Markt und Börse
05.05.2026 18:15:13
Positive Impulse lieferte der Rückgang der Ölpreise, die noch am Vortag angesichts der wieder zugespitzten Lage im Nahen Osten kräftig zugelegt hatten. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli fiel um 3,7 Prozent auf 110,17 US-Dollar.
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ist nach Darstellung von Verteidigungsminister Pete Hegseth "nicht beendet". Bei der neuen US-Initiative zur Wiederherstellung des freien Handelsverkehrs in der Strasse von Hormus handele es sich um eine separate, zeitlich begrenzte, defensive Operation. Dieser Einsatz laufe getrennt vom Militäreinsatz "Gewaltiger Zorn" gegen den Iran und unterscheide sich deutlich davon, betonte Hegseth. "Wir suchen keinen Konflikt", aber man dürfe dem Iran auch nicht erlauben, unschuldige Länder von der Durchfahrt der Meerenge abzuhalten. Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Strasse von Hormus bereits passiert, sagte Hegseth.
Unterstützung für die Aktienkurse kam auch aus Amerika, wo beide grossen New Yorker Börsen deutlich fester notierten. Während in den USA die Techtitel angetrieben von den Quartalsberichten neue Rekordhöhen erreichten, sei die Stimmung der hiesigen Anleger aber immer noch vorsichtig, weil Abhängigkeit Europas von Öl immer noch gross sei, sagte ein Händler. Die Anleger stünden primär an der Seitenlinie, bis die weltpolitische Lage sich aufhelle.
___ Nestlé als Bremsklotz für SMI
Der Leitindex SMI schloss um 0,38 Prozent höher auf 13'052,17 Punkten, nachdem er am Mittag noch ein Tageshoch bei 13'101,88 Punkte erreicht hatte. Die Mehrheit der Blue Chips legte zu. Der SMIM für die mittelgrossen Werte gewann gar 1,02 Prozent auf 2981,41 und der breite SPI 0,47 Prozent auf 18'478,60 Zähler.
Dass der SMI hinterherhinkte, war den Schwergewichten Nestlé (-0,8%) und Novartis (-0,3%) geschuldet. Derweil konnte der Pharmariese Roche (+0,6%) zulegen. Gesundheits- und Lebensmittelaktien stünden derzeit nicht im Fokus der Anleger, sagte ein Händler. Auch die Schoggititel Lindt&Sprüngli (PS -1,5%) und Barry Callebaut (-0,2%) waren unter Druck.
An der Spitze der Gewinner standen ABB (+2,8%). Die Aktien erhielten Schub vom US-Automatisierungsspezialist Rockwell, der das Gewinnziel für das laufende Jahr erhöht hat. Rockwell-Chef Blake Moret verwies auf eine steigende Nachfrage nach Lagerautomation, Datenzentren, im Halbleitersegment sowie im Energiegeschäft.
Hinter ABB legten Lonza (+2,3%) zu vor Amrize (+2,2%). Der US-Baustoffkonzern startet morgen ein Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Dollar. Logitech (+1,7%) wurden von der Hausse der Techtitel nach oben gezogen. Nach US-Börsenschluss werden zudem die Jahreszahlen publiziert. Auch die Swisscom-Aktien (+1,4%) waren im Vorfeld ihrer Zahlenpräsentation am Donnerstag gesucht.
Die rote Laterne hielten Swiss Life (-1,1%). Auch andere Versicherer zeigten sich schwach wie Swiss Re (-0,5%) oder Zurich (-0,3%). Dagegen legten Helvetia Baloise um 0,5 Prozent zu.
Zweitgrösster Verlierer waren Givaudan (-1,1%). Geberit fielen nach den Quartalszahlen um 0,4 Prozent. Marktteilnehmer lobten das Quartalsergebnis grösstenteils. Verschiedene Analysten wiesen aber auch auf die in der langfristigen Betrachtung hohe Bewertung hin.
Ausserhalb des SMI sorgten Analystenkommentare bei Dormakaba (+4,6%), Sandoz (+4,9%) und SGS (+1,2%) für Gewinne.
