Marktgespräch 6. Februar: SMI, Amrize
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.30 Uhr):
AMRIZE (+2,4% auf 43,63 Fr.): Muskelspiele
Die Aktien von Amrize können dem schwachen Gesamtmarkt am Freitag trotzen und an die Kursgewinne der vorangegangenen Tage anknüpfen. In hiesigen Börsenkreisen wird auf positive Vorgaben aus New York verwiesen, kamen die dort gehandelten Titel nachbörslich doch in den Genuss steigender Notierungen. Rein rechnerisch läge die Parität sogar bei etwas mehr als 43,80 Franken. Die positiven Vorgaben aus Übersee gehen mit Spekulationen einher, wonach führende Hausbauer in den USA angeblich grosse Pläne hegen. Es sollen rund eine Million "Trump Häuser" entstehen, wie aus nicht näher bekannten Quellen verlautet. Dank der starken Marktstellung im US-Dachbau würde auch Amrize von einem solchen Vorhaben profitieren. Gemäss Schätzungen von Morgan Stanley dürfte dieser Geschäftszweig beim Baumaterialhersteller im vergangenen Jahr rund 29 Prozent zum Gruppenumsatz und immerhin 24 Prozent zum operativen Jahresgewinn beigetragen haben. Genaueres verspricht das Jahresergebnis. Dieses steht am 18. Februar auf der Agenda. Rückblickend ist die Abspaltung von Amrize von Holcim den Anlegererwartungen einiges schuldig geblieben. Denn währenddem die Aktien des ehemaligen Mutterhauses weit über dem Referenzkurs unmittelbar vor der Abspaltung von 47,60 Franken notieren, sind jene von Amrize noch immer unter dem seinerzeitigen Referenzkurs von 46,08 Franken zu haben. Vermutlich ist auch aufgrund dieser Diskrepanz seit Wochen Tagen wieder von Umschichtungen aus Holcim in Amrize die Rede.
,,,SMI (-0,48% auf 13'401,06 Pkte): Am Rekordhoch abgeprallt?
Noch am Mittwoch feierte der Schweizer Leitindex bei 13'588 Punkten ein weiteres Rekordhoch. Doch nun geht es wieder bergab. Dies war auch schon Mitte Januar der Fall, als der SMI auf 13'476 Punkten ein Rekordhoch erzielt hatte. Nach diesem zweiten Versuch eines Ausbruchs nach oben müsse man sich fragen, ob es dies nun erst einmal gewesen sei mit weiteren Kursrekorden, sagt ein Händler. Der SMI habe trotz seiner Schwäche sein Rekordhoch (13.588 Pkte) nicht aus den Augen verloren, hält BNP Paribas dagegen. Am Berichtstag zeichne sich zwar kein Angriff auf den Rekordstand ab. Aber es drohe gegen unten keine unmittelbare Gefahr. Mit dem aktuell bei 13'217 Punkten verlaufenden 38-Tage-Durchschnitt und dem März-Hoch bei 13'199 Punkten warteten zunächst recht solide Unterstützungen. Erst bei einem Unterschreiten könnte ein Test des bisherigen Jahrestiefs vom 29. Januar bei 12.942 Punkten drohen. Aber bis dahin liegen noch einige Punkte. Möglicherweise sei daher die heutige Schwäche einfach eine Konsolidierung, nach der es getreu dem Motto "Reculer pour mieux sauter" weiter nach oben gehe, meint ein Händler.
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