Markt und Börse
07.08.2026 18:15:00
Die Beschäftigtenzahl in den USA ist im Juli unerwartet gesunken. Ausserhalb der Landwirtschaft fiel sie um 23'000, Ökonomen hatten hingegen im Schnitt mit 80'000 zusätzlichen Stellen gerechnet. Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde zudem um insgesamt 103'000 Stellen nach unten revidiert. "Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend", meinte denn auch ein Ökonom in einem Kommentar. Von einer "kalten Dusche" sprach ein anderer.
Die US-Daten hatten klare Auswirkungen auf die Zinserwartungen in den USA. Während vor Veröffentlichung noch klar mehr als die Hälfte der Marktteilnehmer mit einer Zinserhöhung im September rechneten, sind es mittlerweile gemäss CME-FedWatch nur noch gut 40 Prozent. Mit anderen Worten: Fast 60 Prozent gehen mittlerweile von unveränderten Zinsen aus. Entsprechend verlor der US-Dollar an Wert.
___ SMI profitiert nicht von gedämpften Zinserwartungen
Auf den Schweizer Aktienmarkt wirkten sich die geänderten Zinserwartungen nicht positiv aus. Dies dürfte laut Händlern vor allem damit zu tun gehabt haben, dass zins- und konjunktursensitive Werte im hiesigen Leitindex im Vergleich zu den defensiven Werten untervertreten sind. Die US-Märkte jedenfalls eröffneten klar im Plus.
Der Leitindex SMI schloss +0,18 Prozent höher bei 14'544,91 Punkten und damit weit unter dem Tageshoch bei knapp 14'625 Zählern. Auf Wochensicht erzielte der Index ein Plus von 1,4 Prozent, wobei er das Jahres- und Allzeithoch der Vorwoche bei 14'656 Punkten am Mittwoch nur knapp verpasste.
Der Midcap-Index SMIM gewann derweil, angetrieben von seinen Schwergewichten Sandoz und Galderma, mit +1,13 Prozent auf 3228,94 Punkte deutlich stärker dazu. Der breite Index SPI wiederum legte um 0,33 Prozent auf 20'509,58 Stellen zu.
Für einen guten Teil der Gewinne im SMI waren die PS von Roche (+0,7%) und Novartis (+0,6%) verantwortlich. Morgan Stanley hat das Rating bei Roche auf "Overweight" erhöht und das Kursziel um mehr als ein Drittel auf 410 Franken nach oben geschraubt. Der Pharmakonzern biete eine starke Mischung aus sichtbarem Wachstum und Pipeline-Möglichkeiten, hiess es unter anderem in der Studie.
Mit Alcon (+1,6%) war ein weiterer Titel aus dem Gesundheitssektor Tagesgewinner im SMI. Noch besser performten aus dem SMIM Sandoz (+5,2%) und Galderma (+1,7%), die bekanntlich beide im September in den SMI aufsteigen werden. Sandoz hat am Mittwoch Zahlen für das Halbjahr präsentiert - danach haben die Titel bis Ende Woche rund 14 Prozent zugelegt.
Bei den grössten SMI-Gewinnern waren auch Sika (+1,4% auf 194 Fr.) zu finden. Der Titel ist damit auf gutem Weg, nach dem Plus von 17 Prozent in der Vorwoche und weiteren Avancen diese Woche erstmals seit mehr als einem Jahr die Marke von 200 Franken wieder zu erreichen. Derweil haben auch Partners Group (+1,4%) ihre jüngste Aufwärtsbewegung fortgesetzt, sind aber weiterhin klares Schlusslicht im SMI im bisherigen Jahresverlauf.
___ Grosses Minus bei Amrize
Klarer Ausreisser nach unten waren derweil die Aktien von Amrize mit -8,8 Prozent. Der auf Baustoffe in Nordamerika spezialisierte Konzern hatte am Vorabend ein durchwachsenes Zahlenset zum zweiten Quartal vorgelegt. Einer dynamischen Umsatzentwicklung standen gestiegene Kosten und Margendruck gegenüber. Am Markt zeigte man sich jedenfalls enttäuscht. Der Aktienkurs komme einfach nicht auf einen grünen Zweig, meinte ein Marktbeobachter.
Im Kielwasser von Amrize verloren auch die Aktien der ehemaligen Mutter Holcim (-2,4%) deutlich, während Swisscom (-2,2%) die Gewinne vom Vortag nach Zahlen wieder abgaben.
Zu den meist beachteten Werten zählten am Freitag sonst noch die Aktien des Laborausrüsters Tecan (+1,7%) und des Finanzdienstleisters Swissquote (+0,3%). Beide werden in der kommenden Woche Zahlen vorlegen. Ausserdem legte die Immobilien-Gesellschaft Mobimo (+1,0%) Zahlen vor.
