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Markt und Börse   07.10.2026 18:15:18

Aktien Schweiz Schluss: SMI von hohen Anleihenrenditen und Ölpreisen belastet

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem richtungslosen Handelstag wenig verändert geschlossen. Belastet wurde die Stimmung von hohen Anleihenrenditen und wieder steigenden Ölpreisen. Dagegen wurde der hiesige Leitindex SMI von den klar festeren Pharma-Schwergewichten Novartis und Roche gestützt.

In den USA kletterte die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen am Mittwoch auf den höchsten Stand seit 2002. In Europa stand derweil erneut vor allem die Entwicklung der französischen Staatspapiere im Vordergrund. Der Chef der französischen Zentralbank sah sein Land in einem Radiointerview mit Blick auf das Staatsdefizit in einer "Risikozone" und mahnte einen soliden Haushaltsplan für 2027 an.

Keine Entspannung gab es am Ölmarkt, wo die Notierungen vor dem Hintergrund anhaltender Angriffe auf Öltanker in der Strasse von Hormus wieder anzogen. Derzeit zeichneten sich weder sinkende Energiepreise noch glaubwürdige Massnahmen zur Stabilisierung der hohen Staatsverschuldung ab, kommentierte ein Marktanalyst. Umso mehr würden die Anleger in dem am Mittwochabend anstehenden Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed auf Hinweise für den weiteren Zinskurs achten.

___ Schwache Bankenwerte

Der SMI ging am Mittwoch 0,14 Prozent im Plus bei 13'808,42 Punkten aus dem Handel. Von den 20 Titeln schlossen alle ausser drei in der Gewinnzone. Der Mid-Cap-Index SMIM gab dagegen um 0,53 Prozent auf 3050,91 Punkte nach und der breite SPI verlor 0,04 Prozent auf 19'555,48 Zähler. Die wichtigen europäischen Märkte schlossen deutlich schwächer.

Unter Druck standen nicht zuletzt Bankenwerte und zyklische Titel: Deutliche Abschläge gab es etwa für die Julius Bär-Aktien (-3,9%), die ihre jüngsten Gewinne dank dem Ende der Finma-Untersuchung und der Ankündigung von Aktienrückkäufen mittlerweile vollständig eingebüsst haben. Auch UBS (-3,1%) gaben im Umfeld europaweit schwacher Bankentitel deutlich nach.

Deutliche Kursabgaben gab es auch für Industrie- und Bauwerte wie ABB und Holcim (je -3,3%), Amrize (-2,7%) und Sika (-1,0%). Schwächer schlossen die in diesem Jahr sehr stark gelaufenen Aktien des Chipindustrie-Zulieferers VAT (-2,3%). Die Analysten von Berenberg erhöhten am Mittwoch zwar ihre Gewinnprognosen für das Industrieunternehmen, angesichts der hohen Bewertung blieben sie aber bei ihrer "Hold"-Empfehlung.

Durchzogen zeigten sich die Versicherungswerte: So schlossen die Aktien von Swiss Life und Zurich (je -0,7%) wie auch von HelvetiaBaloise (-0,4%) schwächer. Mit Gewinnen gingen dagegen die Titel des Rückversicherers Swiss Re (+0,5%) aus dem Handel, die damit auch weiterhin nahe ihren Jahreshöchstwerten notieren.

___ Starke Gesundheitswerte

Gesucht waren am Mittwoch aber vor allem defensive Werte wie die Aktien des Nahrungsmittelriesen Nestlé (+0,5%) oder die Titel des Schokoladeherstellers Lindt&Sprüngli (+1,5%), die sich damit von den Anfang Woche erreichten Jahrestiefständen erholen. Deutlich im Plus schlossen auch Swisscom (+2,9%).

Klare Avancen gab es auch für Gesundheitswerte wie Galderma (+0,8%) oder Sandoz (+1,4%). Als stärkste SMI-Werte gingen die Pharma-Schwergewichte Novartis (+2,4%) und Roche (+1,9%) aus dem Handel, die damit auch den Bluechip-Index zum Börsenschluss noch ins Plus zogen.

Am breiten Markt schlossen Montana Aerospace (+3,1%) mit klaren Avancen nach einem Investorentag in einem rumänischen Produktionswerk. Die Titel der Online-Apotheke DocMorris (+5,7%) profitierten von positiven Analystenkommentaren für die deutsche Konkurrentin Redcare.


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