Markt und Börse
08.07.2026 18:15:13
"Mit der Aufkündigung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schalten die Anleger langsam in den Panikmodus", sagte ein Marktbeobachter. Abgestossen würden demnach konjunktursensible Positionen. Neben der geopolitischen Lage verunsicherten hohe Bewertungen im Halbleitersektor, hiess es im Handel weiter. Durch die hohen Erwartungen sei die Fallhöhe bei diesen Titeln gross.
Im Fokus bleibt nach Schweizer Börsenschluss am Mittwochabend zudem das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Die Investoren versprechen sich davon Hinweise auf die künftige Geldpolitik unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. Die Notenbanken befänden sich wegen der steigenden Inflation in Kombination mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik in einem Dilemma, sagte ein Händler.
___ SMI klar im Minus
Der Leitindex SMI schloss zur Wochenmitte 1,30 Prozent tiefer bei 14'174,35 Punkten und büsste damit im Vergleich zum Vortag 186 Punkte ein. Von den 20 Titeln standen bis auf Swisscom und Logitech alle im Minus. Der Mid-Cap-Index SMIM fiel um 1,68 Prozent auf 3112,09 Punkte zurück und der breite SPI um 1,34 Prozent auf 19'931,89 Punkte.
Auch an anderen europäischen Börsenplätzen ging es klar nach unten, der deutsche Dax oder der CAC in Paris büssten sogar über 2 Prozent ein. Die Börsen an der Wall Street notierten am Abend ebenfalls klar im Minus.
Als Reaktion auf die Eskalation in der Golfregion verteuerte sich auch das Öl wieder deutlich. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent kletterte bis am Abend auf über 80 Dollar und kostete damit wieder deutlich mehr als vor dem Krieg (+8% zum Vortag). Gleichzeitig zog der US-Dollar als "krisensichere" Währung an, während der Bitcoin unter 62'000 Dollar fiel.
___ Konjunktursensible Aktien unter Druck
Die Eskalation im Nahen Osten drückte insbesondere auf baunahe und damit konjunktursensible Aktien. Nebst Sika (-5,1%) am Tabellenende gaben auch Holcim (-4,0%), Geberit (-3,4%) und Amrize (-1,6%) klar nach.
Betroffen waren davon auch Werte im breiten Markt wie Belimo (-7,4%), Implenia (-2,7%) oder Georg Fischer (-3,2%). Zudem fielen Industrie-Aktien wie Komax (-4,2%), Bystronic (-4,0%), OC Oerlikon und Dormakaba (je -3,8%) sowie Bossard (-3,5%) mit deutlichen Abschlägen auf.
Bei den Blue Chips gaben weiter Givaudan (-3,1%) und Richemont (-2,4%) nach. Aus dem Finanzsektor wurden Partners Group (-1,9%) und UBS (-1,3%) verkauft. Die erhöhte Inflationsgefahr setze auch Bankenwerte unter Verkaufsdruck, erklärte ein Marktexperte.
Auch die Papiere des Logistikers Kühne+Nagel (-1,2%) verloren nach anfänglichen Gewinnen an Wert. Angesichts neuer Angriffe warnte die Weltschifffahrtsorganisation IMO Schiffe vor der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus.
___ Swisscom und Logitech leicht besser
Auch die Schwergewichte Nestlé (-1,2%), Roche (-1,4%) und Novartis (-0,7%) konnten sich dem Abwärtssog nicht entziehen. Hingegen schlugen sich die defensiven Swisscom (+0,4%) sowie Logitech (+0,3%) im aktuellen Umfeld besser.
Weiter verkauft wurden derweil auch die zuletzt heiss gelaufenen Techwerte. Dies zeigte sich bei ABB (-1,2%) und VAT (-1,4%) sowie im breiten Markt bei Comet (-2,2%), AMS Osram (-1,9%) oder Inficon (-1,7%).
Gegen den Trend sprangen dagegen Kuros um 8,0 Prozent hoch. Mit Berenberg nahm ein viertes Analysehaus die Abdeckung der schwankungsanfälligen Biotech-Aktien auf. Und wie bereits die anderen drei Häuser empfahl auch dieser Experte die Aktien zum Kauf.
