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Markt und Börse   20.04.2026 09:30:11

Aktien Schweiz Eröffnung: Anhaltender Nahost-Konflikt belastet

Zürich (awp) - Zerplatze Friedenshoffnungen im Iran-Krieg sorgen auch am Schweizer Aktienmarkt zum Wochenstart für Abgaben. Nachdem am Freitag noch die Erwartung einer zeitnahen Lösung des Konflikts die Kurse in die Höhe getrieben hatte, müssen der SMI und seine europäischen Pendants zum Wochenstart wieder deutlich Federn lassen. So machte der Iran am Samstag die Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig. Er begründete dies mit den USA, die ihrerseits an der Blockade iranischer Häfen festhielten.

"Allerdings scheinen sich die Investoren langsam an die Situation zu gewöhnen und setzen weiter auf eine baldige Lösung des Konflikts", kommentiert ein Händler. "Entweder militärisch oder auf dem diplomatischen Weg." Ob sich dies jedoch tatsächlich so ereignen werde, müsse noch bezweifelt werden. "Der Iran stellt für die USA und Israel eine vollkommen andere Art von Gegner dar als gedacht." Damit geht auch die Phase der Unsicherheit in die Verlängerung.

___ SMI von Nestlé-Dividende verzerrt

Gegen 09.15 Uhr verliert der SMI 1,30 Prozent auf 13'252,25 Punkte. Der SMIM für die mittelgrossen Werte fällt um 1,08 Prozent auf 3038,37 und der breite SPI um 0,71 Prozent auf 18'740,19 Zähler.

Im SMI geben alle Titel bis auf die Swisscom (+0,9%) zwischen 0,3 (Swiss Life/Zurich) und 4,1 Prozent (Amrize) nach. Im Plus würden an sich auch die schwergewichtigen Nestlé (-3,4% oder -2,68 Fr.) handeln, da die Papiere heute ex Dividende (3,10 Fr.) notieren. Der SMI inklusive Dividenden (SMIC) steht nur 0,73 Prozent im Minus.

___ Zykliker besonders schwach

Wie ein Blick auf die Kurslisten zeigt, geben vor allem Zykliker überdurchschnittlich stark nach. Neben Amrize fallen weitere baunahe Werte wie Holcim, ABB, Sika und Geberit um bis zu 1,8 Prozent zurück. Dagegen halten sich die beiden Pharmaschwergewichte Roche (-0,4%) und Novartis (-0,6%) sowie die Versicherer Zurich und Swiss Life (beide -0,3%) besser als der Markt.

Zudem dürften die deutlich gestiegenen Rohölpreise bei Investoren für eine gewisse Vorsicht sorgen, heisst es im Handel. Allerdings notieren sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Sorte WTI trotz eines markanten Anstiegs unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar je Barrel.


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