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Markt und Börse   06.07.2026 18:15:11

Aktien Schweiz Schluss: SMI tritt nach Rekordserie auf die Bremse

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Woche nach der Rekordjagd der vergangenen Tage im Minus begonnen. Ausgebremst wurde der Schweizer Leitindex SMI von schwachen Schwergewichten und Techwerten. Von Umschichtungen profitierten hingegen die Versicherer.

Insbesondere die zuletzt heiss gelaufenen Techwerte standen in Asien und Europa am Montag unter Verkaufsdruck. "Die Investoren hängen derzeit zwischen Baum und Borke und jagen der Frage nach, ob sich der Halbleiterzyklus weiter fortsetzen kann oder aber eine stärkere Korrektur in diesem Sektor bevorsteht", hielt ein Marktbeobachter fest. Die einzelnen Unternehmen würden jetzt genauer angeschaut.

___ SMI im Minus

Der Leitindex SMI schloss um 0,85 Prozent tiefer auf 14'302,26 Punkten. Kurz nach Handelsbeginn markierte der Leitindex ein neues Rekordhoch bei 14'464, fiel danach aber wieder klar zurück. Von den 20 Titeln gaben 12 nach. Der Mid-Cap-Index SMIM fiel um 0,59 Prozent auf 3186,24 Punkte zurück und der breite SPI um 0,79 Prozent auf 20'166,93 Punkte.

Andere Indizes entwickelten sich uneinheitlich. So gewann der deutsche Dax leicht dazu, während andere europäische Indizes wie der französische Cac schwächer aus dem Handel gingen. An der Wall Street erholte sich die techlastige Nasdaq nach der feiertagsbedingten Pause und der Dow Jones tendierte am Abend seitwärts.

___ Fokus auf Fed-Protokoll

Die US-Daten zur Stimmung im Dienstleistungssektor sorgten am Montag für keine grossen Ausschläge. Trotz leichter Eintrübung liege der Index klar im Wachstumsbereich, weshalb "keine grösseren Konjunktursorgen" aufkommen sollten, kommentierte ein Experte. Nun warten die Anleger auf das Protokoll der letzten Fed-Sitzung am Mittwoch. Im Markt wird von Fed-Chef Kevin Warsh eine falkenhafte Haltung erwartet.

Diese Woche dürfte ansonsten vergleichsweise ruhig verlaufen, bevor dann in der kommenden Woche die Berichtssaison Fahrt aufnimmt. Laut Marktbeobachtern wird der Fokus auf den Halbleiteraktien und Investitionsprognosen der Hyperscaler liegen.

Der Ölpreis für die Nordseesorte Brent verharrte mangels neuer Impulse aus dem Nahen Osten bei rund 72 Dollar je Barrel und damit weiterhin leicht unter dem Vorkriegsniveau.

___ Schwergewichte belasten

Gebremst wurde der SMI insbesondere von den Schwergewichten Roche (-2,6%), Novartis (-2,2%) und Nestlé (-1,0%). Bei den beiden Pharmariesen gab es Ratingsenkungen. Zudem zeigten sich bei Novartis einzelne Analysten von der Übernahme des britischen Biotechunternehmen Myricx überrascht.

Federn lassen mussten auch Titel rund um Rechenzentren und KI, die zuletzt stark dazugewonnen hatten. Dies zeigte sich bei ABB (-0,3%) sowie deutlicher bei VAT (-2,3%), Inficon (-1,9%) und Comet (-1,5%). Auch Werte wie Huber+Suhner (-4,6%) oder Belimo (-1,9%) gaben nach. Abwärts ging es auch für Kühne+Nagel (-2,4%) nach einem längeren guten Lauf.

___ Versicherer gesucht

Auf der anderen Seite waren am Montag die Versicherer Swiss Life, Swiss Re und Zurich mit Gewinnen von bis zu 1,8 Prozent gefragt. Laut Händlern rücken Versicherungsprodukte zu Beginn einer sich erholenden Konjunktur wieder stärker in den Fokus der Konsumenten.

Dazugewinnen konnten auch Lonza (+1,1%) und Siegfried (+2,9%). Diese Titel profitierten von Umschichtungen aus den Valoren von Roche, hiess es am Markt. Julius Bär (+2,0%) setzten mit Kurszielerhöhungen ihren Rekordlauf der Vorwoche fort. Laut Händlern hoffen die Anleger nun auf eine baldige Wiederaufnahme der Aktienrückkauftätigkeit. Gesucht waren auch die Titel der UBS (+1,7%).

In den hinteren Reihen sprangen Oerlikon nach einer Rating-Erhöhung durch Oddo BHF um 7,5 Prozent hoch. Seinen Optimismus begründete der Experte unter anderem mit sich aufhellenden Endmärkten. Auch bei Schweiter (+4,4%), Also (+3,6%) und EMS (-1,0%) bewegten Analystenkommentare.


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