Börse: Schlussbericht
19.06.2026 18:15:10
Am Freitagnachmittag kündigte ein US-Regierungsvertreter allerdings eine neue Waffenruhe im Libanon an. Die israelische Armee hatte in der Nacht Stellungen der Hisbollah aus der Luft angegriffen, nachdem die mit Iran verbündete Miliz offenbar Raketen auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert hatte.
Für Diskussionsstoff sorgten an den Märkten aber auch weiterhin die Sorgen um die US-Zinsen nach den unerwartet "falkenhaften" Äusserungen des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh an der jüngsten Fed-Sitzung. So gäben viele Beobachter dem Szenario einer Zinserhöhung durch das Fed sogar schon in diesem Sommer eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, heisst es. "Sollten sich die Zinsgerüchte verdichten, so droht den Märkten ein brutaler Realitätscheck", meint ein Marktökonom.
Am Ölmarkt schwankten die Notierungen für ein Fass der Rohölsorte Brent am Freitag um die Marke von 80 Dollar. Die Händler warteten nun einen "glaubhaften Pfad" für die Normalisierung der Schifffahrt im Persischen Golf ab, meinte ein Kommentator. Bis mehr Gewissheit herrsche, dürften die Preise nicht mehr substanziell sinken.
___ SMI mit minimem Wochenplus
Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,06 Prozent höher bei 13'774,02 Punkten. Für die Gesamtwoche resultierte damit ein minimes Plus von 0,5 Prozent. Der SMIM der mittelgrossen Werte sank dagegen am Freitag 0,20 Prozent auf 3096,26 Punkte und der breite SPI gewann indes 0,06 Prozent auf 19'475,48 Zähler. Die Volumen am Markt fielen allerdings stark überdurchschnittlich aus, was wohl auf den grossen Verfallstag an den europäischen Terminbörsen zurückzuführen war. Im SMI standen 12 Gewinner 8 Verlierern gegenüber.
Bei den Bluechips gingen die Titel des US-Baustoffkonzerns Amrize (-3,2%) nach zurückhaltenden Analystenkommentaren klar schwächer aus dem Handel. Abgaben gab es auch für die Titel des Schweizer Baustoffkonzerns Holcim (-0,7%), der eine grössere Akquisition in Deutschland abschliessen konnte.
Unter Druck standen zudem Finanzwerte wie die seit Wochen gebeutelten Partners Group (-2,7%) oder Julius Bär (-1,4%). Für die Titel der Zürcher Privatbank senkte das KBW-Aktienresearch in einer Branchenstudie das Rating auf "Underperform". UBS (-0,2% auf 41,00 Fr.) hielten sich klar über der Marke von 40 Franken. Nach dem Analystenzuspruch durch Jefferies vom Vortag senkte nun KBW das Rating für die UBS-Titel auf "Underperform" und das Kursziel auf gerade noch 36 Franken.
Gestützt wurde der SMI von den Titeln des Pharma-Schwergewichts Novartis und Roche (+0,2%). Die Titel des dritten SMI-Schwergewichts Nestlé (-0,2%) drehten im Tagesverlauf leicht ins Minus.
Mit deutlichen Kursgewinnen schlossen dagegen die Aktien des Pharmazulieferers Lonza (+1,4%) und des Augenheilmittelspezialisten Alcon (+1,8%). Die Aktien des Aromen- und Duftstoffspezialisten Givaudan (+1,9%) profitierten von positiven Analystenkommentaren.
Am breiten Markt schlossen die Zehnder-Titel (-2,9%) schwächer, nachdem der Klimaspezialist eine Reorganisation angekündigt hatte, mit der er das Heizungsgeschäft wieder profitabel machen will. Wieder abwärts ging es auch mit den Aktien des Pharmaunternehmens Idorsia (-2,3%), die am Vortag nach einem offenbar viel beachteten Blogbeitrag noch um über ein Viertel in die Höhe gesprungen waren.
