Markt und Börse
21.04.2026 18:15:15
Vor der am Mittwochabend Washingtoner Zeit auslaufenden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran brachten Investoren Gewinne ins Trockene. Denn ob sich die Konfliktparteien in letzter Minute an den Verhandlungstisch setzen und sich im besten Fall auf einen Friedendeal einigen, bleibt fraglich. Die Anleger hofften nach wie vor auf eine Einigung, hielt ein Händler fest. "Doch die Zeit wird immer knapper, um die komplexe Materie auch wegen der personell verworrenen Situation in der iranischen Führung durchdringen zu können." Es drohe eine erneute Eskalation in der Auseinandersetzung.
___ Defensive Werte belasten
Der SMI schloss den Handel am Dienstag bei 13'134,14 Punkten 1,13 Prozent tiefer ab. Dabei rutschte er besonders in der zweiten Handelshälfte in die Tiefe. Deutliche Abgaben verzeichneten auch der FTSE 100 in London (-1,0%), der CAC 40 in Paris (-1,0%) oder der DAX in Frankfurt (-0,5%). Knapp gehalten tendierte zu Europaschluss die Wall Street in New York.
Der SMIM für die mittelgrossen Schweizer Werte verlor derweil 1,22 Prozent auf 2998,22 Punkte und der breite SPI 0,91 Prozent auf 18'595,09 Zähler. Einen nicht allzu starken Anstieg verzeichneten trotz der unsicheren Lage die Ölpreise. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent rückte um gut 1,5 Prozent auf 97 US-Dollar vor.
Der SMI litt am Berichtstag unter der Schwäche der defensiven Werte: Nestlé (-1,9%), Roche (-1,2%) und Novartis (-1,8%) zogen den Leitindex mit klaren Verlusten nach unten. Börsenbewegende News waren zu den Schwergewichte nicht auszumachen. Der Nahrungsmittelmulti wird am Donnerstag mit Spannung erwartete Quartalszahlen ausweisen. Ein erster Test für den neuen CEO Philipp Navratil.
Am Tabellenende waren im SMI Lonza (-2,9%) zu finden und auch andere Werte aus der Gesundheitsbranche wie Givaudan (-1,4%) oder Alcon (-1,2%) gaben klar nach. Bei der UBS (-1,8% oder -0,61 Fr.) war derweil das Minus auf den Dividendenabgang von 1,10 US-Dollar bzw. rund 86 Rappen zurückzuführen. Am morgigen Mittwoch dürfte sich der Bundesrat zu den Kapitalregeln für die Grossbank äussern.
Ansonsten zählten Vertreter des Finanzsektors wie Swiss Re (+0,8%), Swiss Life (+0,1%) oder Partners Group (+0,5%) zu den wenigen SMI-Gewinnern. Versicherungsaktien standen auch in anderen Märkten auf der Kaufliste. Die deutlichsten Gewinne fuhr der Logistiker Kühne+Nagel (+1,5%) ein, der am Freitag Zahlen vorlegen wird. Uneinheitlich schlossen die Luxusgütertitel von Richemont (-1,2%) und Swatch (+0,5%) nach uneinheitlich ausgefallenen März-Daten zu den Schweizer Uhrenexporten.
___ Lindt&Sprüngli fallen weiter zurück
Im breiten Markt verloren Flughafen Zürich (-3,8% oder 9,40 Fr.) und Straumann (-1,7% oder 1,50 Fr.) an Wert. Die beiden Titel wurden allerdings Ex-Dividende gehandelt (Flughafen: 8,50 Fr./ Straumann: 1,00 Fr.). Derweil hielt der Abwärtstrend bei den PS von Lindt & Sprüngli (-3,6%) an, wobei ein negativer Kommentar von Goldman Sachs zusätzlich belastet hatte. Und auch Sandoz (-3,1%) gaben deutlich nach.