Aktien Schweiz Schluss: SMI mit leichten Kursgewinnen
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag eine leichte Gegenbewegung zu den deutlichen Kursverlusten des Vortages vollzogen. Dass die Kursgewinne nicht so kräftig ausfielen wie an anderen grossen europäischen Börsen, ist auf die Schwergewichte zurückzuführen. Immerhin sorgte für Erleichterung an den Finanzmärkten, dass die fragile Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran trotz aller Spannungen um die Schiffspassage in der Strasse von Hormus hält.Positive Impulse lieferte der Rückgang der Ölpreise, die noch am Vortag angesichts der wieder zugespitzten Lage im Nahen Osten kräftig zugelegt hatten. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli fiel um 3,7 Prozent auf 110,17 US-Dollar.
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ist nach Darstellung von Verteidigungsminister Pete Hegseth "nicht beendet". Bei der neuen US-Initiative zur Wiederherstellung des freien Handelsverkehrs in der Strasse von Hormus handele es sich um eine separate, zeitlich begrenzte, defensive Operation. Dieser Einsatz laufe getrennt vom Militäreinsatz "Gewaltiger Zorn" gegen den Iran und unterscheide sich deutlich davon, betonte Hegseth. "Wir suchen keinen Konflikt", aber man dürfe dem Iran auch nicht erlauben, unschuldige Länder von der Durchfahrt der Meerenge abzuhalten. Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Strasse von Hormus bereits passiert, sagte Hegseth.
Unterstützung für die Aktienkurse kam auch aus Amerika, wo beide grossen New Yorker Börsen deutlich fester notierten. Während in den USA die Techtitel angetrieben von den Quartalsberichten neue Rekordhöhen erreichten, sei die Stimmung der hiesigen Anleger aber immer noch vorsichtig, weil Abhängigkeit Europas von Öl immer noch gross sei, sagte ein Händler. Die Anleger stünden primär an der Seitenlinie, bis die weltpolitische Lage sich aufhelle.
___ Nestlé als Bremsklotz für SMI
Der Leitindex SMI schloss um 0,38 Prozent höher auf 13'052,17 Punkten, nachdem er am Mittag noch ein Tageshoch bei 13'101,88 Punkte erreicht hatte. Die Mehrheit der Blue Chips legte zu. Der SMIM für die mittelgrossen Werte gewann gar 1,02 Prozent auf 2981,41 und der breite SPI 0,47 Prozent auf 18'478,60 Zähler.
Dass der SMI hinterherhinkte, war den Schwergewichten Nestlé (-0,8%) und Novartis (-0,3%) geschuldet. Derweil konnte der Pharmariese Roche (+0,6%) zulegen. Gesundheits- und Lebensmittelaktien stünden derzeit nicht im Fokus der Anleger, sagte ein Händler. Auch die Schoggititel Lindt&Sprüngli (PS -1,5%) und Barry Callebaut (-0,2%) waren unter Druck.
An der Spitze der Gewinner standen ABB (+2,8%). Die Aktien erhielten Schub vom US-Automatisierungsspezialist Rockwell, der das Gewinnziel für das laufende Jahr erhöht hat. Rockwell-Chef Blake Moret verwies auf eine steigende Nachfrage nach Lagerautomation, Datenzentren, im Halbleitersegment sowie im Energiegeschäft.
Hinter ABB legten Lonza (+2,3%) zu vor Amrize (+2,2%). Der US-Baustoffkonzern startet morgen ein Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Dollar. Logitech (+1,7%) wurden von der Hausse der Techtitel nach oben gezogen. Nach US-Börsenschluss werden zudem die Jahreszahlen publiziert. Auch die Swisscom-Aktien (+1,4%) waren im Vorfeld ihrer Zahlenpräsentation am Donnerstag gesucht.
Die rote Laterne hielten Swiss Life (-1,1%). Auch andere Versicherer zeigten sich schwach wie Swiss Re (-0,5%) oder Zurich (-0,3%). Dagegen legten Helvetia Baloise um 0,5 Prozent zu.
Zweitgrösster Verlierer waren Givaudan (-1,1%). Geberit fielen nach den Quartalszahlen um 0,4 Prozent. Marktteilnehmer lobten das Quartalsergebnis grösstenteils. Verschiedene Analysten wiesen aber auch auf die in der langfristigen Betrachtung hohe Bewertung hin.
Ausserhalb des SMI sorgten Analystenkommentare bei Dormakaba (+4,6%), Sandoz (+4,9%) und SGS (+1,2%) für Gewinne.
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