Markt und Börse
17.08.2026 18:15:16
Nach Ablauf der 60-Tage-Frist im Bürgenstock-Deal gibt es nur wenige Fortschritte. US-Präsident Donald Trump drohte gar, den Oman anzugreifen, sollte dieser sich an neuen Handelsrouten mit dem Iran beteiligen. Der Iran wiederum warnte vor Verschärfungen der Spannungen in der Strasse von Hormus und der Region, falls die USA ein vorläufiges Friedensabkommen nicht vollständig umsetzen. Die Ölpreise zogen daraufhin leicht an.
Der US-Empire-State-Index für den August fiel derweil deutlich besser aus als von Analysten erwartet. In der Vorwoche hatten schwache US-Konjunkturdaten noch die Zinsängste gedämpft. Mittlerweile gehen nur noch 30 Prozent der Marktteilnehmer von einer Zinserhöhung durch das Fed im September aus. Mit Spannung wird nun die Publikation des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwoch erwartet.
___ SMI im Minus
Der SMI schloss zum Wochenstart um 0,61 Prozent tiefer auf 14'302,39 Punkten. Zwischenzeitlich war er unter die Marke von 14'300 gefallen, nach einem Rekord in der Vorwoche von knapp 14'670 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM verlor 0,60 Prozent auf 3177,08 Punkte und der breite SPI 0,64 Prozent auf 20'181,31 Zähler. Auch andere europäische Indizes wie der deutsche DAX und der französische CAC 40 schlossen im Minus.
Unternehmensnews gab es zum Wochenstart nur wenige. Im Verlauf der Woche werden hierzulande allerdings rund 30 Unternehmen Zahlen vorlegen, die meisten davon aus der zweiten Reihe.
___ Nestlé von Medienbericht belastet
Als Bremsklotz im SMI erwiesen sich die Titel von Nestlé (-2,8%). Laut einem Medienbericht könnte der Lebensmittelriese in Russland die Kontrolle über sein dortiges Geschäft verlieren. Nestlé wurde laut eigenen Angaben bislang noch nicht von Behörden konfrontiert und plant keinen Rückzug.
Die grössten Verlierer unter den Blue Chips waren Richemont (-3,1%). Auch die Inhaberaktien der Mitbewerberin Swatch (-3,7%) liessen Federn. Chinesische Konjunkturdaten fielen schlechter aus als erwartet. Die Detailhandelsumsätze im Juli stiegen etwa nur um 0,6 Prozent.
Unter Verkaufsdruck waren auch Alcon (-3,0%), Givaudan (-2,7%) und Geberit (-1,8%).
___ Kühne+Nagel gesucht
Auf der anderen Seite gehörten Kühne+Nagel (+1,2%) zu den wenigen Gewinnern. Die Titel des Logistikers waren bereits letzte Woche gefragt, als es zu Umschichtungen in zyklische Aktien kam. Zudem führen Handelsengpässe in der Regel zu höheren Frachtraten.
Stützend wirkten sich auch die defensiven Pharmaschwergewichte Roche (+0,3%) und Novartis (+0,8%) auf den SMI aus.
Darüber hinaus fiel im SMIM Sandoz (+2,6% auf 74,90 Fr.) mit Gewinnen auf. Für Unterstützung sorgte am Berichtstag eine deutliche Kurszielerhöhung durch Jefferies auf 93 von zuvor 82 Franken, verbunden mit der Bestätigung der Kaufempfehlung. Einen Kurssprung machten auch Accelleron (+5,6%) nach einer Hochstufung durch Berenberg.
Für Verunsicherung sorgte im breiten Markt dagegen der erneute abrupte CEO-Abgang beim Verpackungsspezialisten SIG. Die Aktien gaben bei einem stark erhöhten Handelsvolumen um 17,6 Prozent nach. Im Tagestief im frühen Handel lagen SIG gar um mehr als 27 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Analysten sprachen bei dem nach nur fünfeinhalb Monaten entlassenen CEO Mikko Keto von "einer Fehlbesetzung".
