Markt und Börse
31.08.2026 18:15:13
Auf die Stimmung schlug zum Wochenstart eine erneute Zuspitzung im Iran-Krieg, was den Ölpreis wieder anziehen liess und Inflationssorgen schürte. Eine Verhandlungslösung für ein Ende des Konflikts rücke damit weiter in die Ferne, hiess es im Handel.
Für Gesprächsstoff sorgte ausserdem die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh vom vergangenen Freitag. "Die Anleger haben sich Warshs Rede noch einmal durch den Kopf gehen lassen und sorgen sich nun, dass der geldpolitische Gegenwind in Zukunft stärker ausfallen könnte", hielt ein Marktbeobachter fest. Aktuell wird wieder ein Zinsschritt im September eingepreist. Auch die EZB steht unter Druck. Für Händler sei dies eine willkommene Gelegenheit, um Kasse zu machen, so ein Börsianer.
___ SMI mit negativer August-Performance
Der SMI schloss am Montag 0,79 Prozent tiefer auf 14'286,43 Punkten. Von den 20 Titeln notierten alle ausser Alcon und Nestlé im Minus. Der Leitindex hat im August damit 0,4 Prozent eingebüsst. Seit Anfang Jahr summieren sich die Gewinne aber noch immer auf 7,7 Prozent.
Der Mid-Cap-Index SMIM verlor 0,97 Prozent auf 3103,65 Zähler und der breite SPI 0,79 Prozent auf 20'111,20 Punkte. Auch andere europäische Indizes wie der deutsche DAX und der französische CAC 40 schlossen deutlich tiefer, während der FTSI 100 in London aufgrund eines Feiertags geschlossen blieb. Die US-Börsen an der Wall Street gaben am Abend ebenfalls nach.
Unter den Blue Chips waren die Verluste breit gestreut. Am stärksten verloren Holcim (-2,7%) an Wert. Auch andere zyklische Werte wie ABB (-1,4%), Geberit (-1,3%) und Amrize (-1,0%) wurden verkauft. Und Kühne+Nagel (-1,9%) konnten anfängliche Gewinne nicht halten.
___ Pharmatitel belasten
Zur Schwäche neigten aber auch die eher defensiven Pharmatitel, wobei insbesondere die Schwergewichte Roche (-1,6%) und Novartis (-0,4%) den SMI belasteten. Auch Idorsia (-7,4%), Galderma (-1,8%) oder Sandoz (-1,4%) liessen Federn.
Ein Händler verwies auf die Sorge vor möglichen Eingriffen der US-Regierung in den Generikamarkt. Nachdem Washington in den vergangenen Wochen die Strafzollthematik gegenüber Kanada und China verschärft in den Vordergrund gerückt habe, könnten nun auch Schweizer Unternehmen verstärkt ins Visier geraten.
Das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,3%) stützte den Markt hingegen etwas. Besser schlugen sich zudem Alcon (+1,1%).
___ Warten auf WAK-S-Entscheid
UBS verloren am Montag 0,6 Prozent. Zum Wochenstart tagte die Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK-S) zum Bankengesetz. Es ging um die Vorschläge des Bundesrats zur Eigenkapitalunterlegung der UBS-Auslandstöchter. In den Medien wurde zuvor über eine deutliche Entschärfung spekuliert.
Ursprünglich war für 17.15 Uhr eine Medienkonferenz anberaumt, die sich aber bis nach Börsenschluss verzögerte. "Sollte der Ständerat dann doch eine Lösung nahe an jener des Bundesrats vorschlagen, drohen am Dienstag Gewinnmitnahmen im grösseren Stil", hiess es im Handel.
___ Gewinnmitnahmen bei Techwerten
Unter Techwerten kam es wie bei asiatischen Titeln zu Gewinnmitnahmen. So gaben VAT (-0,6%) und Comet (-2,9%) nach.
Varia US (-3,0%) verloren nach Zahlen. Das Immobilienunternehmen blieb im ersten Halbjahr in der Verlustzone. Deutlich abwärts ging es zudem mit Accelleron (-5,3%), die zuletzt schon mit einem sehr volatilen Kursverlauf aufgefallen waren.
Gurit (+13,8%) sprangen hingegen nach einer Kurszielerhöhung durch die UBS mit bestätigter Kaufempfehlung nach oben.