Aktien Schweiz Schluss: SMI leidet unter neuerlicher Iran-Eskalation
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch happige Verluste erlitten. Für Unsicherheit sorgten Angriffe im Nahen Osten sowie US-Präsident Donald Trumps Infragestellung des Waffenstillstands mit dem Iran. Darunter litten insbesondere konjunktursensitive Werte. Gleichzeitig schoss der Ölpreis wieder hoch."Mit der Aufkündigung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schalten die Anleger langsam in den Panikmodus", sagte ein Marktbeobachter. Abgestossen würden demnach konjunktursensible Positionen. Neben der geopolitischen Lage verunsicherten hohe Bewertungen im Halbleitersektor, hiess es im Handel weiter. Durch die hohen Erwartungen sei die Fallhöhe bei diesen Titeln gross.
Im Fokus bleibt nach Schweizer Börsenschluss am Mittwochabend zudem das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Die Investoren versprechen sich davon Hinweise auf die künftige Geldpolitik unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. Die Notenbanken befänden sich wegen der steigenden Inflation in Kombination mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik in einem Dilemma, sagte ein Händler.
___ SMI klar im Minus
Der Leitindex SMI schloss zur Wochenmitte 1,30 Prozent tiefer bei 14'174,35 Punkten und büsste damit im Vergleich zum Vortag 186 Punkte ein. Von den 20 Titeln standen bis auf Swisscom und Logitech alle im Minus. Der Mid-Cap-Index SMIM fiel um 1,68 Prozent auf 3112,09 Punkte zurück und der breite SPI um 1,34 Prozent auf 19'931,89 Punkte.
Auch an anderen europäischen Börsenplätzen ging es klar nach unten, der deutsche Dax oder der CAC in Paris büssten sogar über 2 Prozent ein. Die Börsen an der Wall Street notierten am Abend ebenfalls klar im Minus.
Als Reaktion auf die Eskalation in der Golfregion verteuerte sich auch das Öl wieder deutlich. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent kletterte bis am Abend auf über 80 Dollar und kostete damit wieder deutlich mehr als vor dem Krieg (+8% zum Vortag). Gleichzeitig zog der US-Dollar als "krisensichere" Währung an, während der Bitcoin unter 62'000 Dollar fiel.
___ Konjunktursensible Aktien unter Druck
Die Eskalation im Nahen Osten drückte insbesondere auf baunahe und damit konjunktursensible Aktien. Nebst Sika (-5,1%) am Tabellenende gaben auch Holcim (-4,0%), Geberit (-3,4%) und Amrize (-1,6%) klar nach.
Betroffen waren davon auch Werte im breiten Markt wie Belimo (-7,4%), Implenia (-2,7%) oder Georg Fischer (-3,2%). Zudem fielen Industrie-Aktien wie Komax (-4,2%), Bystronic (-4,0%), OC Oerlikon und Dormakaba (je -3,8%) sowie Bossard (-3,5%) mit deutlichen Abschlägen auf.
Bei den Blue Chips gaben weiter Givaudan (-3,1%) und Richemont (-2,4%) nach. Aus dem Finanzsektor wurden Partners Group (-1,9%) und UBS (-1,3%) verkauft. Die erhöhte Inflationsgefahr setze auch Bankenwerte unter Verkaufsdruck, erklärte ein Marktexperte.
Auch die Papiere des Logistikers Kühne+Nagel (-1,2%) verloren nach anfänglichen Gewinnen an Wert. Angesichts neuer Angriffe warnte die Weltschifffahrtsorganisation IMO Schiffe vor der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus.
___ Swisscom und Logitech leicht besser
Auch die Schwergewichte Nestlé (-1,2%), Roche (-1,4%) und Novartis (-0,7%) konnten sich dem Abwärtssog nicht entziehen. Hingegen schlugen sich die defensiven Swisscom (+0,4%) sowie Logitech (+0,3%) im aktuellen Umfeld besser.
Weiter verkauft wurden derweil auch die zuletzt heiss gelaufenen Techwerte. Dies zeigte sich bei ABB (-1,2%) und VAT (-1,4%) sowie im breiten Markt bei Comet (-2,2%), AMS Osram (-1,9%) oder Inficon (-1,7%).
Gegen den Trend sprangen dagegen Kuros um 8,0 Prozent hoch. Mit Berenberg nahm ein viertes Analysehaus die Abdeckung der schwankungsanfälligen Biotech-Aktien auf. Und wie bereits die anderen drei Häuser empfahl auch dieser Experte die Aktien zum Kauf.
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