Markt und Börse
30.04.2026 18:15:16
Neben den Ereignissen im Nahen Osten standen neben Zahlen wichtiger US-Technologiekonzerne die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Von neuen Konjunkturdaten kam zumindest kein Störfeuer.
Der wichtigste Grund für die Trendwende waren die Ölpreise, die im Tagesverlauf von ihrem Mehrjahreshoch deutlich zurückkamen. Diese waren im frühen Handel mit der Aussicht auf eine längere Blockade der Strasse von Hormus mit mehr 126 Dollar für ein Barrel der Sorte Brent auf den höchsten Stand seit 2022 geklettert. Hintergrund war ein Bericht, wonach die USA möglicherweise neue militärische Optionen gegen den Iran erwägen.
___ SMI schafft Trendwende
Der SMI tendierte in der ersten Sitzungshälfte noch zum Teil deutlich negativ, drehte dann aber nach oben. Zum Schlussgong stand für den Leitindex ein Kursplus von 0,80 Prozent auf 13'136,27 Punkte zu Buche. Von den 20 Titeln schlossen deren 14 höher. Der SMIM für die mittleren Werte stieg um 1,07 Prozent auf 2962,79 und der breite SPI um 0,85 Prozent auf 18'551,09 Zähler.
Auch internationale Indizes wie der Dax (+1,3%) oder der CAC40 (+0,5%) und der FTSE 100 (+1,5%) verzeichneten Gewinne. In den USA kletterte der Dow Jones Industrial bis zum europäischen Börsenschluss um 1,3 Prozent, während der technologielastige Nasdaq Combined (-0,1%) sein Rekordhoch nicht halten kann.
___ Novartis geben Richtung vor
Novartis verteuerten sich am Donnerstag um deutliche 2,3 Prozent und stützten die Indizes massgeblich. Die Papiere wetzten damit die am Dienstag von Q1-Zahlen verursachte Scharte endgültig aus. Ähnliches galt für die Papiere des Generikaherstellers Sandoz, die um 2,1 Prozent anzogen.
Straumann gingen genau den anderen Weg und verbilligten sich um 3,3 Prozent. Hier wurde Geld von Tisch genommen, nachdem am Vortag gut aufgenommene Quartalszahlen für einen Kurssprung gesorgt hatten.
Die anderen beiden Schwergewichte Roche (+0,4%) und Nestlé (-0,3%) hinkten Novartis etwas hinterher. Die Papiere des Nahrungsmittelriesen wurden dabei hingegen von Morgan Stanley ausbremst: Das US-Haus hält an seiner Verkaufsempfehlung fest.
Bei UBS (+0,4%) schalteten die Anleger nach dem starken Kursplus in Reaktion auf die Zahlen vom Vortag wieder einen Gang zurück. Laut Händlern setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Eigenkapitalfrage die Grossbank noch eine ganze Weile beschäftigen wird.
Partners Group setzen mit minus 0,2 Prozent ihren Abwärtstrend fort. Am Vortag hatte ein Kommentar von Grizzly Research die Titel bereits unter Druck gesetzt. Man warte bisher vergeblich auf eine Stellungnahme des Unternehmens, hiess es im Handel.
___ Amrize und Newron unter Druck
Unter Druck standen auch die Titel von Amrize, die um 5,8 Prozent nachgaben. Der Baustoffhersteller ist mit seinen am Vorabend publizierten Quartalszahlen vor allem bezüglich der Margenentwicklung unter den Erwartungen am Markt geblieben. Holcim (-0,2%) kamen aber nicht in den Genuss von Umschichtungen.
Dafür gewannen Swisscom 1,6 Prozent. Diese Aktien profitierten von den Preiserhöhungsplänen des Mitbewerbers Sunrise (+3,2%).
Bei den kleineren Werten fielen Newron mit einem Abschlag um 3,4 Prozent auf, losgetreten durch den Todesfall eines Probanden in einer Medikamentenstudie mit dem grossen Hoffnungsträger. Die US-Arzneimittelbehörde FDA ordnete daher eine Pause an.
In diesem Schlepptau sanken auch die Aktien von Kuros (-3,4%), Molecular Partners (-4,5%) oder Santhera (-5,9%) deutlich. Die Nachricht bei Newron zeige, wie verletzlich kleine Pharma- und Biotechaktien seien, hiess es im Handel.
Überzeugen konnte dafür der Industriekonzern Oerlikon, der im ersten Quartal mehr Umsatz erzielt und insbesondere klar mehr Aufträge erhalten hat als prognostiziert. Die Börse honorierte das mit einem Kursplus von 4,4 Prozent.
