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Markt und Börse   15.05.2026 11:30:11

Aktien Schweiz: Starke Schwergewichte sorgen für Auftrieb

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Freitag zum vierten Mal in der verkürzten Auffahrtswoche fester. Allerdings hat der Leitindex SMI nach einem kurzzeitigen Ausflug über die Marke bei 13'300 mittlerweile einen Grossteil der Gewinne wieder abgegeben. Gestützt wird der Gesamtmarkt insbesondere von den starken Schwergewichten, wobei vor allem Roche etwa hervorstechen. Dass sich die Stimmung am Brückentag nach Auffahrt und vor dem Wochenende aber grundsätzlich verbessert hätte, lässt sich nicht sagen. Entspannungszeichen im Nahost-Konflikt gibt es nach wie vor keine und der Ölpreis hat sich am Vormittag wieder nach oben entwickelt.

Das medial stark beachtete Treffen der Präsidenten von China und den USA löst derweil trotz schöner Worte keine Euphorie aus. Die Onlinebank Swissquote streicht in einem Kommentar etwa die anhaltenden Differenzen in der Taiwan-Frage heraus. Letztlich hatten sich die Investoren von dem Treffen zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald Trump in Peking wohl mehr erhofft. Trump befindet sich mittlerweile wieder auf der Rückreise.

Der SMI steht um 10.55 Uhr 0,22 Prozent höher bei 13'241,80 Punkten. Das vorläufige Tageshoch liegt bei 13'305 Punkten. Mittlerweile sind die Verlierer im Leitindex knapp in der Überzahl. Der breite SPI legt 0,14 Prozent auf 18'710,27 Punkte zu, wogegen der SMIM mit den mittelgrossen Werten unterdessen ins Minus gedreht hat. Er notiert 0,20 Prozent tiefer bei 2960,66 Punkten.

___ Ölpreis wieder im Steigflug

Der Ölpreis, der zu Beginn der Woche zeitweise noch unter 103 US-Dollar notierte, zieht wieder an. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent hat sich in der Nacht auf Freitag vorerst im Bereich von 107 bis 108 Dollar etabliert, ehe er im Verlauf des Vormittags wieder über 109 Dollar sprang.

An der SMI-Spitze liegen derzeit Alcon (+2,0%), gestützt durch das am Berichtstag angelaufene Aktienrückkaufprogramm und eine Bestätigung des Kreditratings durch die Ratingagentur Moody's.

Dahinter fallen die PS von Roche (+1,8%) mit einem überdurchschnittlichen Anstieg auf. Einerseits erklären sich Beobachter das Kaufinteresse mit dem allgemein freundlichen Pharmasektor, andererseits aber auch mit einem produktseitigen Rückschlag des Rivalen Kissei Pharmaceutical mit dem Medikament Tavneos. Zudem hat Roche für das Mittel Gazyva in Japan grünes Licht für eine zusätzliche Indikation erhalten. Die Papiere knüpfen in der Folge an den seit Mitte März andauernden Aufwärtstrend an.

Nestlé (+1,2%) und Novartis (+0,9%) halten mit Roche zwar nicht ganz mit, helfen dem Gesamtmarkt mit soliden Gewinnen indes ebenfalls. Die Suche nach diesen defensiven Valoren unterstreicht die vor dem Wochenende eher von Verunsicherung dominierte Stimmung.

Darüber hinaus sind insbesondere die Versicherer gesucht. Für Swiss Re (+1,3%) hat zwar die Bank Vontobel das Kursziel etwas gesenkt, die Kaufempfehlung bleibt aber bestehen und der begleitende Kommentar ist eher wohlwollend gefasst. Und Swiss Life (+1,1%) werden von einem positiven Kommentar durch Berenberg gestützt. Die Bank hat dabei das "Buy"-Rating bestätigt.

Zurich (+0,6%) setzen mit den aktuellen Avancen die starke Entwicklung vom vergangenen Mittwoch (+4,1%) im Anschluss an gute Quartalszahlen fort.

Auf der Gegenseite geht es insbesondere mit baunahen Werten wie Holcim (-3,8%), Sika (-1,8%) oder Amrize (-1,1%) nach unten, wobei Geberit (+0,5%) sind in die andere Richtung bewegt. Die Performance von Holcim oder Sika geht einher mit einer grundsätzlichen Schwäche des Sektors in Europa aufgrund der Konjunktursorgen.

Bei ABB (-1,7%) kommt es nach dem starken Lauf der Wochen davor zu Gewinnmitnahmen.

Im breiten Markt fallen Adecco (-3,3%) weiter, nachdem sie am Mittwoch nach Zahlen um 16 Prozent eingebrochen waren.

Also (+4,5%) stehen dagegen nach einem freundlichen Kommentar von Berenberg auf den Einkauflisten.


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