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Markt und Börse   04.09.2026 18:15:18

Aktien Schweiz Schluss: SMI von starken US-Arbeitsmarktzahlen unbeeindruckt

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den letzten Handelstag der Woche leicht im Plus abgeschlossen. Den ganzen Tag hindurch schwankte der Leitindex SMI dabei mehr oder weniger um die Nulllinie herum, da es an wesentlichen Impulsen fehlte. Der Handel verlief daher eher in ruhigen Bahnen. Händler erklärten dies auch mit dem bevorstehenden langen Wochenende in den USA, wegen des Labour Days am Montag. Anleger wollten sich daher nicht "Hals über Kopf in den Aktienmarkt stürzen."

Der schon die ganze Woche mit Spannung erwartete grosse US-Arbeitsmarktbericht bewegte die Märkte am Ende kaum. In den USA wurden deutlich mehr Stellen geschaffen, als von Analysten erwartet worden war. Auch die Vormonatswerte wurden nach oben angepasst. Dank der guten Jobentwicklung könnten die US-Währungshüter sich nun voll auf die Inflation konzentrieren, hiess es. "Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinsanhebung auf der anstehenden Fed-Sitzung am 16. September ist damit ein wenig gestiegen", so ein Kommentar der LBBW.

Dies spiegelt sich auch im Fed Watch Tool von CME wider, wo nun nach einem leichten Rückgang am Vortag wieder eine knappe Mehrheit von 60 Prozent eine Zinserhöhung erwartet. Bei den "Prediction Markets" sind die Wetten derzeit ausgeglichen. Der Blick richtet sich jetzt auf die US-Inflationszahlen Ende der nächsten Woche, welche gemäss Analysten den Ausschlag geben könnten.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich von möglichen Leitzinserhöhungen nicht begeistert. So drohte auf seiner Plattform Truth Social für den Fall, dass das Fed die Zinsen nicht senkt, mit deutlichen Reaktionen. So wolle er den "Handel mit den Ländern einstellen", mit denen die USA ein Handelsdefizit haben. Das Fed solle patriotisch handeln: "Hohe Zinssätze versetzen die Vereinigten Staaten in eine extrem ungerechte Benachteiligung, und das werde ich nicht zulassen", so Trump.

___ SMI auf Wochensicht kaum verändert

Der SMI ging am Freitag mit einem kleinen Plus von 0,01 Prozent auf 14'395,94 Punkte aus dem Handel. Gewinner und Verlierer hielten sich im SMI am Freitag in etwa die Waage. Nach vergleichsweise geringen Ausschlägen die ganze Handelswoche hindurch, schloss er damit fast unverändert zur Vorwoche.

Der breite SPI sank minimal um 0,09 Prozent auf 20'206,24 Punkte, während der Mid-Cap-Index SMIM um 0,67 Prozent auf 3077,00 Punkte zurückkam.

___ Pharma- und Gesundheitswerte unter Druck

Bei den Schwergewichten gab es ein uneinheitliches Bild. Während Novartis (-1,3%) laut Händlern von dem vor ein paar Tagen angekündigten Studienstopp der CAR-T-Zelltherapie zurückgehalten wurden, schlossen Roche (+0,1%) kaum verändert. Bei Novartis könnten zudem nach dem guten Lauf der letzten Zeit auch Gewinne mitgenommen worden sein. Nestlé (+0,6%) stützten den Markt etwas.

Die Pharma- und Gesundheitsbranche neigte am Freitag generell zur Schwäche. Lonza (-2,5%) und Sandoz (-2,8%) hatten daher die rote Laterne unter den Blue Chips. Überdurchschnittlich verloren auch Alcon (-1,2%), Straumann (-1,1%) und Sonova (-0,7%).

Bei Kühne+Nagel (-1,4%) wirkte sich eine Ratingsenkung von Morgan Stanley auf "Underweight" von "Equal Weight" negativ aus.

___ Technologie- und Bauwerte gefragt

Besonders deutlich ging es für Halbleiter- und Technologietitel aufwärts. So landeten VAT (+2,8%) an der Spitze der SLI-Werte. Dahinter zogen im breiten Markt auch Inficon, Comet und AMS Osram bis zu 6,3 Prozent an.

Gefragt waren zudem Werte aus dem Bausektor. Holcim (+2,4%) schafften es sogar ganz nach oben in die Tabelle. Bei Amrize (+1,9%) bröckelten zwischenzeitlich noch deutlichere Gewinne wieder etwas ab. Auch Sika (+1,4%) konnten von der guten Branchenstimmung profitieren.

Im breiten Markt ging es mit Vontobel (-2,9%) nach einer Abstufung durch die ZKB abwärts. Auf der anderen Seite wurden Cicor (+5,3%) laut Händlern durch einen verteidigenden Kommentar der UBS angetrieben. Zudem erholten sich DocMorris (+5,9%) wieder von der jüngsten Schwächephase.


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