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Markt und Börse   25.06.2026 18:15:13

Aktien Schweiz Schluss: SMI jagt Rekorde

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag weitere Gewinne eingefahren. Der Leitindex SMI kletterte dabei auf über 14'260 Punkte und erreichte damit einen Rekordstand. Vor allem Zykliker waren gesucht, aber auch die defensiven Schwergewichte hielten sich gut.

Neben den weiter nachlassenden Inflationssorgen im Zuge der Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs trieben auch die robusten US-Konjunkturdaten die Märkte an. So hat die Wirtschaft zu Beginn des Jahres stärker an Fahrt gewonnen als erwartet. Der PCE-Preisindex, einer der wichtigsten Indikatoren für die US-Notenbank Fed, fiel wie erwartet aus.

"Die heutigen Daten untermauern unsere Einschätzung, dass die Fed in diesem Jahr die Zinsen nicht anheben wird", hiess es bei Vontobel. Allerdings erwartet die Mehrheit der Marktteilnehmer weiterhin mindestens eine Erhöhung in diesem Jahr.

___ SMI markiert Rekordhoch

Der Leitindex SMI schloss um 0,81 Prozent höher bei 14'231,96 Punkten. Ein Allzeithoch markierte er am späten Nachmittag bei 14'267 Stellen. Der SMIM der mittelgrossen Werte gewann 0,40 Prozent auf 3172,73 und der breite SPI 0,70 Prozent auf 20'050,78 Zähler. Damit überschritt auch der SPI erstmals die 20'000er-Marke.

Auch die anderen europäischen Märkte wie der deutsche Dax, der französische Cac oder der britische FTSE schlossen klar im Plus. An der Wall Street notiert der Leitindex Dow Jones am Abend höher, während die techlastige Nasdaq leicht nachgibt.

Die Ölpreise blieben relativ stabil und lagen am Abend wieder etwas höher als vor dem Krieg. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet derzeit rund 74 US-Dollar. Laut Datenanbietern zeigen sich beim Verkehr durch die Strasse von Hormus erste Anzeichen einer Normalisierung.

___ Zykliker an der Spitze

Von den 20 SMI-Titeln verloren nur vier, während die restlichen Werte dazugewannen. Am deutlichsten aufwärts ging es mit den Zyklikern Kühne+Nagel (+3,3%), Sika (+2,0%), Holcim und Amrize (je +1,6%) sowie Geberit (+1,0%).

1,7 Prozent im Plus waren auch Lonza, nachdem sich die Royal Bank of Canada und Stifel positiv zum Titel geäussert hatten. Auch die drei defensiven Schwergewichte Novartis (+1,3%), Roche (+1,0%) und Nestlé (+0,8%) drehten nach einem schwachen Start ins Plus.

Die grössten Einbussen erlitten unter den Blue Chips Logitech (-2,4%) und Givaudan (-0,9%).

___ DocMorris mit Stellenabbau

Am breiten Markt wurden DocMorris (+3,0%) nach Ankündigung eines Sparprogramms mit Stellenabbau gekauft. Bei den Analysten fanden die Pläne Anklang: Die ZKB sprach etwa von einem "Heilmittel" für das Unternehmen.

Einen Sprung nach oben machten zudem Gurit (+14,3%) nach einer Hochstufung durch die UBS. Der steigende Energiebedarf wegen KI führe auch zu einer höheren Nachfrage nach Windenergie, hiess es.

Bei Polypeptide (+4,8%) spekulierten Händler auf eine Erhöhung der diesjährigen Finanzziele.

Etwas volatil entwickelten sich die Techpapiere. Im Plus schlossen VAT (+2,4%), während AMS Osram (-1,3%) und Comet (-0,3%) nachgaben.

Deutlich unter Verkaufsdruck standen Medmix (-4,3%). Die Gewinnschätzungsreduktion durch Stifel vom Vortag würde Zahlenängste nach sich ziehen, hiess es am Markt.

Barry Callebaut (-2,8%) wurden für die Jefferies-Verkaufsempfehlung für Lindt&Sprüngli (-0,3%) in Sippenhaft genommen. Carlo Gavazzi (-0,7%) schlossen nach Jahreszahlen etwas tiefer.


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