Aktien Schweiz Schluss: SMI kaum verändert - Verunsicherung um Friedensabkommen
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag wenig verändert ins Wochenende gegangen. Im Fokus blieb die anhaltende Unsicherheit um das Abkommen zwischen Iran und den USA über die Beendigung der Feindseligkeiten. Die am Freitag vorgesehenen Verhandlungen in der Schweiz waren vom Iran mit dem Verweis auf Kampfhandlungen im Libanon abgesagt worden.Am Freitagnachmittag kündigte ein US-Regierungsvertreter allerdings eine neue Waffenruhe im Libanon an. Die israelische Armee hatte in der Nacht Stellungen der Hisbollah aus der Luft angegriffen, nachdem die mit Iran verbündete Miliz offenbar Raketen auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert hatte.
Für Diskussionsstoff sorgten an den Märkten aber auch weiterhin die Sorgen um die US-Zinsen nach den unerwartet "falkenhaften" Äusserungen des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh an der jüngsten Fed-Sitzung. So gäben viele Beobachter dem Szenario einer Zinserhöhung durch das Fed sogar schon in diesem Sommer eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, heisst es. "Sollten sich die Zinsgerüchte verdichten, so droht den Märkten ein brutaler Realitätscheck", meint ein Marktökonom.
Am Ölmarkt schwankten die Notierungen für ein Fass der Rohölsorte Brent am Freitag um die Marke von 80 Dollar. Die Händler warteten nun einen "glaubhaften Pfad" für die Normalisierung der Schifffahrt im Persischen Golf ab, meinte ein Kommentator. Bis mehr Gewissheit herrsche, dürften die Preise nicht mehr substanziell sinken.
___ SMI mit minimem Wochenplus
Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,06 Prozent höher bei 13'774,02 Punkten. Für die Gesamtwoche resultierte damit ein minimes Plus von 0,5 Prozent. Der SMIM der mittelgrossen Werte sank dagegen am Freitag 0,20 Prozent auf 3096,26 Punkte und der breite SPI gewann indes 0,06 Prozent auf 19'475,48 Zähler. Die Volumen am Markt fielen allerdings stark überdurchschnittlich aus, was wohl auf den grossen Verfallstag an den europäischen Terminbörsen zurückzuführen war. Im SMI standen 12 Gewinner 8 Verlierern gegenüber.
Bei den Bluechips gingen die Titel des US-Baustoffkonzerns Amrize (-3,2%) nach zurückhaltenden Analystenkommentaren klar schwächer aus dem Handel. Abgaben gab es auch für die Titel des Schweizer Baustoffkonzerns Holcim (-0,7%), der eine grössere Akquisition in Deutschland abschliessen konnte.
Unter Druck standen zudem Finanzwerte wie die seit Wochen gebeutelten Partners Group (-2,7%) oder Julius Bär (-1,4%). Für die Titel der Zürcher Privatbank senkte das KBW-Aktienresearch in einer Branchenstudie das Rating auf "Underperform". UBS (-0,2% auf 41,00 Fr.) hielten sich klar über der Marke von 40 Franken. Nach dem Analystenzuspruch durch Jefferies vom Vortag senkte nun KBW das Rating für die UBS-Titel auf "Underperform" und das Kursziel auf gerade noch 36 Franken.
Gestützt wurde der SMI von den Titeln des Pharma-Schwergewichts Novartis und Roche (+0,2%). Die Titel des dritten SMI-Schwergewichts Nestlé (-0,2%) drehten im Tagesverlauf leicht ins Minus.
Mit deutlichen Kursgewinnen schlossen dagegen die Aktien des Pharmazulieferers Lonza (+1,4%) und des Augenheilmittelspezialisten Alcon (+1,8%). Die Aktien des Aromen- und Duftstoffspezialisten Givaudan (+1,9%) profitierten von positiven Analystenkommentaren.
Am breiten Markt schlossen die Zehnder-Titel (-2,9%) schwächer, nachdem der Klimaspezialist eine Reorganisation angekündigt hatte, mit der er das Heizungsgeschäft wieder profitabel machen will. Wieder abwärts ging es auch mit den Aktien des Pharmaunternehmens Idorsia (-2,3%), die am Vortag nach einem offenbar viel beachteten Blogbeitrag noch um über ein Viertel in die Höhe gesprungen waren.
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