Markt und Börse
13.08.2026 18:15:14
Positiv fallen in diesen Tagen an den internationalen Börsenplätzen die am Mittwoch publizierten US-Inflationsdaten ins Gewicht. Im Juli hatte der Auftrieb der Konsumentenpreise nachgelassen, womit sich die Spekulation auf eine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed im September weiter abschwächte. Am Donnerstag bestätigten Daten zu den Produzentenpreisen dieses Bild. "Die wichtigen US-Inflationszahlen kamen genau wie erwartet - und das beruhigt den Markt erst einmal", so ein Händler.
Allerdings machen sich am Markt nach den zuletzt vielerorts gesehenen Rekordläufen erste Überhitzungserscheinungen bemerkbar, hielt ein anderer Händler fest. Die Luft werde dünner und eine Konsolidierung erscheine angesichts der ambitionierten Kurshöhen gesund. Zugleich schwebe der Iran-Krieg "weiterhin wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger", hiess es im Markt. Zeichen dafür waren Berichte über einen Angriff der Huthi-Rebellen auf eine saudische Raffinerie.
___ SMI von Pharmaschwergewichten gebremst
Der SMI schloss den Handel am Donnerstag, der von auffällig hohen Handelsvolumen geprägt war, mit 0,18 Prozent auf 14'475,13 Punkten im Plus ab. In der Spitze war er bis auf 14'526 Stellen vorgerückt, das Tagestief hatte er kurz nach Börsenstart bei 14'459 Zählern gesetzt. Am Ende standen von den 20 Titeln 9 im Plus und 11 im Minus.
Der Index der mittelgrossen Unternehmen SMIM gewann 0,21 Prozent auf 3209,03 Punkte und der breite SPI ebenfalls 0,21 Prozent auf 20'413,39 Punkte. Andere europäische Märkte schlossen derweil im Minus, während sich die Börsen an der Wall Street unterschiedlich entwickeln.
Das SMI-Gewinnerfeld führten Kühne+Nagel (+3,1%) und Logitech (+2,6%) an. In beiden Fällen verwiesen Händler auf Zahlen der Konkurrenz als treibende Kraft. Kühne+Nagel wurden von guten Zahlen der dänischen Reederei Møller-Mærsk und einer erneuten Prognoseerhöhung angeschoben. Bei Logitech war es Cisco, wobei der US-Netzwerkausrüster im Ausblick enttäuschte.
Einen kräftigen Aufschwung verzeichneten auch Nestlé (+2,5% auf 81,07 Fr.). Beim Nahrungsmittelmulti habe der gestrige Fall unter die Marke von 80 Franken Gelegenheitskäufe ausgelöst, so ein Händler. Die beiden weiteren Schwergewichte Roche (PS: -0,9%) und Novartis (-0,4%) bremsten dagegen den Gesamtmarkt.
Noch grössere Einbussen verbuchten im SMI Partners Group (-0,9%), Sika (-1,0%) und Amrize (-1,3%).
___ Swissquote mit Einbruch - Komax mit Sprung
Im breiter gefassten Geschäft brachen die Swissquote-Papiere nach schwachen Zahlen um 14 Prozent ein. Die Onlinebank hatte in der ersten Jahreshälfte einen Einbruch im Geschäft mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen erlitten und senkte die Ziele für das Gesamtjahr.
Auf der Gegenseite waren die Biotechfirma Kuros (+0,6%), der Luftfahrtzulieferer Montana Aerospace (+1,9%), der Laborausrüster Tecan (+6,9%) und vor allem Komax (+21%) nach der Zahlenvorlage an der Börse gesucht. Der Hersteller von Kabelverarbeitungsmaschinen hatte die Anleger mit Angaben zur Auftragslage überzeugt.
Die Kantonalbanken aus Basel (PS: +1,2%), Thurgau (PS: +2,2%) und Glarus (Aktie: +0,8%) hatten ebenfalls über die erste Jahreshälfte 2026 berichtet. Derweil hat das Immobilienunternehmen Varia US mit Brookfield den lange gesuchten strategischen Partner gefunden, was zu einer Kurserholung (+4,3%) führte. Seit Jahresbeginn verbleiben die Titel aber klar im Minus.
