Markt und Börse
16.07.2026 18:15:15
Dazu waren die Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Nahost-Konflikt unter den Anlegerinnen und Anlegern zu gross. Deren Anlageverhalten sei angesichts der anhaltenden Unsicherheiten von Vorsicht geprägt gewesen, hiess es im Handel. An der Strasse von Hormus spricht nach wie vor wenig für eine Friedenslösung. Erneute Angriffe und Drohungen der USA hat der Iran mit Gegenschlägen beantwortet, etwa in Richtung Kuwait.
Für Entlastung an den Märkten dürften Aussagen des iranischen Parlamentspräsidenten und Chefverhandlers Mohammed Bagher Ghalibaf gesorgt haben, der die Tür für Verhandlungen offen liess. Zugleich soll das Mullah-Regime die verbündete Huthi-Miliz im Jemen dazu aufgefordert haben, die Schiffsroute im Roten Meer zu blockieren, sollten die USA die Angriffe nicht einstellen.
___ ABB und Partners Group unter Druck
Trotz der sich zuspitzenden Lage im Nahen Osten bewegten sich die Ölnotierungen zu Europaschluss kaum mehr vom Fleck, nachdem sie in den vergangenen Tagen kräftig zugelegt hatten. Für ein Fass der Nordseesorte Brent wurden zuletzt 85,04 US-Dollar bezahlt, ein Minus von 0,1 Prozent.
Der SMI ging bei 14'267,19 Punkten mit einem Minus von 0,28 Prozent aus dem Handel, nachdem er zwischenzeitlich mehr als 1 Prozent nachgegeben hatte. Am Ende schloss er auf Tageshoch. Bei den 20 SMI-Titeln standen acht Verlierer und zwölf Gewinner gegenüber. Der SMIM der mittelgrossen Werte schloss wenig verändert (+0,03%) bei 3116,29 Zählern und der breite SPI verlor 0,21 Prozent auf 20'068,91 Stellen.
Im SMI fielen die Kursverluste von ABB (-5,9%) ins Gewicht. Während der Techkonzern mit Zahlen zum zweiten Quartal überzeugte, sahen die Anleger die Milliardenübernahme des Automatisierungsspezialisten Rotork kritisch. Zu reden gab der "stolze" Preis, den ABB für die Briten zu bezahlen bereit ist. Trotz des Rücksetzers verbleibt für ABB seit Jahresbeginn immer noch ein Plus von 32 Prozent.
Noch deutlicher büssten die Papiere der Partners Group (-6,0%) an Wert ein. Die Angaben zu den verwalteten Vermögen im ersten Halbjahr wurden zwar grundsätzlich als zufriedenstellend gewertet. Einige Analysten betonten aber, dass der Vertrauensverlust nach wie vor tief sitzt. "Partners Group hätte viel bessere Zahlen präsentieren müssen, um aus dem Tal der Tränen zu kommen", so ein Börsianer.
___ Schwergewichte stützen
Klare Verluste verbuchten auch die Titel der UBS (-2,1%). Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen nach dem zuletzt guten Lauf der Titel. Lonza (-1,1%), Holcim (-1,8%) und Sika (-1,3%) sowie im weiter gefassten Geschäft Straumann (-3,7%) oder Sandoz (-1,7%) verloren ebenfalls.
Unterstützung erhielt der Gesamtmarkt hingegen von den Schwergewichten Novartis (+1,0%), Nestlé (+0,8%) und Roche (+0,4%). Auf der Gewinnerseite waren auch Amrize (+1,9%), Swiss Re (+1,2%) und Alcon (+2,9%). Letztere profitierten Händlern zufolge von einer guten Stimmung im Medtechsektor, wie auch Ypsomed (+2,4%) oder Skan (+2,5%) im breiten Markt.
In der zweiten Reihe fielen indes Autoneum mit Abgaben von 4,6 Prozent negativ auf, nach einer markanten Kurszielsenkung durch die UBS. Auch Aryzta (-1,1%) bekamen ebenfalls eine negative UBS-Einschätzung zu spüren.
Auf der anderen Seite zogen Mobilezone (+3,5%) dank eines positiven ZKB-Kommentars an. Adecco kletterten im Sog guter Zahlen des Konkurrenten Manpower gar um 8,8 Prozent in die Höhe.
