Marktgespräch 23. März: SMI-Technik, Sandoz
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.20 Uhr):
SMI (-1,65% auf 12'118): Klar in der Korrekturphase
Der SMI ist mittlerweile auf den tiefsten Stand seit Ende September 2025 gefallen. Seit Beginn des Krieges beträgt das Minus fast 14 Prozent, wobei die Dividendenabgänge bei Novartis und Roche in der ersten Märzhälfte den Abwärtstrend noch etwas verschärft haben. Der Markt ist somit klar in eine Korrekturphase getreten. Bis zu einem Bärenmarkt (mehr als -20% gegenüber Höchststand von 14'063) dauert es allerdings noch etwas - ein solcher würde gemäss dieser Rechnung erst bei unter 11'250 Zählern anfangen. Um unter die Marke von 12'000 Punkten zu fallen, braucht es hingegen nicht mehr allzu viel. Auch aus technischer Sicht sieht das Bild mittlerweile recht düster aus. Nachdem am Donnerstag bereits die vielbeachtete 200-Tage-Linie unterschritten wurde, habe sich das Chartbild weiter eingetrübt, heisst es denn auch in einem Marktbericht von BNP Paribas. Ein nächstes Korrekturziel wäre dann das September-Tief bei 11'868 Punkten. Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings: Der SMI befinde sich nämlich schon in einer deutlich überverkauften Marktphase, womit durchaus Hoffnung auf eine baldige Gegenbewegung bestehe, so die Analysten der französischen Bank. Allerdings müsste schon die 200-Tage-Linie bei rund 12'600 zurückerobert werden, damit sich die Chart-Situation entspanne, heisst es.
SANDOZ (-4,1% auf 58,34 Fr.): Abverkauf läuft weiter
Bei der Generika-Spezialistin Sandoz gehen die Anpassungen weiter. Nachdem die Titel im vergangenen Jahr einer der grössten Gewinner waren, hat mit der Zahlenvorlage Ende Februar eine Neueinschätzung stattgefunden. Immer mehr Analysten verweisen beispielsweise darauf, dass vor allem im kommenden Jahr kaum Patente namhafter Medikamente auslaufen. Damit dürfte auch die Pipeline für Sandoz etwas trockenliegen. Das scheint nun doch Fragezeichen mit Blick auf die mittelfristigen Wachstumsziele hervorzurufen. Seit dem Hoch bei 72,70 Franken Ende Februar ging es denn auch in einer nahezu ungebrochenen Bewegung abwärts auf das derzeitige Niveau. Mit der Royal Bank of Canada hat nun noch ein weiterer Analyst seine bisherige Kaufempfehlung zurückgenommen. Ein solcher Schritt wiegt in einem ohnehin von Angst geprägten Umfeld dann mitunter stärker als an einem weniger emotionalen Tag, heisst es dazu im Handel.
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