Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig Bewegung zum Handelsstart erwartet
Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt dürfte sich das volatile Marktgeschehen zur Wochenmitte fortsetzen. Das alles beherrschende Thema sind die im Tagesverlauf erwarteten Zollankündigungen von Donald Trump. Entsprechend uneinheitlich sind auch die Vorgaben aus Übersee.
Am heutigen Abend nach Börsenschluss will Trump eine Reihe von reziproken Zöllen ankündigen, die bei allen Ländern beginnen werden. Wie aus dem Weissen Haus angekündigt wurde, werden die Zölle sofort in Kraft treten. Davor stehen mit den ADP-Daten noch weitere Zahlen zum US-Arbeitsmarkt an. Sie folgen auf die bereits am Vortag publizierten Jolts-Daten (Job Openings and Labor Turnover Survey) und bieten Investoren eine weiter Indikation für den am Freitag geplanten monatlichen Arbeitsmarktbericht.
Der von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert vorbörslich gegen 8.10 Uhr mit 0,13 Prozent leicht tiefer bei 12'669,88 Punkten. Dabei geben alle Werte bis auf Novartis (+0,3%) nach. Der Pharmakonzern profitiert von einem Analystenkommentar.
Ansonsten gibt es zwar einige Unternehmensmeldungen, ob sie aber tatsächlich relevant genug sind, um die jeweiligen Kurse dann auch wirklich zu bewegen, wird sich mit dem Handelsstart zeigen.
So hat ABB (-0,2%) den Verkauf des städtischen Entwicklungsareals in Zürich Oerlikon an die Stadt Zürich abgeschlossen. Dieser Verkauf wurde bereits 2021 vereinbart.
Kühne+Nagel (-0,2%) wiederum hat eine Partnerschaft mit Changan Automobile geschlossen. Der Logistiker übernimmt für den chinesischen Autobauer die Aftermarket-Logistik für Elektrofahrzeuge auf dem europäischen Markt.
Derweil hat der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler (-0,2%) in Kanada einen Auftrag erhalten.
Bei Straumann (-1,2%) und Sandoz (-0,3%) könnten sich vorsichtige Analystenkommentare im weiteren Verlauf leicht belastend bemerkbar machen.
In den hinteren Reihen hat noch Avolta (-0,3%) am Shanghai Pudong International Airport einen Auftrag für mehrere neue Läden erhalten. Derweil stellt sich die Lebensmittelgruppe Orior (kein vb-Kurs) nach einem happigen Verlust 2024 neu auf.
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