Markt und Börse
15.10.2026 18:15:19
Ein dominierendes Thema an den Märkten blieb die Sorge um weitere Zinsanhebungen. Steigende Zinsen an den Kapitalmärkten könnten nicht zuletzt die mit hohen Schulden finanzierten Investitionen von Unternehmen in die Künstliche Intelligenz zunehmend infrage stellen, so die Befürchtungen.
Nach höher als erwarteten US-Inflationsdaten vom Vortag fielen auch die am Donnerstag publizierten Produzentenpreise klar über den Prognosen aus. "Damit verdichten sich die Hinweise, dass die Inflation in den USA wieder an Dynamik gewinnt", kommentierte ein Marktanalyst. Für die US-Notenbank Fed wachse damit der Druck, den restriktiven geldpolitischen Kurs weiter zu verschärfen.
___ SMI schliesst auf Tageshoch
Der SMI schloss am Donnerstag mit einem Plus von 1,55 Prozent auf seinem Tageshoch von 14'349,51 Punkten. Von den 20 Einzeltiteln notierten 17 im Plus und nur drei im Minus. Der Mid-Cap-Index SMIM stieg um 1,41 Prozent auf 3132,45 und der breite SPI gewann 1,44 Prozent auf 20'243,96 Punkte. Die wichtigsten europäischen Leitindizes legten derweil etwas moderater zu.
Stärkste SMI-Werte waren die Aktien des Augenheilmittelspezialisten Alcon (+3,3%) sowie des Pharmazulieferers Lonza (+3,1%). Nach einem am Vorabend in den USA abgehaltenen Kapitalmarkttag erhöhten am Donnerstag mehrere Analysten ihre Kursziele für die Lonza-Titel.
Stark zeigten sich auch die defensiven Schwergewichte. So legten sowohl Nestlé (+2,8%) als auch die Pharmatitel Novartis (+2,6%) und Roche (+2,4%) über dem Marktschnitt zu. Auch die Aktien des Generikaherstellers Sandoz (+2,0%) schlossen deutlich fester.
Klare Kursgewinne gab es zudem für die als dividendenstark geltenden Versicherungswerte wie etwa Zurich (+2,8%) oder Swiss Re (+1,9%). Die Rückversicherungstitel hatten am Vortag noch wegen skeptischer Analystenberichte unter Druck gestanden.
Noch deutlichere Gewinne verzeichneten im breiten Markt die Aktien der Schokoladeherstellers Lindt&Sprüngli (+6,3%) und Barry Callebaut (+7,7%). Im Handel wurde auf überraschend starke Zahlen zur weltweiten Kakaoverarbeitung verwiesen.
Dagegen standen die UBS-Titel (-0,1%) im Einklang mit den weiteren europäischen Bankenwerten unter Druck ebenso wie die Aktien der Privatbank Julius Bär (-0,5%). Schwächste SMI-Werte waren die zyklischen ABB-Aktien (-3,4%).
Abwärts ging es auch mit den VAT-Titeln (-1,8%), obwohl der Chipindustrie-Zulieferer am Morgen einen Rekord beim Auftragseingang vermeldete und den Ausblick für 2027 erhöhte. Analysten reagierten denn auch mit Lob. Der Spielraum für die Aktie sei aber wegen der bereits hohen Bewertung begrenzt, hiess es.
Auch weitere hiesige "Techwerte" wie Inficon (-5,9%) oder Comet (-7,0%) schlossen klar schwächer. Scharfe Verluste erlitten zudem die Aktien des Verbindungstechnikspezialisten Huber+Suhner (-7,9%) nach einer Kurszielsenkung.
Unter Druck standen auch die Aktien des Ostschweizer Elektronikhersteller Cicor (-4,3%), der mit seinem Quartalsumsatz die Markterwartungen verfehlte. Gut aufgenommen wurden die Quartalsresultate der Online-Apotheke DocMorris (+3,6%).
