Markt und Börse
08.10.2026 18:15:15
Hohe Anleiherenditen und hohe Ölpreise zählten dabei weiter zu den grössten Belastungsfaktoren. Von einem Orkan könne zwar noch nicht die Rede sein, zumindest für einen kräftigen Herbststurm würden sich die Zeichen aber mehren, meinte ein Händler.
Ein Medienbericht über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran noch vor den Zwischenwahlen in den USA trieb die Ölpreise nach oben und die Sorte Brent kostete phasenweise über 105 US-Dollar das Fass. Gleichzeitig sorgten sich die Anleger weiter um das Staatsdefizit in Frankreich. "Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu grösseren Aktienkäufen begrenzt bleiben", schrieb ein Marktexperte vom Broker CMC Markets.
___ SMI von Nestlé gestützt
Der SMI verlor bei Handelsschluss 1,24 Prozent auf 13'637,00 Punkte. Das Tagestief am Morgen lag mit 13'618 Zählern noch etwas tiefer, das Tageshoch am Nachmittag bei 13'746 deutlich höher. Von den 20 Einzeltiteln notierten bei Handelsschluss 18 im Minus und nur zwei im Plus. Der Mid-Cap-Index SMIM verlor 0,56 Prozent auf 3033,96 Punkte und der breite SPI 1,11 Prozent auf 19'338,33 Zähler.
Für einen guten Teil der SMI-Verluste waren die beiden Pharma-Indexschwergewichte Novartis (-1,9%) und Roche PS (-2,0%) verantwortlich - dies, obwohl beide positive Produktnews vermelden konnten. Am Vortag hatten sie allerdings je noch mehr als 2 Prozent zugelegt. Beide werden noch vor Ende Monat über ihr Ergebnis für die Monate Juli bis September berichten.
Dass der SMI nicht noch mehr verlor, hatte heute vor allem mit Nestlé (+0,6%) zu tun. Die Aktien des Nahrungsmittelherstellers und dritten Index-Schwergewichtes profitierten laut Händlern von Safe-Haven-Käufen aufgrund des unsicheren Börsenumfelds und nicht etwa von guten Firmennews. Nestlé wird in genau zwei Wochen seine Neunmonats-Umsätze bekanntgeben.
Ein knappes Plus gab es ausserdem noch für Galderma (+0,1%), nur ein ganz knappes Minus für Zurich (-0,03%). Am Tabellenende standen derweil neben den bereits genannten mit Richemont (-2,4%), Sika (-1,7%), ABB (-1,4%) und Holcim (-1,3%) vor allem Zykliker sowie mit Lonza (-2,4%) und Sandoz (-2,0%) Titel aus der Gesundheitsbranche.
___ Weniger Konsumfreude
Bei den SMIM-Werten verloren Avolta (-4,0%) und Straumann (-3,6%) sehr deutlich. Sie hätten unter der Angst vor einer Eintrübung der Konsumfreudigkeit gelitten, sagte ein Händler. DSM Firmenich (-1,8%) gerieten derweil unter Druck, weil die Bank Vontobel das Rating auf "Hold" von zuvor "Buy" zurückgenommen hatte.
Bei Lindt&Sprüngli (PS +2,2%) als grösstem Midcap-Gewinner war dagegen von Unterstützung durch Titelkäufe aus dem Top-Management die Rede. Allerdings gehören die Titel im bisherigen Jahresverlauf zu den grössten Verlierern. Auch Sonova (+1,2%) hielten sich gegen den negativen Gesamttrend klar im Plus, unterstützt durch eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs.
Im breiten Markt fielen Newron mit einem Minus von 3,2 Prozent auf, wobei dieses im Tief gar bei rund 20 Prozent gelegen hat. Das Pharmaunternehmen hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA ein schriftliches Dokument zu dem seit April 2026 bestehenden klinischen Stopp in US-Studienzentren erhalten.
Gegen den Trend zogen hingegen Emmi (+2,5% auf 861 Fr.) klar an. Grund dafür war laut Händlern eine Kaufempfehlung der Bank Vontobel mit einem Kursziel von hohen 1100 Franken. Emmi agiere aus einer Position der Stärke heraus und profitiere von strukturellem Rückenwind, hiess es.
