Börse: Schlussbericht
22.06.2026 18:15:15
Dabei stützten vor allem der wieder etwas tiefere Ölpreis und die Hoffnungen auf eine Einigung im Iran-Konflikt. Denn die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran waren auch in der neuen Woche das alles bestimmende Thema. So hatten sich die Parteien am Wochenende in der Schweiz zu Verhandlungen getroffen, die laut den USA zu Fortschritten geführt haben.
Noch ist der Weg für eine Einigung aber steinig und die dafür veranschlagten 60 Tage sehr knapp, hiess es im Markt. Folglich seien auch Rückschläge nicht auszuschliessen, gerade da die anhaltenden Angriffe Israels auf Stellungen der Hisbollah im Libanon für Verstimmungen im Iran sorgen. Insgesamt sei die Stimmung daher gedämpft gewesen. "Zwischen vorsichtigem Optimismus und latenter Nervosität fehlt den Anlegern weiterhin die Gewissheit, dass der Iran-Konflikt tatsächlich seinem Ende entgegengeht", sagte Timo Emden von Emden Research.
___ Ölpreis unter 80 US-Dollar
Der Ölpreis zeigte sich trotz der bestehenden Unsicherheiten vergleichsweise stabil. Montag am frühen Abend lag er klar unter der Marke von 80 US-Dollar für das Fass der Nordseesorte Brent, nachdem er im frühen Handel noch etwas darüber notierte.
Vor Ausbruch des Iran-Kriegs waren es jedoch noch etwa 20 Dollar weniger. Von einer nachhaltigen Entspannung wollten Händler daher nicht sprechen, insbesondere da die Strasse von Hormus noch nicht wieder vollständig offen ist.
___ SMI weiter auf Kurs in Richtung Rekordhoch
Der Swiss Market Index (SMI) gewann am Montag 0,54 Prozent auf 13'848,51 Punkte. Er schloss damit auf Tageshoch. Auch der Weg bis zum Allzeithoch vom Februar bei gut 14'063 Punkten ist nicht mehr weit, es fehlen nur noch etwas mehr als 200 Punkte. Unter den SMI-Werten hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage.
Der SMIM der mittelgrossen Werte zog um 0,50 Prozent auf 3111,65 Punkte an und der breite SPI um 0,49 Prozent auf 19'570,81 Zähler.
___ KI-Euphorie befeuerte Halbleiterwerte
Gefragt waren vor allem Technologiewerte mit KI-Bezug. An der Spitze der Blue Chips fanden sich daher auch VAT (+3,0% auf 706,80 Franken) wieder, die erstmals über der Marke von 700 Franken schlossen. Dabei stütze vor allem die anhaltende KI-Euphorie, die auch US-Halbleiterfirmen erneut teils deutlich steigen liess.
Ebenfalls klar aufwärts ging es für Inficon (+8,1%) und Comet (+3,7%), wobei hier auch weitere positive Analystenkommentare den Kurs antrieben. Im Windschatten zogen AMS Osram um 2,8 Prozent an. Der KI-Hype stützte laut Händlern auch ABB (+1,7%).
Zu den Gewinnern zählten darüber hinaus Versicherungs- und Finanzwerte. So fanden sich die Versicherer Swiss Life, Zurich, Helvetia Baloise und Swiss Re mit Gewinnen zwischen 1,4 und 0,9 Prozent unter den Top-Titeln wieder. Aufwärts ging es auch für UBS (+0,9%) und Julius Bär (+1,0%). Händler verwiesen hier auf eine Sektorstärke.
Einzig für Partners Group (-1,7%) geht es weiter abwärts. Goldman Sachs hat innerhalb einer Woche das Kursziel gleich zweimal gesenkt, was den Titeln zusetzte. Letztmals notierten die Papiere zu Beginn der Corona-Pandemie auf einem ähnlich tiefen Niveau.
Die defensiven Schwergewichte zeigten sich derweil uneinheitlich. Während Novartis (+1,7%) und Nestlé (+0,3%) den Markt stützten, fielen Roche (-0,4%) etwas zurück.
___ Luxus- und Bauwerte unter Druck
Schwach zeigten sich Luxuswerte wie Richemont (-0,7%) und Swatch (-1,1%). Sie reihten sich damit in einen insgesamt schwachen Sektor ein, denn auch Werte wie Hermes, LVMH oder Kering notierten am Berichtstag klar schwächer.
Unter Verkaufsdruck standen auch Werte aus dem Baubereich. So büssten Holcim, Geberit und Schindler bis zu 0,6 Prozent ein. Händler berichten von einer Sektorschwäche.
In den hinteren Reihen wurden Dottikon ES (-5,8%) durch eine Kurszielsenkung der UBS zurückgehalten.