Aktien Schweiz Schluss: SMI startet Woche im Minus - Nestlé unter Druck
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag klar im Minus geschlossen. Der Leitindex SMI wurde dabei unter anderem durch das Schwergewicht Nestlé belastet. Nach dem Rekordhoch in der Vorwoche fehlten neue Impulse. Zudem sorgte die weiterhin angespannte Lage im Nahen Osten für Verunsicherung. "Eine wirklich erfolgversprechende Aussicht auf eine Klärung zwischen den USA und dem Iran ist derzeit nicht in Sicht", hielt ein Marktbeobachter fest.Nach Ablauf der 60-Tage-Frist im Bürgenstock-Deal gibt es nur wenige Fortschritte. US-Präsident Donald Trump drohte gar, den Oman anzugreifen, sollte dieser sich an neuen Handelsrouten mit dem Iran beteiligen. Der Iran wiederum warnte vor Verschärfungen der Spannungen in der Strasse von Hormus und der Region, falls die USA ein vorläufiges Friedensabkommen nicht vollständig umsetzen. Die Ölpreise zogen daraufhin leicht an.
Der US-Empire-State-Index für den August fiel derweil deutlich besser aus als von Analysten erwartet. In der Vorwoche hatten schwache US-Konjunkturdaten noch die Zinsängste gedämpft. Mittlerweile gehen nur noch 30 Prozent der Marktteilnehmer von einer Zinserhöhung durch das Fed im September aus. Mit Spannung wird nun die Publikation des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwoch erwartet.
___ SMI im Minus
Der SMI schloss zum Wochenstart um 0,61 Prozent tiefer auf 14'302,39 Punkten. Zwischenzeitlich war er unter die Marke von 14'300 gefallen, nach einem Rekord in der Vorwoche von knapp 14'670 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM verlor 0,60 Prozent auf 3177,08 Punkte und der breite SPI 0,64 Prozent auf 20'181,31 Zähler. Auch andere europäische Indizes wie der deutsche DAX und der französische CAC 40 schlossen im Minus.
Unternehmensnews gab es zum Wochenstart nur wenige. Im Verlauf der Woche werden hierzulande allerdings rund 30 Unternehmen Zahlen vorlegen, die meisten davon aus der zweiten Reihe.
___ Nestlé von Medienbericht belastet
Als Bremsklotz im SMI erwiesen sich die Titel von Nestlé (-2,8%). Laut einem Medienbericht könnte der Lebensmittelriese in Russland die Kontrolle über sein dortiges Geschäft verlieren. Nestlé wurde laut eigenen Angaben bislang noch nicht von Behörden konfrontiert und plant keinen Rückzug.
Die grössten Verlierer unter den Blue Chips waren Richemont (-3,1%). Auch die Inhaberaktien der Mitbewerberin Swatch (-3,7%) liessen Federn. Chinesische Konjunkturdaten fielen schlechter aus als erwartet. Die Detailhandelsumsätze im Juli stiegen etwa nur um 0,6 Prozent.
Unter Verkaufsdruck waren auch Alcon (-3,0%), Givaudan (-2,7%) und Geberit (-1,8%).
___ Kühne+Nagel gesucht
Auf der anderen Seite gehörten Kühne+Nagel (+1,2%) zu den wenigen Gewinnern. Die Titel des Logistikers waren bereits letzte Woche gefragt, als es zu Umschichtungen in zyklische Aktien kam. Zudem führen Handelsengpässe in der Regel zu höheren Frachtraten.
Stützend wirkten sich auch die defensiven Pharmaschwergewichte Roche (+0,3%) und Novartis (+0,8%) auf den SMI aus.
Darüber hinaus fiel im SMIM Sandoz (+2,6% auf 74,90 Fr.) mit Gewinnen auf. Für Unterstützung sorgte am Berichtstag eine deutliche Kurszielerhöhung durch Jefferies auf 93 von zuvor 82 Franken, verbunden mit der Bestätigung der Kaufempfehlung. Einen Kurssprung machten auch Accelleron (+5,6%) nach einer Hochstufung durch Berenberg.
Für Verunsicherung sorgte im breiten Markt dagegen der erneute abrupte CEO-Abgang beim Verpackungsspezialisten SIG. Die Aktien gaben bei einem stark erhöhten Handelsvolumen um 17,6 Prozent nach. Im Tagestief im frühen Handel lagen SIG gar um mehr als 27 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Analysten sprachen bei dem nach nur fünfeinhalb Monaten entlassenen CEO Mikko Keto von "einer Fehlbesetzung".
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