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Markt und Börse   06.05.2026 18:15:13

Aktien Schweiz Schluss: Hoffnungen auf Frieden im Iran treiben Kurse

Zürich (awp) - Nach einem recht bewegten Handel hat der SMI den Handel am Mittwoch mit einem klaren Plus abgeschlossen. Die Vorzeichen waren fast durch die Bank positiv. Vor allem zuletzt eher schwache Bau- und Luxuserwerte konnten Boden gut machen.

Zusätzlich angefeuert wurde die Stimmung durch einen Bericht des US-Portals Axios, wonach der Iran und die USA kurz vor einer Einigung im Konflikt stehen und die Strasse von Hormus wieder öffnen könnte. Daraufhin gab der Ölpreis für die Sorte Brent um mehr als 10 Prozent nach und fiel zum ersten Mal seit knapp zwei Wochen wieder unter die Marke von 100 US-Dollar das Fass.

___ Trump trübt Stimmung etwas ein

US-Präsident Donald Trump trübte mit einem Post am frühen Nachmittag die Stimmung dann aber wieder spürbar ein. Zwar stellte er eine Einigung mit dem Iran durchaus als möglich dar, jedoch untermauerte er seine Drohungen gegen das Regime. So droht er mit grösseren Bombardements als zuvor, sollte der Iran nicht einlenken. Dies trieb den Preis für Öl dann auch wieder klar über die Marke von 100 Dollar.

Zusätzlich zeigte sich der US-Arbeitsmarkt etwas schwächer als erwartet. Gemäss den Zahlen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP wurden im April nur 109'000 neue Stellen geschaffen, nachdem Analysten 120'000 erwartet hatten. Zudem wurden die Zahlen vom März leicht nach unten angepasst.

___ Gewinne bröckeln am Nachmittag teilweise wieder ab

Nachdem der SMI seine Gewinne am Vormittag stetig ausbauen konnte, ging es mit dem Axios-Beitrag um deutlich mehr als 2 Prozent nach oben. Im Nachmittagshandel bröckelte der grösste Teil der Gewinne dann jedoch wieder ab und der SMI schloss schliesslich 1,77 Prozent höher bei 13'283,26 Punkten. Mit Ausnahme von Alcon und Logitech verbuchten alle SMI-Titel Gewinne.

Der SMIM mit den mittelgrossen Werten legte um 2,32 Prozent auf 3'050,60 Punkte zu und der breite SPI um 1,88 Prozent auf 18'826,51 Zähler. Auch andere europäische Märkte verbuchten Zugewinne in ähnlicher Grössenordnung.

Das grösste Tagesplus fuhren Richemont (+6,2%) ein. Auch hier stützten die Hoffnungen auf einen Frieden. Ebenso verzeichneten Swatch (+4,9%) deutliche Aufschläge wie auch die in der Reisebranche tätigen Avolta (+5,0%) und der Flughafen Zürich (+3,2%). Beim Reisevermittler Lastminute (+8,4%) trieben zudem noch gute Quartalszahlen den Kurs an.

Deutlich aufwärts ging es auch für den Hörgerätespezialisten Sonova (+4,9%). Neben guten Amplifon-Zahlen schoben auch überraschend starke Zahlen des dänischen Rivalen Demant die Titel an, sagten Händler.

Von den Friedenshoffnungen profitierten auch Werte aus der Baubranche. Allen voran verbuchten Holcim (+4,3%) deutliche Zugewinne. Sika, Amrize, und Geberit gewannen zwischen 1,9 und 3,3 Prozent hinzu.

___ VAT über 600 Franken

Der Vakuumventilspezialist VAT (+3,7% auf 620,40 Fr.) setzte seinen Rekordlauf fort. Die Papiere schlossen auf Allzeithoch und erstmals über der Marke von 600 Franken. Hier stützen die anhaltende KI-Euphorie und gute Zahlen vom AMD. Auch für Comet (+4,4%) ging es klar aufwärts, während Inficon (-1,6%) von einer Branchenstudie der Bank of America belastet wurden, sagte ein Händler. AMS Osram (+2,0%) schlossen am Tag vor der Publikation der Q1-Zahlen ebenfalls fester.

Logitech (-0,4%) zeigten nach den Q4-Zahlen vom Vorabend einen sehr volatilen Verlauf und gingen schliesslich mit leichten Abgaben aus dem Handel. Den ganzen Tag hindurch schwankten die zwischen Plus und Minus herum. Die Zahlen wurden grösstenteils positiv aufgenommen, jedoch verwiesen Händler auch auf Gewinnmitnahmen nach der starken Entwicklung der letzten Zeit.

Bei den gegen den Trend schwachen Alcon (-11,0%) verwiesen Händler vor allem auf den eher enttäuschenden Ausblick in den am Vorabend vorgelegten Zahlen. Sie hätten sich eine Erhöhung der als konservativ eingestuften Guidance erhofft.

In den hinteren Reihen schossen Huber+Suhner um knapp 18 Prozent nach oben. Neben einer deutlichen Kurszielerhöhung der UBS stützte auch das gute Abschneiden des US-Mitbewerbers Lumentum den Kurs, hiess es im Markt.


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