Aktien Schweiz Vorbörse: Gespanntes Warten auf Trump in Davos
Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt dürften die Kurse auch am Mittwoch eher unten tendieren. Denn die Vorgaben aus den USA sind nach dem langen Wochenende negativ. Sowohl der Dow Jones als auch die Nasdaq haben deutlich korrigiert und sehr schwach geschlossen. Damit hinterlässt der von den USA losgetretene Zank um Grönland immer deutlichere Spuren an den Finanzmärkten. Nun wird mit Spannung die Rede von Donald Trump am WEF in Davos erwartet.
"Der starke Anstieg des Goldpreises ist ein guter Indikator dafür, wie unsicher und angespannt die Märkte geworden sind", beschrieb eine Händlerin die Stimmung. Abgesehen vom WEF ist der heutige Kalender recht dünn gefüllt, auch international und von Seiten der Konjunktur stehen keine wirklichen Highlights im Programm. Einen Blick wert sein dürfte allerdings der Fall Trump gegen Cook vor dem US Supreme Court. Das Gericht diskutiert über die von Trump initiierte Entlassung der Notenbankerin und je nach Ausgang könnte sich ein brisanter Präzedenzfall ergeben.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.10 Uhr um 0,27 Prozent tiefer bei 13'135 Punkten. Bereits mit den Verlusten am gestrigen Dienstag hatte der Leitindex seine Gewinne seit Jahresbeginn schon wieder aufgezehrt.
Erneut gab es schlechte Nachrichten für Nestlé (-0,2%). Nach dem Rückruf von Säuglingsnahrung des Lebensmittelriesen und dem Tod eines Säuglings ist in Frankreich eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden. Ein Zusammenhang sei bislang aber nicht nachgewiesen, teilte das französische Gesundheitsministerium am Dienstag der Nachrichtenagentur AWP mit. Analysten befürchten einen Imageschaden für Nestlé.
Für die Aktien der Swiss Re (-2,2%) dürfte es nach einer Studie nach unten gehen. Goldman Sachs senkt die Einstufung auf "Sell" und reduziert auch das Kursziel. Die Analysten befürchten einen verstärkten Preisdruck und sehen den Zyklus überschritten.
Derweil sieht UBS-CEO (-0,2%) Sergio Ermotti die Bank gut für die Zukunft aufgestellt und stark kapitalisiert. Das sagte er in einem Interview mit Bloomberg TV anlässlich des WEF.
Im Rampenlicht stehen auch Barry Callebaut (+0,3%). Der Schokoladehersteller legte Zahlen vor und wechselt zudem überraschend den CEO aus. Der frühere Unilever-CEO Hein Schumacher übernimmt das Amt.
Derweil verlieren Bossard (-1,6%) nach einem Analystenkommentar. Komax (+2,8%) bauen ihr Vortagesplus weiter aus. Die Vorabzahlen hatten für Erleichterung gesorgt.
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