Markt und Börse
11.05.2026 18:15:10
Angesichts der nach wie vor angespannten Lage im Nahen Osten wagten sich die Anleger kaum aus der Deckung. Im Iran-Konflikt setzte sich das Katz-und-Mausspiel zwischen diplomatischen Annäherungen und neuen Drohgebärden fort, nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende zum wiederholten Mal gescheitert waren. "Die globalen Finanzmärkte mutieren immer mehr zum Spielball der Ad-hoc-Nachrichten der US-Regierung", so ein Händler.
Im Fokus des Konflikts bleibt die Sperrung der Strasse von Hormus. Ohne eine Einigung in dieser Frage müssen sich die Marktakteure auf weiterhin hohe Ölpreise einstellen. Der Preis für ein Fass Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg zu Wochenbeginn an und notierte klar über der wichtigen Marke von 100 US-Dollar. Wie sich die hohen Ölpreise in der US-Inflation bemerkbar machen, wird sich am Dienstag zeigen. Dann stehen die Daten zu den US-Konsumentenpreisen für den April auf der Agenda.
___ Pharmatitel stützen SMI
Der Swiss Market Index SMI schloss den Handel mit +0,01 Prozent auf 13'101,33 Punkten in etwa auf dem Niveau von Freitagabend. Dabei hielten sich die Bewegungen mit einer Spanne von rund 70 Punkten in Grenzen. Am Ende lagen 11 der 20 SMI-Titel im Plus. Der SMIM mit den mittelgrossen Werten verlor 0,67 Prozent auf 2981,44 Stellen. Der breite SPI schloss kaum verändert bei 18'575,43 Zählern. Wenig bewegt waren auch der Dax in Frankfurt (+0,1%) oder der FTSE 100 in London (+0,4%).
Der Schweizer Markt profitierte von der Unterstützung von Roche (+1,3%) und Novartis (+0,3%), die ohne News zulegten. Auf dem Vormarsch waren vor Zahlen am Mittwoch der Versicherer Zurich (+1,1%) oder die ABB-Aktie (+1,9%).
Im Gewinnerfeld fanden sich zudem Holcim (+1,2%). Die Titel des Baustoffkonzerns wurden von der US-Bank JPMorgan als "Top-Pick" innerhalb der Branche identifiziert. Dagegen wurde im Bericht bei Sika (-1,1%) vor Ergebnisrisiken angesichts der höheren Ölpreise gewarnt.
Auf der Verliererseite drückten die Nestlé-Abgaben (-1,8%) auf den SMI. Tiefer tendierten auch konjunktursensitive Titel wie jene des Luxusgüterkonzerns Richemont (-2,6%) oder des Sanitärspezialisten Geberit (-1,7%).
Swiss Life büssten 26,20 Franken oder 3,0 Prozent auf 853,20 Franken ein. Allerdings wurden die Titel mit 36,50 Franken ex-Dividende gehandelt. Abwärts ging es auch mit Alcon (-0,9%), wobei nach der jüngst schwachen Börsenentwicklung mit Goldman Sachs eine weitere Bank das Kursziel gesenkt hat.
___ Swatch vor GV unter Druck
Bei Lindt&Sprüngli (PS: -3,4%) hielten sich die Gerüchte, wonach der Lindt-Schokoladenhase in diesem Jahr ein Ladenhüter gewesen sein soll, hartnäckig, wie es im Handel hiess. Zudem gab es mehrere Medienberichte über Preissenkungen in gewissen Bereichen.
Im breiter gefassten Geschäft rutschten derweil Swatch Inhaber (-4,1%) ab und büssten einen Teil der zuletzt erzielten Avancen ein. Zu Swatch bekräftigten UBS, Berenberg und Kepler Cheuvreux ihre Verkaufsempfehlungen. Zudem sei die Kursfantasie um die nun offiziell gemachte Kooperation mit Audemars Piguet zur Lancierung einer günstigen Version der AP-Ikone "Royal Oak" verpufft, hiess es. Am Dienstag versucht US-Investor Steven Wood erneut gegen den Willen der Hayek-Familie als unabhängiger Vertreter in der VR gewählt zu werden.
AMS Osram schlossen den Handel mit einem Kurssprung von 13 Prozent ab. Die Bank Vontobel und Jefferies hoben ihre Kursziele deutlich an und auch die Ankündigung zum Verkauf des Geschäfts mit CMOS-Bildsensoren dürfte gestützt haben. Landis+Gyr rückten um 5,4 Prozent vor. Die Experten der UBS hätten sich nach den zuletzt deutlichen Kursabgaben beruhigend zu den Entwicklungen beim Stromzählerhersteller geäussert, hiess es.