Aktien Schweiz Schluss: SMI stoppt Talfahrt
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Donnerstag mit festeren Notierungen abgeschlossen und damit die jüngste Verlustserie gestoppt. Angesichts der nach wie vor ungeklärten Lage im Nahen Osten, der Fragezeichen betreffend der US-Zinsentwicklung sowie der hohen Bewertungsniveaus blieb die Stimmung am Markt allerdings von Zurückhaltung geprägt. Überdies wurde der Schweizer Leitindex SMI von den Abgaben der Pharmaschwergewichten zurückgebunden und konnte sich trotz kräftiger Unterstützung von Nestlé nicht bis Handelsende über der Marke von 14'500 Punkten halten.Positiv fallen in diesen Tagen an den internationalen Börsenplätzen die am Mittwoch publizierten US-Inflationsdaten ins Gewicht. Im Juli hatte der Auftrieb der Konsumentenpreise nachgelassen, womit sich die Spekulation auf eine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed im September weiter abschwächte. Am Donnerstag bestätigten Daten zu den Produzentenpreisen dieses Bild. "Die wichtigen US-Inflationszahlen kamen genau wie erwartet - und das beruhigt den Markt erst einmal", so ein Händler.
Allerdings machen sich am Markt nach den zuletzt vielerorts gesehenen Rekordläufen erste Überhitzungserscheinungen bemerkbar, hielt ein anderer Händler fest. Die Luft werde dünner und eine Konsolidierung erscheine angesichts der ambitionierten Kurshöhen gesund. Zugleich schwebe der Iran-Krieg "weiterhin wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger", hiess es im Markt. Zeichen dafür waren Berichte über einen Angriff der Huthi-Rebellen auf eine saudische Raffinerie.
___ SMI von Pharmaschwergewichten gebremst
Der SMI schloss den Handel am Donnerstag, der von auffällig hohen Handelsvolumen geprägt war, mit 0,18 Prozent auf 14'475,13 Punkten im Plus ab. In der Spitze war er bis auf 14'526 Stellen vorgerückt, das Tagestief hatte er kurz nach Börsenstart bei 14'459 Zählern gesetzt. Am Ende standen von den 20 Titeln 9 im Plus und 11 im Minus.
Der Index der mittelgrossen Unternehmen SMIM gewann 0,21 Prozent auf 3209,03 Punkte und der breite SPI ebenfalls 0,21 Prozent auf 20'413,39 Punkte. Andere europäische Märkte schlossen derweil im Minus, während sich die Börsen an der Wall Street unterschiedlich entwickeln.
Das SMI-Gewinnerfeld führten Kühne+Nagel (+3,1%) und Logitech (+2,6%) an. In beiden Fällen verwiesen Händler auf Zahlen der Konkurrenz als treibende Kraft. Kühne+Nagel wurden von guten Zahlen der dänischen Reederei Møller-Mærsk und einer erneuten Prognoseerhöhung angeschoben. Bei Logitech war es Cisco, wobei der US-Netzwerkausrüster im Ausblick enttäuschte.
Einen kräftigen Aufschwung verzeichneten auch Nestlé (+2,5% auf 81,07 Fr.). Beim Nahrungsmittelmulti habe der gestrige Fall unter die Marke von 80 Franken Gelegenheitskäufe ausgelöst, so ein Händler. Die beiden weiteren Schwergewichte Roche (PS: -0,9%) und Novartis (-0,4%) bremsten dagegen den Gesamtmarkt.
Noch grössere Einbussen verbuchten im SMI Partners Group (-0,9%), Sika (-1,0%) und Amrize (-1,3%).
___ Swissquote mit Einbruch - Komax mit Sprung
Im breiter gefassten Geschäft brachen die Swissquote-Papiere nach schwachen Zahlen um 14 Prozent ein. Die Onlinebank hatte in der ersten Jahreshälfte einen Einbruch im Geschäft mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen erlitten und senkte die Ziele für das Gesamtjahr.
Auf der Gegenseite waren die Biotechfirma Kuros (+0,6%), der Luftfahrtzulieferer Montana Aerospace (+1,9%), der Laborausrüster Tecan (+6,9%) und vor allem Komax (+21%) nach der Zahlenvorlage an der Börse gesucht. Der Hersteller von Kabelverarbeitungsmaschinen hatte die Anleger mit Angaben zur Auftragslage überzeugt.
Die Kantonalbanken aus Basel (PS: +1,2%), Thurgau (PS: +2,2%) und Glarus (Aktie: +0,8%) hatten ebenfalls über die erste Jahreshälfte 2026 berichtet. Derweil hat das Immobilienunternehmen Varia US mit Brookfield den lange gesuchten strategischen Partner gefunden, was zu einer Kurserholung (+4,3%) führte. Seit Jahresbeginn verbleiben die Titel aber klar im Minus.
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