mehr oder weniger unverändert.
___ Defensive stützen Schweizer Markt
Gefragt waren insbesondere die schwergewichtigen Nestlé (+2,2%), aber auch Novartis (+1,2%) und Roche (+0,6%) legten zu. Auch Kühne+Nagel (+2,4%) gehörten zu den grössten Gewinnern.
Zu den wenigen Verlierern gehörten Givaudan (-1,1%), UBS (-0,4%) und Partners Group (-0,1%).
Im Mid-Cap-Segment rückten vor allem Straumann (+6,2%) vor - nach diversen positiven Kommentaren nach einem Analystentreffen mit Finanzchefin Isabelle Wege. Bisher seien keine spürbaren Auswirkungen der Lage im Nahen Osten zu verzeichnen, so etwa das Fazit von David Adlington von JPMorgan.
Tecan (+9,1%) konnten sich am breiten Markt nach dem Einstieg des Family Office von Thomas Schmidheiny wieder vom Mehrjahrestief absetzen. Und MCH (+13%) legten nach Zahlen markant zu.
Unter die Räder kamen dagegen Inficon (-10%) nach einem enttäuscht aufgenommenen Margenausblick.
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