Aktien Schweiz Schluss: SMI klar im Minus - leichter Rückgang im August
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag deutlich im Minus geschlossen. Belastet wurde die Anlegerstimmung von Zinssorgen und steigenden Ölpreisen. Zudem bremsten schwache Pharmawerte den Leitindex SMI aus. Damit resultiert auf Monatssicht ein leichtes Minus.Auf die Stimmung schlug zum Wochenstart eine erneute Zuspitzung im Iran-Krieg, was den Ölpreis wieder anziehen liess und Inflationssorgen schürte. Eine Verhandlungslösung für ein Ende des Konflikts rücke damit weiter in die Ferne, hiess es im Handel.
Für Gesprächsstoff sorgte ausserdem die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh vom vergangenen Freitag. "Die Anleger haben sich Warshs Rede noch einmal durch den Kopf gehen lassen und sorgen sich nun, dass der geldpolitische Gegenwind in Zukunft stärker ausfallen könnte", hielt ein Marktbeobachter fest. Aktuell wird wieder ein Zinsschritt im September eingepreist. Auch die EZB steht unter Druck. Für Händler sei dies eine willkommene Gelegenheit, um Kasse zu machen, so ein Börsianer.
___ SMI mit negativer August-Performance
Der SMI schloss am Montag 0,79 Prozent tiefer auf 14'286,43 Punkten. Von den 20 Titeln notierten alle ausser Alcon und Nestlé im Minus. Der Leitindex hat im August damit 0,4 Prozent eingebüsst. Seit Anfang Jahr summieren sich die Gewinne aber noch immer auf 7,7 Prozent.
Der Mid-Cap-Index SMIM verlor 0,97 Prozent auf 3103,65 Zähler und der breite SPI 0,79 Prozent auf 20'111,20 Punkte. Auch andere europäische Indizes wie der deutsche DAX und der französische CAC 40 schlossen deutlich tiefer, während der FTSI 100 in London aufgrund eines Feiertags geschlossen blieb. Die US-Börsen an der Wall Street gaben am Abend ebenfalls nach.
Unter den Blue Chips waren die Verluste breit gestreut. Am stärksten verloren Holcim (-2,7%) an Wert. Auch andere zyklische Werte wie ABB (-1,4%), Geberit (-1,3%) und Amrize (-1,0%) wurden verkauft. Und Kühne+Nagel (-1,9%) konnten anfängliche Gewinne nicht halten.
___ Pharmatitel belasten
Zur Schwäche neigten aber auch die eher defensiven Pharmatitel, wobei insbesondere die Schwergewichte Roche (-1,6%) und Novartis (-0,4%) den SMI belasteten. Auch Idorsia (-7,4%), Galderma (-1,8%) oder Sandoz (-1,4%) liessen Federn.
Ein Händler verwies auf die Sorge vor möglichen Eingriffen der US-Regierung in den Generikamarkt. Nachdem Washington in den vergangenen Wochen die Strafzollthematik gegenüber Kanada und China verschärft in den Vordergrund gerückt habe, könnten nun auch Schweizer Unternehmen verstärkt ins Visier geraten.
Das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,3%) stützte den Markt hingegen etwas. Besser schlugen sich zudem Alcon (+1,1%).
___ Warten auf WAK-S-Entscheid
UBS verloren am Montag 0,6 Prozent. Zum Wochenstart tagte die Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK-S) zum Bankengesetz. Es ging um die Vorschläge des Bundesrats zur Eigenkapitalunterlegung der UBS-Auslandstöchter. In den Medien wurde zuvor über eine deutliche Entschärfung spekuliert.
Ursprünglich war für 17.15 Uhr eine Medienkonferenz anberaumt, die sich aber bis nach Börsenschluss verzögerte. "Sollte der Ständerat dann doch eine Lösung nahe an jener des Bundesrats vorschlagen, drohen am Dienstag Gewinnmitnahmen im grösseren Stil", hiess es im Handel.
___ Gewinnmitnahmen bei Techwerten
Unter Techwerten kam es wie bei asiatischen Titeln zu Gewinnmitnahmen. So gaben VAT (-0,6%) und Comet (-2,9%) nach.
Varia US (-3,0%) verloren nach Zahlen. Das Immobilienunternehmen blieb im ersten Halbjahr in der Verlustzone. Deutlich abwärts ging es zudem mit Accelleron (-5,3%), die zuletzt schon mit einem sehr volatilen Kursverlauf aufgefallen waren.
Gurit (+13,8%) sprangen hingegen nach einer Kurszielerhöhung durch die UBS mit bestätigter Kaufempfehlung nach oben.
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