Aktien Schweiz Schluss: Leichte Gewinne im SMI vor Wochenende - Amrize schwach
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Freitag mit Gewinnen beendet. Allerdings hat der Leitindex SMI seine phasenweise sehr deutlichen Avancen nicht halten können und nur leicht fester geschlossen. Im Fokus waren am Nachmittag vor allem die US-Arbeitsmarktdaten, die deutlich unter den Schätzungen ausfielen.Die Beschäftigtenzahl in den USA ist im Juli unerwartet gesunken. Ausserhalb der Landwirtschaft fiel sie um 23'000, Ökonomen hatten hingegen im Schnitt mit 80'000 zusätzlichen Stellen gerechnet. Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde zudem um insgesamt 103'000 Stellen nach unten revidiert. "Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend", meinte denn auch ein Ökonom in einem Kommentar. Von einer "kalten Dusche" sprach ein anderer.
Die US-Daten hatten klare Auswirkungen auf die Zinserwartungen in den USA. Während vor Veröffentlichung noch klar mehr als die Hälfte der Marktteilnehmer mit einer Zinserhöhung im September rechneten, sind es mittlerweile gemäss CME-FedWatch nur noch gut 40 Prozent. Mit anderen Worten: Fast 60 Prozent gehen mittlerweile von unveränderten Zinsen aus. Entsprechend verlor der US-Dollar an Wert.
___ SMI profitiert nicht von gedämpften Zinserwartungen
Auf den Schweizer Aktienmarkt wirkten sich die geänderten Zinserwartungen nicht positiv aus. Dies dürfte laut Händlern vor allem damit zu tun gehabt haben, dass zins- und konjunktursensitive Werte im hiesigen Leitindex im Vergleich zu den defensiven Werten untervertreten sind. Die US-Märkte jedenfalls eröffneten klar im Plus.
Der Leitindex SMI schloss +0,18 Prozent höher bei 14'544,91 Punkten und damit weit unter dem Tageshoch bei knapp 14'625 Zählern. Auf Wochensicht erzielte der Index ein Plus von 1,4 Prozent, wobei er das Jahres- und Allzeithoch der Vorwoche bei 14'656 Punkten am Mittwoch nur knapp verpasste.
Der Midcap-Index SMIM gewann derweil, angetrieben von seinen Schwergewichten Sandoz und Galderma, mit +1,13 Prozent auf 3228,94 Punkte deutlich stärker dazu. Der breite Index SPI wiederum legte um 0,33 Prozent auf 20'509,58 Stellen zu.
Für einen guten Teil der Gewinne im SMI waren die PS von Roche (+0,7%) und Novartis (+0,6%) verantwortlich. Morgan Stanley hat das Rating bei Roche auf "Overweight" erhöht und das Kursziel um mehr als ein Drittel auf 410 Franken nach oben geschraubt. Der Pharmakonzern biete eine starke Mischung aus sichtbarem Wachstum und Pipeline-Möglichkeiten, hiess es unter anderem in der Studie.
Mit Alcon (+1,6%) war ein weiterer Titel aus dem Gesundheitssektor Tagesgewinner im SMI. Noch besser performten aus dem SMIM Sandoz (+5,2%) und Galderma (+1,7%), die bekanntlich beide im September in den SMI aufsteigen werden. Sandoz hat am Mittwoch Zahlen für das Halbjahr präsentiert - danach haben die Titel bis Ende Woche rund 14 Prozent zugelegt.
Bei den grössten SMI-Gewinnern waren auch Sika (+1,4% auf 194 Fr.) zu finden. Der Titel ist damit auf gutem Weg, nach dem Plus von 17 Prozent in der Vorwoche und weiteren Avancen diese Woche erstmals seit mehr als einem Jahr die Marke von 200 Franken wieder zu erreichen. Derweil haben auch Partners Group (+1,4%) ihre jüngste Aufwärtsbewegung fortgesetzt, sind aber weiterhin klares Schlusslicht im SMI im bisherigen Jahresverlauf.
___ Grosses Minus bei Amrize
Klarer Ausreisser nach unten waren derweil die Aktien von Amrize mit -8,8 Prozent. Der auf Baustoffe in Nordamerika spezialisierte Konzern hatte am Vorabend ein durchwachsenes Zahlenset zum zweiten Quartal vorgelegt. Einer dynamischen Umsatzentwicklung standen gestiegene Kosten und Margendruck gegenüber. Am Markt zeigte man sich jedenfalls enttäuscht. Der Aktienkurs komme einfach nicht auf einen grünen Zweig, meinte ein Marktbeobachter.
Im Kielwasser von Amrize verloren auch die Aktien der ehemaligen Mutter Holcim (-2,4%) deutlich, während Swisscom (-2,2%) die Gewinne vom Vortag nach Zahlen wieder abgaben.
Zu den meist beachteten Werten zählten am Freitag sonst noch die Aktien des Laborausrüsters Tecan (+1,7%) und des Finanzdienstleisters Swissquote (+0,3%). Beide werden in der kommenden Woche Zahlen vorlegen. Ausserdem legte die Immobilien-Gesellschaft Mobimo (+1,0%) Zahlen vor.
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