Markt und Börse
02.11.2026 18:15:23
Die Aktienmärkte hingen weiterhin am Tropf der Energiemärkte, sagte ein Händler. "Der Ölpreis ist und bleibt das Fieberthermometer". Entsprechend sei weiter Vorsicht geboten. Bis zu den Ergebnissen der US-Zwischenwahlen am Mittwochmorgen werde sich zudem wohl kaum jemand zu weit aus dem Fenster lehnen wollen. Die Midterms könnten zum politischen Lackmustest für die zweite Hälfte von Trumps Amtszeit werden, so der Händler. Ausserdem werden am Berichtstag nach US-Schluss noch die Quartalszahlen von Apple erwartet.
___ SMI um die 14'800
Der Leitindex SMI schloss 0,05 Prozent tiefer bei 14'802,52 Punkten, wobei die Gewinner mit drei zu eins klar überwogen. Der breite SPI gewann hingegen um 0,10 Prozent auf 20'867,74 Punkte. Und der Mid-Cap-Index SMIM legte wegen des beschränkten Einflusses der Schwergewichte gar um deutliche 0,83 Prozent auf 3230,94 Punkte zu.
Der SMI litt - wie eingangs erwähnt - unter einer Schwäche seiner zwei grössten Titeln: den beiden Pharmawerten Roche (PS -1,5% auf 397,20 Fr.) und Novartis (-1,7% auf 131,52). Allzu überraschend kam das allerdings nicht, nachdem sie in der Vorwoche erneut bei den grössten Gewinnern gewesen waren. Aufgrund der starken Avancen, haben diverse Analysten nun ihr Anlageurteil angepasst. Bei Roche senkte UBS das Rating auf "Neutral", wenn auch bei erhöhtem Kursziel von 440 Franken. Für Novartis ging die Deutsche Bank mit ihrem Votum auf "Sell" mit Kursziel 115 Franken.
Satte Avancen gab es derweil bei baunahen Titeln wie Amrize (+4,5%), Sika (+3,2%), Holcim (+3,1%) oder Geberit (+2,5%). Sie dürften laut Händlern von einigermassen guten Einkaufsmanagerindizes in diversen Ländern profitiert haben. Geberit wird am (morgigen) Dienstag über die Neunmonatsentwicklung berichten. Weit vorne waren mit Partners Group (+2,1%) und UBS (+1,4%) ausserdem noch zwei Finanzwerte.
Beim SMIM ging die Bandbreite von Straumann (+3,3%) bis Temenos (-3,1%). Auch hier war der grösste Teil der 30 Einzeltitel im Plus.
___ Grosse Bewegungen bei SPI-Firmen
Im breiten Markt gab es zum Wochenanfang diverse grössere Kursbewegungen. So sackten etwa Arbonia um deutliche 13 Prozent ab. Der Ostschweizer Bauzulieferer musste wegen des schleppenden Geschäfts in Deutschland seine Prognose für das laufende Jahr senken. Es ist die zweite Gewinnwarnung in diesem Jahr - was entsprechend wenig goutiert wurde.
Autoneum gewannen derweil 9,4 Prozent. Der Autozulieferer wird mit dem geplanten Kauf der französischen Trèves Group um rund einen Drittel wachsen. Die Winterthurer würden einen Turnaround-Kandidaten kaufen, hiess es bei Analysten. Und bei Restrukturierungen habe Autoneum einen guten Leistungsausweis.
Auch Medartis (+6,9%) kam mit einer Gewinnwarnung an den Markt, allerdings mit einer positiven. Das Orthopädieunternehmen dürfte sein erst im August erhöhtes Umsatzziel übertreffen, dies dank einem guten US-Geschäft. Und Bajaj (+11%), die früherer Pierer-Gesellschaft, legten im Vorfeld der für den (morgigen) Dienstag angesagten Q3-Zahlen bei hohen Volumen stark zu.
Bei Cembra (-6,9%) verkauften Anleger nach einer Ratingsenkung auf "Sell" durch die UBS. Es dürfte für den Konsumkreditspezialisten schwierig werden, das mittelfristige ROE-Ziel von 15 Prozent nachhaltig zu übertreffen, meinte der neu zuständige Analyst. Die Risiken seien jedenfalls nach unten gerichtet
Bei Oerlikon (-4,3%) senkte Research Partners die Papiere auf 'Verkaufen', auf der anderen Seite blieb die UBS bei ihrer Kaufempfehlung und erhöhte gar das Kursziel.
