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Markt und Börse   07.07.2026 18:15:13

Aktien Schweiz Schluss: SMI mit Unterstützung der Schwergewichte fester

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse hat den Handel zumindest gemessen am Leitindex SMI freundlich abgeschlossen. Nach der Verschnaufpause vom Wochenbeginn rückte der Leitindex am Dienstag vor allem dank festerer Schwergewichte vor. Der SMI konnte sich aber bis Handelsschluss nicht über der Marke von 14'400 Punkten halten, die er am Nachmittag für kurze Zeit zurückerobert hatte. Weiterhin von Verlusten geprägt ist derweil das Tech-Segment.

Für Tech-Werte bleibt die Ausgangslage angesichts der sehr hohen Bewertungsniveaus nicht einfach. Das hat auch die Entwicklung bei Samsung gezeigt: Die Titel des südkoreanischen Elektronik- und Chipkonzerns waren trotz der Publikation eines starken Zahlensets im Handel eingebrochen. Die noch höheren "Flüsterschätzungen" seien kaum zu übertreffen gewesen, hiess es in Börsenkreisen.

Die Angst vor einem abrupten Ende der Tech-Rally, vor allem im Zusammenhang mit KI, sei auf dem Parkett deutlich zu spüren, so ein Marktexperte. "Die Favoriten der vergangenen Monate wackeln und das sorgt für steigende Nervosität unter den Anlegern." Das hat auch Folgen für Tech-Werte am Schweizer Markt. Vor dem Start der Berichtssaison dürfte angesichts der allgemein hohen Bewertungen die Nervosität in den kommenden Tagen zunehmen, hiess es weiter.

Auch was die geopolitische Lage angeht, bleiben die Anlegerinnen und Anleger vorsichtig gestimmt. Zuletzt hatten Berichte über weitere Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus aufhorchen lassen. Zu diesen Angriffen blieb vieles im Unklaren. Die dadurch für die weltweite Rohöl-Versorgung gestiegene Unsicherheit liess den Preis für ein Fass Öl der Sorte Brent zuletzt wieder über die Marke von 73 US-Dollar anziehen. Für Aufmerksamkeit sorgte auch der Nato-Gipfel in der Türkei, der am Dienstag startete.

___ SMI verteidigt Plus

Der Leitindex SMI schloss den Handel am Dienstag 0,41 Prozent höher bei 14'360,45 Punkten ab. Im Tagesverlauf rückte das Börsenbarometer bis auf 14'429 Stellen vor, womit es nur wenige Punkte vom Rekordhoch (14'465) entfernt war. Von den 20 Titeln beendeten je die Hälfte den Tag im Plus respektive im Minus. Der Mid-Cap-Index SMIM gab hingegen um 0,66 Prozent auf 3165,18 Punkte nach und der breite SPI gewann 0,18 Prozent auf 20'202,92 Punkte.

Getragen wurde der SMI am Berichtstag vor allem von Aktien aus dem Gesundheitsbereich, der auch auf ausländischen Börsenplätzen Kursgewinne verbuchte. Allen voran kletterten hierzulande die Roche-Partizipationsscheine mit +2,3 Prozent klar in die Höhe. Neben der guten Sektornachfrage dürfte auch die in Aussicht gestellten Langzeitdaten zum Alzheimerwirkstoff Trontinemab ein Kurstreiber gewesen sein.

Auch Novartis (+1,4%) oder Givaudan (+2,4%) gehörten im SMI zu den Gewinnern, während Alcon (-1,3%) ins Minus rutschten. Eine zusätzliche Stütze boten dem Leitindex die Papiere des dritten defensiven Schwergewichts Nestlé (+1,7%). Gesucht waren im etwas breiter gefassten Geschäft auch Lindt&Sprüngli (PS: +2,2%), Swisscom (+1,4%) oder Kühne+Nagel (+1,2%). Die Titel des Logistikers dürften von der erhöhten Prognose des Branchennachbars DHL profitiert haben.

___ Tech-Schwäche hält an

Die SMI-Verlierer wurden von Amrize (-5,5%) und ABB (-4,3%) angeführt. Nebst der Tech-Schwäche lastete eine Herabstufung durch Pareto Securities auf ABB. Im schwach performenden Bausektor fielen auch noch die Abgaben von Holcim (-1,9%) oder Sika (-0,8%) auf. Zudem knickten im breiter gefassten Geschäft die Kurse zahlreicher Tech-Werte wie VAT (4,8%), Inficon (-7,8%), AMS Osram (-7,7%) oder Comet (-7,5%) ein.

Dagegen zogen in der zweiten Reihe Medartis (+6,6%) kräftig an. Seit Juni ging es für den Titel bislang steil nach oben - und am Berichtstag gab eine Hochstufung der UBS auf "Buy" von "Neutral" zusätzlichen Schub. Derweil gab es mit Blick auf die Zahlenvorlage vom Donnerstag Vorschusslorbeeren an die Adresse von Barry Callebaut (+3,3%).


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