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Markt und Börse   08.05.2026 18:15:12

Aktien Schweiz Schluss: Mit leichten Abgaben ins Wochenende

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag etwas leichter geschlossen. Mit Blick auf die anhaltenden Konflikte im Nahem Osten hätten viele Anleger vor dem Wochenende Schadensbegrenzung betrieben, hiess es im Handel. Rohöl der Nordseesorte Brent kostete weiter mehr als 101 Dollar das Fass.

Im Nahost-Konflikt meldeten iranische Medien zuletzt erneut Explosionen an der Südküste des Golfs. Die USA hatten Ziele auf dem Festland sowie zwei Tanker unter iranischer Flagge angegriffen. Für etwas Hoffnung sorge, dass die USA offenbar um jeden Preis eine Friedensvereinbarung finden wollen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete wiederholt die Waffenruhe als intakt und nicht gebrochen.

Damit entkoppelten sich die europäischen Aktienmärkte weiter von ihren Pendants an der Wall Street. Dort setzten die Anleger wie zuletzt vor allem auf US-Technologiewerte. Diese sind hierzulande eher Mangelware. Auch ein starker US-Arbeitsmarktbericht stützte die amerikanischen Börsen.

___ Negatives Wochensaldo

Der Swiss Market Index SMI schloss 0,26 Prozent tiefer bei 13'100,63 Punkten. Der Leitindex fuhr damit ein kleines Wochenminus von 0,3 Prozent ein. 14 der 20 SMI-Titel erlitten am Freitag Verluste. Der SMIM mit den mittelgrossen Werten verlor 0,68 Prozent auf 3001,52 und der breite SPI 0,33 Prozent auf 18'574,54 Zähler.

Dass der SMI in der zweiten Sitzungshälfte seine Abgaben etwas eingrenzen konnte, lag einerseits am Börsenoptimismus, der aus den USA rüberschwappte. Andererseits begrenzten insbesondere die defensiven Schwergewichte ihre Abgaben merklich.

So standen etwa die PS von Roche zum Schlussgong noch 0,9 Prozent tiefer. Sie fallen damit im Jahresvergleich weiter hinter die Aktien von Novartis (+0,1%) und Sandoz (+0,8%) zurück. Auch Nestlé (-0,01%) bauten ihre Verluste bis Handelsende fast vollständig ab.

Nach einem Update zum Geschäftsgang verbilligten sich die Valoren des Pharmaauftragsfertigers Lonza um 0,7 Prozent. Dabei haben sich die Basler insgesamt positiv geäussert und die Prognose für das laufende Jahr bekräftigt.

___ Swiss Life für UBS ein Verkauf

Besser im Markt lagen die Bankaktien UBS (+0,3%) und vor allem Julius Bär (+1,3%). Versicherer dagegen wurden mehrheitlich verkauft. Allen voran Swiss Life büssten deutliche 2,7 Prozent ein. Es war der letzte Tag, um sich den Titel ins Depot zu legen, um in den Genuss der Dividende für 2025 zu kommen.

Aber die UBS hatte ihren Daumen über den Titeln des Lebensversicherer gesenkt und auf "Sell" von "Neutral" abgestuft. Die zuständigen Analysten bevorzugen die Papiere des Konkurrenten Helvetia Baloise (-1,0%), was diesen aber auch nicht wirklich half.

Rein optisch tief im Minus schlossen die Papiere des Logistikkonzerns Kühne+Nagel, die mit einem Abschlag von 2,8 Prozent oder von 5 Franken aus dem Handel gingen. Allerdings wurde am Berichtstag die Dividende von 6 Franken in Abzug gebracht.

Deutlich höher schlossen bei den SMI-Werten Logitech (+3,0%); die Herstellerin von Computerzubehör konnte mit der nahtlosen Implementierung des neuen Aktienrückkaufprogramms punkten. Mit VAT (+1,3%) und ABB (+1,0%) waren auch andere Papiere mit "Technologie-Touch" auf der positiven Seite zu finden.

___ Deckungskäufe bei Swatch

Im breiten Markt kletterten Swatch um deutliche 4,4 Prozent. Bernstein Société Générale berichtete in einem Branchenpapier von einer Erholung der Absatzmärkte in China und Hongkong. Händler berichten über grössere Deckungskäufe.

Ebenfalls in der zweiten Reihe fielen Clariant (-2,9%) nach Quartalsergebnissen zurück, Landis+Gyr sackten gar um 15,6 Prozent ab. Beim Stromzählerhersteller sind die Ergebnisse zwar wie erwartet ausgefallen, die Anleger hatten aber auf eine deutlich höhere Dividende gesetzt und auch der Ausblick habe enttäuscht.

Die Valoren der Jungfraubahnen büssten 3,1 Prozent ein. Die Betreiberin der Bahn auf das "Top of Europe" hat nach einem schwachen Jahresstart wegen des Iran-Kriegs eine weitere Abschwächung der Nachfrage verzeichnet. Das ist laut Analysten ein Warnsignal mit Blick auf die bevorstehenden Sommermonate.


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