Aktien Schweiz Schluss: SMI von Pharmaschwergewichten gebremst
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Montag gemessen am SMI kaum verändert beendet. Ein Grossteil der Einzeltitel schloss im grünen Bereich, der SMI wurde aber gebremst von einer Schwäche der beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis. Grund waren allerdings nicht schlechte Produkt- oder Studiennews, sondern Abstufungen aus Analystenkreisen. Rückenwind kam derweil vom deutlichen Rückgang der Ölpreise, was vor allem konjunktursensitive Titel beflügelte.Die Aktienmärkte hingen weiterhin am Tropf der Energiemärkte, sagte ein Händler. "Der Ölpreis ist und bleibt das Fieberthermometer". Entsprechend sei weiter Vorsicht geboten. Bis zu den Ergebnissen der US-Zwischenwahlen am Mittwochmorgen werde sich zudem wohl kaum jemand zu weit aus dem Fenster lehnen wollen. Die Midterms könnten zum politischen Lackmustest für die zweite Hälfte von Trumps Amtszeit werden, so der Händler. Ausserdem werden am Berichtstag nach US-Schluss noch die Quartalszahlen von Apple erwartet.
___ SMI um die 14'800
Der Leitindex SMI schloss 0,05 Prozent tiefer bei 14'802,52 Punkten, wobei die Gewinner mit drei zu eins klar überwogen. Der breite SPI gewann hingegen um 0,10 Prozent auf 20'867,74 Punkte. Und der Mid-Cap-Index SMIM legte wegen des beschränkten Einflusses der Schwergewichte gar um deutliche 0,83 Prozent auf 3230,94 Punkte zu.
Der SMI litt - wie eingangs erwähnt - unter einer Schwäche seiner zwei grössten Titeln: den beiden Pharmawerten Roche (PS -1,5% auf 397,20 Fr.) und Novartis (-1,7% auf 131,52). Allzu überraschend kam das allerdings nicht, nachdem sie in der Vorwoche erneut bei den grössten Gewinnern gewesen waren. Aufgrund der starken Avancen, haben diverse Analysten nun ihr Anlageurteil angepasst. Bei Roche senkte UBS das Rating auf "Neutral", wenn auch bei erhöhtem Kursziel von 440 Franken. Für Novartis ging die Deutsche Bank mit ihrem Votum auf "Sell" mit Kursziel 115 Franken.
Satte Avancen gab es derweil bei baunahen Titeln wie Amrize (+4,5%), Sika (+3,2%), Holcim (+3,1%) oder Geberit (+2,5%). Sie dürften laut Händlern von einigermassen guten Einkaufsmanagerindizes in diversen Ländern profitiert haben. Geberit wird am (morgigen) Dienstag über die Neunmonatsentwicklung berichten. Weit vorne waren mit Partners Group (+2,1%) und UBS (+1,4%) ausserdem noch zwei Finanzwerte.
Beim SMIM ging die Bandbreite von Straumann (+3,3%) bis Temenos (-3,1%). Auch hier war der grösste Teil der 30 Einzeltitel im Plus.
___ Grosse Bewegungen bei SPI-Firmen
Im breiten Markt gab es zum Wochenanfang diverse grössere Kursbewegungen. So sackten etwa Arbonia um deutliche 13 Prozent ab. Der Ostschweizer Bauzulieferer musste wegen des schleppenden Geschäfts in Deutschland seine Prognose für das laufende Jahr senken. Es ist die zweite Gewinnwarnung in diesem Jahr - was entsprechend wenig goutiert wurde.
Autoneum gewannen derweil 9,4 Prozent. Der Autozulieferer wird mit dem geplanten Kauf der französischen Trèves Group um rund einen Drittel wachsen. Die Winterthurer würden einen Turnaround-Kandidaten kaufen, hiess es bei Analysten. Und bei Restrukturierungen habe Autoneum einen guten Leistungsausweis.
Auch Medartis (+6,9%) kam mit einer Gewinnwarnung an den Markt, allerdings mit einer positiven. Das Orthopädieunternehmen dürfte sein erst im August erhöhtes Umsatzziel übertreffen, dies dank einem guten US-Geschäft. Und Bajaj (+11%), die früherer Pierer-Gesellschaft, legten im Vorfeld der für den (morgigen) Dienstag angesagten Q3-Zahlen bei hohen Volumen stark zu.
Bei Cembra (-6,9%) verkauften Anleger nach einer Ratingsenkung auf "Sell" durch die UBS. Es dürfte für den Konsumkreditspezialisten schwierig werden, das mittelfristige ROE-Ziel von 15 Prozent nachhaltig zu übertreffen, meinte der neu zuständige Analyst. Die Risiken seien jedenfalls nach unten gerichtet
Bei Oerlikon (-4,3%) senkte Research Partners die Papiere auf 'Verkaufen', auf der anderen Seite blieb die UBS bei ihrer Kaufempfehlung und erhöhte gar das Kursziel.
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