Aktien Schweiz Schluss: SMI legt den fünften Tag in Folge zu
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag klar zugelegt, womit die Indizes bereits den fünften Tag in Folge fester schlossen. Der hiesige Markt profitierte dabei einmal mehr auch von seiner eher defensiven Ausrichtung, während technologienahe Werte weiterhin unter Druck standen.Ein dominierendes Thema an den Märkten blieb die Sorge um weitere Zinsanhebungen. Steigende Zinsen an den Kapitalmärkten könnten nicht zuletzt die mit hohen Schulden finanzierten Investitionen von Unternehmen in die Künstliche Intelligenz zunehmend infrage stellen, so die Befürchtungen.
Nach höher als erwarteten US-Inflationsdaten vom Vortag fielen auch die am Donnerstag publizierten Produzentenpreise klar über den Prognosen aus. "Damit verdichten sich die Hinweise, dass die Inflation in den USA wieder an Dynamik gewinnt", kommentierte ein Marktanalyst. Für die US-Notenbank Fed wachse damit der Druck, den restriktiven geldpolitischen Kurs weiter zu verschärfen.
___ SMI schliesst auf Tageshoch
Der SMI schloss am Donnerstag mit einem Plus von 1,55 Prozent auf seinem Tageshoch von 14'349,51 Punkten. Von den 20 Einzeltiteln notierten 17 im Plus und nur drei im Minus. Der Mid-Cap-Index SMIM stieg um 1,41 Prozent auf 3132,45 und der breite SPI gewann 1,44 Prozent auf 20'243,96 Punkte. Die wichtigsten europäischen Leitindizes legten derweil etwas moderater zu.
Stärkste SMI-Werte waren die Aktien des Augenheilmittelspezialisten Alcon (+3,3%) sowie des Pharmazulieferers Lonza (+3,1%). Nach einem am Vorabend in den USA abgehaltenen Kapitalmarkttag erhöhten am Donnerstag mehrere Analysten ihre Kursziele für die Lonza-Titel.
Stark zeigten sich auch die defensiven Schwergewichte. So legten sowohl Nestlé (+2,8%) als auch die Pharmatitel Novartis (+2,6%) und Roche (+2,4%) über dem Marktschnitt zu. Auch die Aktien des Generikaherstellers Sandoz (+2,0%) schlossen deutlich fester.
Klare Kursgewinne gab es zudem für die als dividendenstark geltenden Versicherungswerte wie etwa Zurich (+2,8%) oder Swiss Re (+1,9%). Die Rückversicherungstitel hatten am Vortag noch wegen skeptischer Analystenberichte unter Druck gestanden.
Noch deutlichere Gewinne verzeichneten im breiten Markt die Aktien der Schokoladeherstellers Lindt&Sprüngli (+6,3%) und Barry Callebaut (+7,7%). Im Handel wurde auf überraschend starke Zahlen zur weltweiten Kakaoverarbeitung verwiesen.
Dagegen standen die UBS-Titel (-0,1%) im Einklang mit den weiteren europäischen Bankenwerten unter Druck ebenso wie die Aktien der Privatbank Julius Bär (-0,5%). Schwächste SMI-Werte waren die zyklischen ABB-Aktien (-3,4%).
Abwärts ging es auch mit den VAT-Titeln (-1,8%), obwohl der Chipindustrie-Zulieferer am Morgen einen Rekord beim Auftragseingang vermeldete und den Ausblick für 2027 erhöhte. Analysten reagierten denn auch mit Lob. Der Spielraum für die Aktie sei aber wegen der bereits hohen Bewertung begrenzt, hiess es.
Auch weitere hiesige "Techwerte" wie Inficon (-5,9%) oder Comet (-7,0%) schlossen klar schwächer. Scharfe Verluste erlitten zudem die Aktien des Verbindungstechnikspezialisten Huber+Suhner (-7,9%) nach einer Kurszielsenkung.
Unter Druck standen auch die Aktien des Ostschweizer Elektronikhersteller Cicor (-4,3%), der mit seinem Quartalsumsatz die Markterwartungen verfehlte. Gut aufgenommen wurden die Quartalsresultate der Online-Apotheke DocMorris (+3,6%).
Zum gleichen Thema
| MARKT UND BÖRSE | 15.10.2026 18:52:10 | Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gibt nach - Zürich und London stark |
Betroffene Instrumente
N/A