Aktien Schweiz Schluss: SMI am Ende mit moderaten Verlusten
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag einen über weite Strecken von deutlichen Abgaben geprägten Handel am Schluss leicht im Minus abgeschlossen. Der Leitindex SMI rückte in der zweiten Handelshälfte mit der Unterstützung der Schwergewichte Nestlé und Novartis zurück über die 14'200-Punktemarke, der Sprung in die Gewinnzone gelang aber nicht.Dazu waren die Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Nahost-Konflikt unter den Anlegerinnen und Anlegern zu gross. Deren Anlageverhalten sei angesichts der anhaltenden Unsicherheiten von Vorsicht geprägt gewesen, hiess es im Handel. An der Strasse von Hormus spricht nach wie vor wenig für eine Friedenslösung. Erneute Angriffe und Drohungen der USA hat der Iran mit Gegenschlägen beantwortet, etwa in Richtung Kuwait.
Für Entlastung an den Märkten dürften Aussagen des iranischen Parlamentspräsidenten und Chefverhandlers Mohammed Bagher Ghalibaf gesorgt haben, der die Tür für Verhandlungen offen liess. Zugleich soll das Mullah-Regime die verbündete Huthi-Miliz im Jemen dazu aufgefordert haben, die Schiffsroute im Roten Meer zu blockieren, sollten die USA die Angriffe nicht einstellen.
___ ABB und Partners Group unter Druck
Trotz der sich zuspitzenden Lage im Nahen Osten bewegten sich die Ölnotierungen zu Europaschluss kaum mehr vom Fleck, nachdem sie in den vergangenen Tagen kräftig zugelegt hatten. Für ein Fass der Nordseesorte Brent wurden zuletzt 85,04 US-Dollar bezahlt, ein Minus von 0,1 Prozent.
Der SMI ging bei 14'267,19 Punkten mit einem Minus von 0,28 Prozent aus dem Handel, nachdem er zwischenzeitlich mehr als 1 Prozent nachgegeben hatte. Am Ende schloss er auf Tageshoch. Bei den 20 SMI-Titeln standen acht Verlierer und zwölf Gewinner gegenüber. Der SMIM der mittelgrossen Werte schloss wenig verändert (+0,03%) bei 3116,29 Zählern und der breite SPI verlor 0,21 Prozent auf 20'068,91 Stellen.
Im SMI fielen die Kursverluste von ABB (-5,9%) ins Gewicht. Während der Techkonzern mit Zahlen zum zweiten Quartal überzeugte, sahen die Anleger die Milliardenübernahme des Automatisierungsspezialisten Rotork kritisch. Zu reden gab der "stolze" Preis, den ABB für die Briten zu bezahlen bereit ist. Trotz des Rücksetzers verbleibt für ABB seit Jahresbeginn immer noch ein Plus von 32 Prozent.
Noch deutlicher büssten die Papiere der Partners Group (-6,0%) an Wert ein. Die Angaben zu den verwalteten Vermögen im ersten Halbjahr wurden zwar grundsätzlich als zufriedenstellend gewertet. Einige Analysten betonten aber, dass der Vertrauensverlust nach wie vor tief sitzt. "Partners Group hätte viel bessere Zahlen präsentieren müssen, um aus dem Tal der Tränen zu kommen", so ein Börsianer.
___ Schwergewichte stützen
Klare Verluste verbuchten auch die Titel der UBS (-2,1%). Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen nach dem zuletzt guten Lauf der Titel. Lonza (-1,1%), Holcim (-1,8%) und Sika (-1,3%) sowie im weiter gefassten Geschäft Straumann (-3,7%) oder Sandoz (-1,7%) verloren ebenfalls.
Unterstützung erhielt der Gesamtmarkt hingegen von den Schwergewichten Novartis (+1,0%), Nestlé (+0,8%) und Roche (+0,4%). Auf der Gewinnerseite waren auch Amrize (+1,9%), Swiss Re (+1,2%) und Alcon (+2,9%). Letztere profitierten Händlern zufolge von einer guten Stimmung im Medtechsektor, wie auch Ypsomed (+2,4%) oder Skan (+2,5%) im breiten Markt.
In der zweiten Reihe fielen indes Autoneum mit Abgaben von 4,6 Prozent negativ auf, nach einer markanten Kurszielsenkung durch die UBS. Auch Aryzta (-1,1%) bekamen ebenfalls eine negative UBS-Einschätzung zu spüren.
Auf der anderen Seite zogen Mobilezone (+3,5%) dank eines positiven ZKB-Kommentars an. Adecco kletterten im Sog guter Zahlen des Konkurrenten Manpower gar um 8,8 Prozent in die Höhe.
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