Aktien Schweiz Schluss: SMI fällt mit Iran-Sorgen deutlich zurück
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag unter dem Eindruck einer weiterhin äusserst angespannten Lage im Nahen Osten deutlich an Terrain eingebüsst. Nachdem der Leitindex SMI bereits am Vortag um gut 1 Prozent abgerutscht war, fiel er am Berichtstag beinahe bis auf 13'100 Punkte zurück. Nebst konjunktursensitiven Werten belasteten vor allem auch die Abgaben der Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis die hiesige Börse. Im Iran sei zwischen Eskalation, Verlängerung der Waffenruhe und der Hoffnung auf einen Friedensdeal alles möglich, hiess es im Handel.Vor der am Mittwochabend Washingtoner Zeit auslaufenden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran brachten Investoren Gewinne ins Trockene. Denn ob sich die Konfliktparteien in letzter Minute an den Verhandlungstisch setzen und sich im besten Fall auf einen Friedendeal einigen, bleibt fraglich. Die Anleger hofften nach wie vor auf eine Einigung, hielt ein Händler fest. "Doch die Zeit wird immer knapper, um die komplexe Materie auch wegen der personell verworrenen Situation in der iranischen Führung durchdringen zu können." Es drohe eine erneute Eskalation in der Auseinandersetzung.
___ Defensive Werte belasten
Der SMI schloss den Handel am Dienstag bei 13'134,14 Punkten 1,13 Prozent tiefer ab. Dabei rutschte er besonders in der zweiten Handelshälfte in die Tiefe. Deutliche Abgaben verzeichneten auch der FTSE 100 in London (-1,0%), der CAC 40 in Paris (-1,0%) oder der DAX in Frankfurt (-0,5%). Knapp gehalten tendierte zu Europaschluss die Wall Street in New York.
Der SMIM für die mittelgrossen Schweizer Werte verlor derweil 1,22 Prozent auf 2998,22 Punkte und der breite SPI 0,91 Prozent auf 18'595,09 Zähler. Einen nicht allzu starken Anstieg verzeichneten trotz der unsicheren Lage die Ölpreise. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent rückte um gut 1,5 Prozent auf 97 US-Dollar vor.
Der SMI litt am Berichtstag unter der Schwäche der defensiven Werte: Nestlé (-1,9%), Roche (-1,2%) und Novartis (-1,8%) zogen den Leitindex mit klaren Verlusten nach unten. Börsenbewegende News waren zu den Schwergewichte nicht auszumachen. Der Nahrungsmittelmulti wird am Donnerstag mit Spannung erwartete Quartalszahlen ausweisen. Ein erster Test für den neuen CEO Philipp Navratil.
Am Tabellenende waren im SMI Lonza (-2,9%) zu finden und auch andere Werte aus der Gesundheitsbranche wie Givaudan (-1,4%) oder Alcon (-1,2%) gaben klar nach. Bei der UBS (-1,8% oder -0,61 Fr.) war derweil das Minus auf den Dividendenabgang von 1,10 US-Dollar bzw. rund 86 Rappen zurückzuführen. Am morgigen Mittwoch dürfte sich der Bundesrat zu den Kapitalregeln für die Grossbank äussern.
Ansonsten zählten Vertreter des Finanzsektors wie Swiss Re (+0,8%), Swiss Life (+0,1%) oder Partners Group (+0,5%) zu den wenigen SMI-Gewinnern. Versicherungsaktien standen auch in anderen Märkten auf der Kaufliste. Die deutlichsten Gewinne fuhr der Logistiker Kühne+Nagel (+1,5%) ein, der am Freitag Zahlen vorlegen wird. Uneinheitlich schlossen die Luxusgütertitel von Richemont (-1,2%) und Swatch (+0,5%) nach uneinheitlich ausgefallenen März-Daten zu den Schweizer Uhrenexporten.
___ Lindt&Sprüngli fallen weiter zurück
Im breiten Markt verloren Flughafen Zürich (-3,8% oder 9,40 Fr.) und Straumann (-1,7% oder 1,50 Fr.) an Wert. Die beiden Titel wurden allerdings Ex-Dividende gehandelt (Flughafen: 8,50 Fr./ Straumann: 1,00 Fr.). Derweil hielt der Abwärtstrend bei den PS von Lindt & Sprüngli (-3,6%) an, wobei ein negativer Kommentar von Goldman Sachs zusätzlich belastet hatte. Und auch Sandoz (-3,1%) gaben deutlich nach.
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