Aktien Schweiz Schluss: Sehr freundlich - starke zweite Sitzungshälfte
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die verkürzte Woche mit deutlichen Gewinnen abgeschlossen. Dabei hat sich der SMI schnell von einer schwächeren Eröffnung erholt und im Zuge fallender Ölpreise merklich zugelegt. Laut Händlern mussten daher viele Leerverkäufer ihre Positionen vor dem Wochenende glattstellen.Neben den Ereignissen im Nahen Osten standen neben Zahlen wichtiger US-Technologiekonzerne die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Von neuen Konjunkturdaten kam zumindest kein Störfeuer.
Der wichtigste Grund für die Trendwende waren die Ölpreise, die im Tagesverlauf von ihrem Mehrjahreshoch deutlich zurückkamen. Diese waren im frühen Handel mit der Aussicht auf eine längere Blockade der Strasse von Hormus mit mehr 126 Dollar für ein Barrel der Sorte Brent auf den höchsten Stand seit 2022 geklettert. Hintergrund war ein Bericht, wonach die USA möglicherweise neue militärische Optionen gegen den Iran erwägen.
___ SMI schafft Trendwende
Der SMI tendierte in der ersten Sitzungshälfte noch zum Teil deutlich negativ, drehte dann aber nach oben. Zum Schlussgong stand für den Leitindex ein Kursplus von 0,80 Prozent auf 13'136,27 Punkte zu Buche. Von den 20 Titeln schlossen deren 14 höher. Der SMIM für die mittleren Werte stieg um 1,07 Prozent auf 2962,79 und der breite SPI um 0,85 Prozent auf 18'551,09 Zähler.
Auch internationale Indizes wie der Dax (+1,3%) oder der CAC40 (+0,5%) und der FTSE 100 (+1,5%) verzeichneten Gewinne. In den USA kletterte der Dow Jones Industrial bis zum europäischen Börsenschluss um 1,3 Prozent, während der technologielastige Nasdaq Combined (-0,1%) sein Rekordhoch nicht halten kann.
___ Novartis geben Richtung vor
Novartis verteuerten sich am Donnerstag um deutliche 2,3 Prozent und stützten die Indizes massgeblich. Die Papiere wetzten damit die am Dienstag von Q1-Zahlen verursachte Scharte endgültig aus. Ähnliches galt für die Papiere des Generikaherstellers Sandoz, die um 2,1 Prozent anzogen.
Straumann gingen genau den anderen Weg und verbilligten sich um 3,3 Prozent. Hier wurde Geld von Tisch genommen, nachdem am Vortag gut aufgenommene Quartalszahlen für einen Kurssprung gesorgt hatten.
Die anderen beiden Schwergewichte Roche (+0,4%) und Nestlé (-0,3%) hinkten Novartis etwas hinterher. Die Papiere des Nahrungsmittelriesen wurden dabei hingegen von Morgan Stanley ausbremst: Das US-Haus hält an seiner Verkaufsempfehlung fest.
Bei UBS (+0,4%) schalteten die Anleger nach dem starken Kursplus in Reaktion auf die Zahlen vom Vortag wieder einen Gang zurück. Laut Händlern setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Eigenkapitalfrage die Grossbank noch eine ganze Weile beschäftigen wird.
Partners Group setzen mit minus 0,2 Prozent ihren Abwärtstrend fort. Am Vortag hatte ein Kommentar von Grizzly Research die Titel bereits unter Druck gesetzt. Man warte bisher vergeblich auf eine Stellungnahme des Unternehmens, hiess es im Handel.
___ Amrize und Newron unter Druck
Unter Druck standen auch die Titel von Amrize, die um 5,8 Prozent nachgaben. Der Baustoffhersteller ist mit seinen am Vorabend publizierten Quartalszahlen vor allem bezüglich der Margenentwicklung unter den Erwartungen am Markt geblieben. Holcim (-0,2%) kamen aber nicht in den Genuss von Umschichtungen.
Dafür gewannen Swisscom 1,6 Prozent. Diese Aktien profitierten von den Preiserhöhungsplänen des Mitbewerbers Sunrise (+3,2%).
Bei den kleineren Werten fielen Newron mit einem Abschlag um 3,4 Prozent auf, losgetreten durch den Todesfall eines Probanden in einer Medikamentenstudie mit dem grossen Hoffnungsträger. Die US-Arzneimittelbehörde FDA ordnete daher eine Pause an.
In diesem Schlepptau sanken auch die Aktien von Kuros (-3,4%), Molecular Partners (-4,5%) oder Santhera (-5,9%) deutlich. Die Nachricht bei Newron zeige, wie verletzlich kleine Pharma- und Biotechaktien seien, hiess es im Handel.
Überzeugen konnte dafür der Industriekonzern Oerlikon, der im ersten Quartal mehr Umsatz erzielt und insbesondere klar mehr Aufträge erhalten hat als prognostiziert. Die Börse honorierte das mit einem Kursplus von 4,4 Prozent.
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