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Markt und Börse   24.06.2026 18:15:14

Aktien Schweiz Schluss: SMI klettert auf Rekordhoch

Zürich (awp) - Rekordtag am Schweizer Aktienmarkt: Der Leitindex SMI ist am Mittwoch in einem Steigerungslauf zunächst über die Marke von 14'000 Punkten geklettert und hat am frühen Nachmittag das im Februar gesetzte Allzeithoch geknackt. Danach ging es sogar noch weiter über 14'100 Zähler. In einem an News armen Geschäft waren es die defensiven Schwergewichte, die der hiesigen Börse Auftrieb gaben. Weiterhin Vorsicht liessen die Anleger bei den zuletzt gebeutelten Tech-Werten walten. Am Abend liefern Zahlen des US-Halbleiterriesen Micron Hinweise auf die Lage in der KI-getriebenen Welt.

"Der Sprung des SMI auf neue Höchstwerte ist erfreulich, aber primär von den starken Schwergewichten getrieben", fasste ein Händler das Geschehen zusammen. Das zeige auch der Blick auf andere europäische Börsenplätze, die weniger stark performen konnten, oder im Falle des deutschen Dax gar zurückgefallen seien. Das Marktumfeld für Aktien bleibe von Unsicherheiten geprägt, etwa wenn es um die Lage im Nahen Osten, die gestiegenen Zinserwartungen in den USA, eine mögliche Tech-Blase oder US-Zölle gehe. "Wir erwarten einen von Schwankungen geprägten Handel in den nächsten Wochen, auch weil die Handelsvolumen abnehmen werden", so der Händler weiter.

Jüngst positive News gab es aus dem Nahen Osten: Die Friedensverhandlungen scheinen Früchte zu tragen und die für den Rohstoffhandel wichtige Strasse von Hormus dürfte bald wieder passierbar sein. Diese Entwicklung spiegelt sich in den Ölnotierungen wider, die weiter nachgaben und unter die Niveaus von vor Kriegsbeginn zurückgefallen sind. Zugleich rutschte der Preis für eine Feinunze Gold auch unter dem Eindruck des erstarkten US-Dollars unter 4000 Dollar. Druck üben auch die gestiegenen Zinserwartungen in den USA aus. Am (morgigen) Donnerstag werden vor diesem Hintergrund die von der US-Notenbank aufmerksam beobachteten PCE-Preisdaten erwartet.

___ SMI in Rekordlaune

Der Swiss Market Index (SMI) schloss den Handel am Mittwoch bei 14'117,75 Punkten ab und legte um deutliche 1,49 Prozent zu. Das neue Intraday-Allzeithoch steht gar bei 14'142,38 Stellen. Der SMIM der mittelgrossen Werte rückte um 1,54 Prozent auf 3160,23 Punkte vor und der breite SPI um 1,44 Prozent auf 19'912,32 Zähler. Im SMI standen sich am Ende 15 Gewinner und 5 Verlierer gegenüber.

Zu den grössten Gewinnern zählten die Titel des Schmuck- und Uhrenkonzerns Richemont (+4,0%), die auch von positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen Schub erhielten. Bei den Genfern seien bereits drei Wochen vor der nächsten Zahlenvorlage die Vorschusslorbeeren verteilt worden, hiess es im Markt. Die Titel des Branchennachbars Swatch I fielen dagegen um 0,7 Prozent zurück.

Klar steigende Kurse gab es auch bei Givaudan (+4,4%), was Händler primär dem defensiven Charakter der Titel zuschrieben. Und auch Kühne+Nagel (+3,5%), von Kurszielerhöhungen getragen, oder Alcon (+3,9%) kletterten in die Höhe.

Stark zum Aufschwung im SMI trugen die Schwergewichte Roche PS (+2,1%), Novartis (+0,8%) und vor allem Nestlé (+3,3%) bei. Bereits am Vortag waren die Defensiven gefragt, wobei Nestlé auch von Medienberichten zum ausgeschriebenen Wassergeschäft getragen wurde. Laut einem Bloomberg-Artikel soll Platinum Equity an einer 50-Prozent-Beteiligung am Wassergeschäft interessiert sein.

___ Holcim oder UBS schwach

Auf der Gegenseite fielen Titel wie Holcim (-1,6%), UBS (-1,3%) und Swiss Life (-0,7%) gegen den Trend zurück. Auch Logitech (-1,0%) drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und konnten sich somit nicht von den Verlusten des Vortages erholen. Ähnlich erging es im Tech-Sektor auch VAT (-0,5%), Comet (-2,7%) oder Inficon (-1,2%).

Die Papiere des Industrieunternehmens Klingelnberg verloren nach der Vorlage von Jahreszahlen 6,5 Prozent, während Landis&Gyr im Zuge einer Abstufung durch Research Partners 2,0 Prozent verloren. Die Oerlikon-Aktien (+4,0%) profitierten von positiven Einschätzungen aus dem Hause UBS, ebenso SIG Group (+5,1%). Und Skan zogen mit positiven News aus der Impfstoffbranche gar um 11 Prozent an.


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