Aktien Schweiz Schluss: SMI zum Wochenstart freundlicher
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den ersten Handelstag der Woche im Plus abgeschlossen. Nachdem es bis zum Mittag zunächst stetig abwärts ging und auch fast die Marke von 13'700 Punkten unterschritten wurde, konnte der Schweizer Leitindex sich am Nachmittag wieder fangen.Dabei stützten vor allem der wieder etwas tiefere Ölpreis und die Hoffnungen auf eine Einigung im Iran-Konflikt. Denn die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran waren auch in der neuen Woche das alles bestimmende Thema. So hatten sich die Parteien am Wochenende in der Schweiz zu Verhandlungen getroffen, die laut den USA zu Fortschritten geführt haben.
Noch ist der Weg für eine Einigung aber steinig und die dafür veranschlagten 60 Tage sehr knapp, hiess es im Markt. Folglich seien auch Rückschläge nicht auszuschliessen, gerade da die anhaltenden Angriffe Israels auf Stellungen der Hisbollah im Libanon für Verstimmungen im Iran sorgen. Insgesamt sei die Stimmung daher gedämpft gewesen. "Zwischen vorsichtigem Optimismus und latenter Nervosität fehlt den Anlegern weiterhin die Gewissheit, dass der Iran-Konflikt tatsächlich seinem Ende entgegengeht", sagte Timo Emden von Emden Research.
___ Ölpreis unter 80 US-Dollar
Der Ölpreis zeigte sich trotz der bestehenden Unsicherheiten vergleichsweise stabil. Montag am frühen Abend lag er klar unter der Marke von 80 US-Dollar für das Fass der Nordseesorte Brent, nachdem er im frühen Handel noch etwas darüber notierte.
Vor Ausbruch des Iran-Kriegs waren es jedoch noch etwa 20 Dollar weniger. Von einer nachhaltigen Entspannung wollten Händler daher nicht sprechen, insbesondere da die Strasse von Hormus noch nicht wieder vollständig offen ist.
___ SMI weiter auf Kurs in Richtung Rekordhoch
Der Swiss Market Index (SMI) gewann am Montag 0,54 Prozent auf 13'848,51 Punkte. Er schloss damit auf Tageshoch. Auch der Weg bis zum Allzeithoch vom Februar bei gut 14'063 Punkten ist nicht mehr weit, es fehlen nur noch etwas mehr als 200 Punkte. Unter den SMI-Werten hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage.
Der SMIM der mittelgrossen Werte zog um 0,50 Prozent auf 3111,65 Punkte an und der breite SPI um 0,49 Prozent auf 19'570,81 Zähler.
___ KI-Euphorie befeuerte Halbleiterwerte
Gefragt waren vor allem Technologiewerte mit KI-Bezug. An der Spitze der Blue Chips fanden sich daher auch VAT (+3,0% auf 706,80 Franken) wieder, die erstmals über der Marke von 700 Franken schlossen. Dabei stütze vor allem die anhaltende KI-Euphorie, die auch US-Halbleiterfirmen erneut teils deutlich steigen liess.
Ebenfalls klar aufwärts ging es für Inficon (+8,1%) und Comet (+3,7%), wobei hier auch weitere positive Analystenkommentare den Kurs antrieben. Im Windschatten zogen AMS Osram um 2,8 Prozent an. Der KI-Hype stützte laut Händlern auch ABB (+1,7%).
Zu den Gewinnern zählten darüber hinaus Versicherungs- und Finanzwerte. So fanden sich die Versicherer Swiss Life, Zurich, Helvetia Baloise und Swiss Re mit Gewinnen zwischen 1,4 und 0,9 Prozent unter den Top-Titeln wieder. Aufwärts ging es auch für UBS (+0,9%) und Julius Bär (+1,0%). Händler verwiesen hier auf eine Sektorstärke.
Einzig für Partners Group (-1,7%) geht es weiter abwärts. Goldman Sachs hat innerhalb einer Woche das Kursziel gleich zweimal gesenkt, was den Titeln zusetzte. Letztmals notierten die Papiere zu Beginn der Corona-Pandemie auf einem ähnlich tiefen Niveau.
Die defensiven Schwergewichte zeigten sich derweil uneinheitlich. Während Novartis (+1,7%) und Nestlé (+0,3%) den Markt stützten, fielen Roche (-0,4%) etwas zurück.
___ Luxus- und Bauwerte unter Druck
Schwach zeigten sich Luxuswerte wie Richemont (-0,7%) und Swatch (-1,1%). Sie reihten sich damit in einen insgesamt schwachen Sektor ein, denn auch Werte wie Hermes, LVMH oder Kering notierten am Berichtstag klar schwächer.
Unter Verkaufsdruck standen auch Werte aus dem Baubereich. So büssten Holcim, Geberit und Schindler bis zu 0,6 Prozent ein. Händler berichten von einer Sektorschwäche.
In den hinteren Reihen wurden Dottikon ES (-5,8%) durch eine Kurszielsenkung der UBS zurückgehalten.
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