Marktgespräch 12. Februar: SMI, Sandoz
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):
SMI (+0,18% auf 13'570,91 Pkte): In luftiger Höhe
Der Schweizer SMI ist im Aufwärtstrend. Dabei geht es aber nicht rutschartig vorwärts. Vielmehr schiebe sich der Leitindex Stück für Stück nach oben, heisst es im aktuellen Kommentar von BNP Paribas. Nun hat der SMI im frühen Handel bei 13'603,41 Zählern ein neues Rekordhoch erreicht. Allerdings konnte er sich nicht lange dort oben behaupten und ist wieder klar unter die Marke von 13'600 Punkte zurückgefallen. Das kurzfristige Chartbild hat sich laut BNP aufgehellt, nachdem der SMI am Vortag erstmals über dem Januarhoch bei 13'529 Punkten geschlossen habe. Damit stünde dem SMI eigentlich kein horizontales Hindernis mehr im Weg. Auch der RSI notiere noch im neutralen Bereich und sollte damit neuen Rekordhöhen ebenfalls nicht im Wege stehen. Gehe dem SMI aber die Puste aus, könnten die aktuell bei 13'279 Punkten verlaufende 38-Tage-Linie und das März-Hoch bei 13'199 Punkten durchaus noch einmal in den Fokus rücken, so BNP Paribas weiter. Zudem werde die Luft immer dünner, je weiter es nach oben gehe, heisst es auch am Markt. Damit brauche es nicht viel und die bullishe Stimmung könnte kippen.
SANDOZ (+5,5% auf 66,16 Fr.): Der zweite Blick
Manchmal braucht es einen zweiten Blick, damit das Bild schärfer wird. Das geht auch Analysten mitunter so, wie man im Fall Sandoz sieht. Der zuständige Jefferies-Analyst hat die Papiere am Morgen auf "Buy" hochgestuft und sein Kursziel um annähernd 50 Prozent auf 75 Franken erhöht. Der Grund: Er habe die Biosimilar-Pipeline des Generika-Konzerns bislang nicht ausreichend in seiner Einschätzung berücksichtigt. Tatsächlich verlieren in den kommenden Jahren einige umsatzstarke Medikamente ihren Patentschutz. Für eine gewisse Spannung sorgt kurzfristig aber erst einmal die Einführung erster Nachahmer für die neuartigen GLP-1-Mittel in Kanada und Brasilien, wo der Patentschutz in der Indikation Diabetes abgelaufen ist. Wie die Jefferies-Experten schreiben, verliere mit Semaglutide eines der kommerziell wichtigsten Medikamente des Jahrzehnts seinen Exklusivitätsstatus. Allerdings dürften die Chancen im laufenden Jahr durch intensiven Wettbewerb, raschen Preisverfall und ungewisse Erstattungen begrenzt sein. Entsprechend setzte er bei Sandoz eher auf die verschiedenen Pipeline-Projekte wie etwa für die Krebs-Immuntherapeutika, die in den kommenden Jahren generisch werden. Angesichts der Grösse und Feuerkraft der ehemaligen Novartis-Tochter traut der Experte Sandoz zu, auch weiter ganz vorne mitzuspielen.
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