Aktien Schweiz Schluss: Deutlich tiefer - Zinsen und Öl
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Donnerstag sehr klar im Minus beendet. Nach einem schwachen Morgen kam es am Nachmittag zu einer gewissen Erholung, die dann allerdings gegen Handelsende wieder stark abflachte. Im Markt war von einer zum Teil recht düsteren Stimmung die Rede.Hohe Anleiherenditen und hohe Ölpreise zählten dabei weiter zu den grössten Belastungsfaktoren. Von einem Orkan könne zwar noch nicht die Rede sein, zumindest für einen kräftigen Herbststurm würden sich die Zeichen aber mehren, meinte ein Händler.
Ein Medienbericht über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran noch vor den Zwischenwahlen in den USA trieb die Ölpreise nach oben und die Sorte Brent kostete phasenweise über 105 US-Dollar das Fass. Gleichzeitig sorgten sich die Anleger weiter um das Staatsdefizit in Frankreich. "Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu grösseren Aktienkäufen begrenzt bleiben", schrieb ein Marktexperte vom Broker CMC Markets.
___ SMI von Nestlé gestützt
Der SMI verlor bei Handelsschluss 1,24 Prozent auf 13'637,00 Punkte. Das Tagestief am Morgen lag mit 13'618 Zählern noch etwas tiefer, das Tageshoch am Nachmittag bei 13'746 deutlich höher. Von den 20 Einzeltiteln notierten bei Handelsschluss 18 im Minus und nur zwei im Plus. Der Mid-Cap-Index SMIM verlor 0,56 Prozent auf 3033,96 Punkte und der breite SPI 1,11 Prozent auf 19'338,33 Zähler.
Für einen guten Teil der SMI-Verluste waren die beiden Pharma-Indexschwergewichte Novartis (-1,9%) und Roche PS (-2,0%) verantwortlich - dies, obwohl beide positive Produktnews vermelden konnten. Am Vortag hatten sie allerdings je noch mehr als 2 Prozent zugelegt. Beide werden noch vor Ende Monat über ihr Ergebnis für die Monate Juli bis September berichten.
Dass der SMI nicht noch mehr verlor, hatte heute vor allem mit Nestlé (+0,6%) zu tun. Die Aktien des Nahrungsmittelherstellers und dritten Index-Schwergewichtes profitierten laut Händlern von Safe-Haven-Käufen aufgrund des unsicheren Börsenumfelds und nicht etwa von guten Firmennews. Nestlé wird in genau zwei Wochen seine Neunmonats-Umsätze bekanntgeben.
Ein knappes Plus gab es ausserdem noch für Galderma (+0,1%), nur ein ganz knappes Minus für Zurich (-0,03%). Am Tabellenende standen derweil neben den bereits genannten mit Richemont (-2,4%), Sika (-1,7%), ABB (-1,4%) und Holcim (-1,3%) vor allem Zykliker sowie mit Lonza (-2,4%) und Sandoz (-2,0%) Titel aus der Gesundheitsbranche.
___ Weniger Konsumfreude
Bei den SMIM-Werten verloren Avolta (-4,0%) und Straumann (-3,6%) sehr deutlich. Sie hätten unter der Angst vor einer Eintrübung der Konsumfreudigkeit gelitten, sagte ein Händler. DSM Firmenich (-1,8%) gerieten derweil unter Druck, weil die Bank Vontobel das Rating auf "Hold" von zuvor "Buy" zurückgenommen hatte.
Bei Lindt&Sprüngli (PS +2,2%) als grösstem Midcap-Gewinner war dagegen von Unterstützung durch Titelkäufe aus dem Top-Management die Rede. Allerdings gehören die Titel im bisherigen Jahresverlauf zu den grössten Verlierern. Auch Sonova (+1,2%) hielten sich gegen den negativen Gesamttrend klar im Plus, unterstützt durch eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs.
Im breiten Markt fielen Newron mit einem Minus von 3,2 Prozent auf, wobei dieses im Tief gar bei rund 20 Prozent gelegen hat. Das Pharmaunternehmen hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA ein schriftliches Dokument zu dem seit April 2026 bestehenden klinischen Stopp in US-Studienzentren erhalten.
Gegen den Trend zogen hingegen Emmi (+2,5% auf 861 Fr.) klar an. Grund dafür war laut Händlern eine Kaufempfehlung der Bank Vontobel mit einem Kursziel von hohen 1100 Franken. Emmi agiere aus einer Position der Stärke heraus und profitiere von strukturellem Rückenwind, hiess es.
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