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Markt und Börse   01.09.2026 18:15:16

Aktien Schweiz Schluss: SMI dank Novartis mit Gewinnen

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag etwas fester geschlossen. Das lag aber alleine an den haussierenden Titeln des Pharma-Schwergewichts Novartis, die den am SMI gemessenen Gesamtmarkt nach oben hievten. Die klare Mehrheit der Blue Chips schloss hingegen im Minus.

Denn übergeordnet sorgten Inflations- und damit auch Zinssorgen für Vorsicht und Kaufzurückhaltung an der Börse. Rund um den Globus lasteten kräftig gestiegene Marktzinsen auf den Aktienmärkten. Auch in der Eurozone ist der Preisdruck im August hoch geblieben, wie jüngste Zahlen zeigten.

Zusätzlich befeuerte der deutliche Anstieg der Ölpreise die Inflationsängste. Die jüngst wieder aufgeflammten wechselseitigen Angriffe der USA und des Irans treiben den Preis nach oben.

___ SMI dank Novartis mit positivem Monatsbeginn

Der SMI schloss am Dienstag 0,34 Prozent höher auf 14'334,79 Punkten und ist damit positiv in den Monat September gestartet. Von 20 Titeln im Leitindex schlossen aber nur deren 6 höher - 14 Stück verzeichneten Abgaben.

Der Mid-Cap-Index SMIM sank dagegen um 0,26 Prozent auf 3095,51 Punkte - in diesem Index ist das Gewicht von Novartis nicht so hoch. Dem breiten SPI reichte es hingegen zu einem Plus von 0,19 Prozent auf 20'149,63 Zähler.

Im SMI ragten Novartis mit einem Kursgewinn von 6,3 Prozent klar positiv heraus. Die Aktien profitieren von positiven Studiendaten zu Remibrutinib bei schubförmiger Multipler Sklerose. Analysten sehen in dem Präparat nun das potenziell führende orale MS-Mittel.

Des einen Freud - des anderen Leid: Mit den Valoren von Roche ging es um 1,5 Prozent nach unten. Denn laut Analysten erhöhen die Novartis-Daten die Erfolgshürde für Roches Konkurrenzmittel deutlich.

UBS schlossen 0,3 Prozent tiefer. Nach der anfänglichen Freude über die Aussicht auf eine Kompromisslösung in der Frage der künftigen Regulierung drehten die Papiere jedoch schnell nach unten.

Händler verwiesen auf den zuletzt guten Lauf der UBS-Aktie. Zudem habe man vielleicht doch auf noch grössere Erleichterungen für die UBS gehofft. Die Bank jedenfalls äusserte sich negativ zum Antrag der Ständeratskommission.

___ Partners Group nach Zahlen im Angebot

Klarer Verlierer unter den Bluechips waren Partners Group (-7,3%) nach Halbjahreszahlen und einer gesenkten Prognose. Swiss Life (-0,7%) gaben trotz solider Zahlen und der Ankündigung eines Aktienrückkaufs leicht nach. Für Verunsicherung sorgte laut Marktbeobachtern der angekündigte Abbau von rund 600 Stellen. Swiss Re (+0,8%) profitierten vermeintlich von Umschichtungen.

Unter Druck standen auch Zykliker wie Sika (-1,3%), ABB (-1,4%), Kühne+Nagel (-1,2%) oder Geberit (-0,7%). Verkauft wurden aber auch Richemont, die 1,8 Prozent einbüssten.

Givaudan (-0,8%) wurden von einer Rückstufung gebremst. Mit Straumann ging es dafür um 3,7 Prozent nach oben. Der für die UBS tätige Analyst hat nach fünf Jahren Skepsis seinen Daumen gehoben und empfiehlt die Papiere wieder mit "Buy" zum Kauf.

In der zweiten Reihe zogen Dormakaba (+4,0%) nach überzeugenden Jahreszahlen 2025/26 und einer Vereinfachung der Konzernstruktur kräftig an. Auch Gurit (+6,4%) knüpften an den Kurssprung von 14 Prozent vom Vortag an.

Insgesamt dominierte aber auch in den hinteren Reihen klar die Farbe Rot. Besonders deutlich unter Druck standen Technologiewerte wie VAT (-2,6%), Comet (-1,8%), Inficon (-2,2%) und AMS Osram (-4,3%). Zinssorgen belasten jeweils insbesondere die Tech-Werte.

Auch SMG (-2,3%) und Stadler (-2,2%) gaben einen Teil ihrer jüngsten Kursgewinne wieder ab.


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