Aktien Schweiz Schluss: SMI startet kaum verändert in die Woche
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag ohne klare Richtung in die neue Börsenwoche gestartet. Nach einem Auf und Ab schloss das Leitbarometer SMI den Handel kaum verändert ab. Gestützt wurde der hiesige Markt von den Kursavancen der Pharmaschwergewichte Roche und Novartis, während das dritte Schwergewicht Nestlé den Markt mit Abgaben bremste. Während mit Blick auf den Nahost-Konflikt die Unsicherheit weiterhin überwog, fehlten zugleich impulsgebende News von Unternehmen oder zur Konjunktur.Angesichts der nach wie vor angespannten Lage im Nahen Osten wagten sich die Anleger kaum aus der Deckung. Im Iran-Konflikt setzte sich das Katz-und-Mausspiel zwischen diplomatischen Annäherungen und neuen Drohgebärden fort, nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende zum wiederholten Mal gescheitert waren. "Die globalen Finanzmärkte mutieren immer mehr zum Spielball der Ad-hoc-Nachrichten der US-Regierung", so ein Händler.
Im Fokus des Konflikts bleibt die Sperrung der Strasse von Hormus. Ohne eine Einigung in dieser Frage müssen sich die Marktakteure auf weiterhin hohe Ölpreise einstellen. Der Preis für ein Fass Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg zu Wochenbeginn an und notierte klar über der wichtigen Marke von 100 US-Dollar. Wie sich die hohen Ölpreise in der US-Inflation bemerkbar machen, wird sich am Dienstag zeigen. Dann stehen die Daten zu den US-Konsumentenpreisen für den April auf der Agenda.
___ Pharmatitel stützen SMI
Der Swiss Market Index SMI schloss den Handel mit +0,01 Prozent auf 13'101,33 Punkten in etwa auf dem Niveau von Freitagabend. Dabei hielten sich die Bewegungen mit einer Spanne von rund 70 Punkten in Grenzen. Am Ende lagen 11 der 20 SMI-Titel im Plus. Der SMIM mit den mittelgrossen Werten verlor 0,67 Prozent auf 2981,44 Stellen. Der breite SPI schloss kaum verändert bei 18'575,43 Zählern. Wenig bewegt waren auch der Dax in Frankfurt (+0,1%) oder der FTSE 100 in London (+0,4%).
Der Schweizer Markt profitierte von der Unterstützung von Roche (+1,3%) und Novartis (+0,3%), die ohne News zulegten. Auf dem Vormarsch waren vor Zahlen am Mittwoch der Versicherer Zurich (+1,1%) oder die ABB-Aktie (+1,9%).
Im Gewinnerfeld fanden sich zudem Holcim (+1,2%). Die Titel des Baustoffkonzerns wurden von der US-Bank JPMorgan als "Top-Pick" innerhalb der Branche identifiziert. Dagegen wurde im Bericht bei Sika (-1,1%) vor Ergebnisrisiken angesichts der höheren Ölpreise gewarnt.
Auf der Verliererseite drückten die Nestlé-Abgaben (-1,8%) auf den SMI. Tiefer tendierten auch konjunktursensitive Titel wie jene des Luxusgüterkonzerns Richemont (-2,6%) oder des Sanitärspezialisten Geberit (-1,7%).
Swiss Life büssten 26,20 Franken oder 3,0 Prozent auf 853,20 Franken ein. Allerdings wurden die Titel mit 36,50 Franken ex-Dividende gehandelt. Abwärts ging es auch mit Alcon (-0,9%), wobei nach der jüngst schwachen Börsenentwicklung mit Goldman Sachs eine weitere Bank das Kursziel gesenkt hat.
___ Swatch vor GV unter Druck
Bei Lindt&Sprüngli (PS: -3,4%) hielten sich die Gerüchte, wonach der Lindt-Schokoladenhase in diesem Jahr ein Ladenhüter gewesen sein soll, hartnäckig, wie es im Handel hiess. Zudem gab es mehrere Medienberichte über Preissenkungen in gewissen Bereichen.
Im breiter gefassten Geschäft rutschten derweil Swatch Inhaber (-4,1%) ab und büssten einen Teil der zuletzt erzielten Avancen ein. Zu Swatch bekräftigten UBS, Berenberg und Kepler Cheuvreux ihre Verkaufsempfehlungen. Zudem sei die Kursfantasie um die nun offiziell gemachte Kooperation mit Audemars Piguet zur Lancierung einer günstigen Version der AP-Ikone "Royal Oak" verpufft, hiess es. Am Dienstag versucht US-Investor Steven Wood erneut gegen den Willen der Hayek-Familie als unabhängiger Vertreter in der VR gewählt zu werden.
AMS Osram schlossen den Handel mit einem Kurssprung von 13 Prozent ab. Die Bank Vontobel und Jefferies hoben ihre Kursziele deutlich an und auch die Ankündigung zum Verkauf des Geschäfts mit CMOS-Bildsensoren dürfte gestützt haben. Landis+Gyr rückten um 5,4 Prozent vor. Die Experten der UBS hätten sich nach den zuletzt deutlichen Kursabgaben beruhigend zu den Entwicklungen beim Stromzählerhersteller geäussert, hiess es.
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