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Börse: Schlussbericht   21.01.2026 18:15:11

Aktien Schweiz Schluss: Wenig verändert nach Trump-Rede am WEF

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem tiefroten Vortag wenig verändert geschlossen. Im Fokus stand die Rede von US-Präsident Donald Trump am Weltwirtschaftsforum in Davos. Für Erleichterung sorgten vor allem Aussagen Trumps, wonach die USA keine Gewalt anwenden wolle, um die Kontrolle Grönlands zu erlangen.

Allerdings bekräftigte der US-Präsident den Anspruch seines Landes am arktischen Inselstaat: Er forderte "sofortige Verhandlungen" über den Kauf Grönlands. Die USA brauchten das Land "für die strategische nationale Sicherheit und die internationale Sicherheit." Es bleibe nun die Frage, wie die EU auf die Zollandrohungen aus den USA im Konflikt reagieren werde, meinte eine Kommentatorin: Diese habe Trump nicht zurückgenommen.

Der SMI verlor zu Handelsschluss 0,10 Prozent auf 13'156,81 Punkte, nachdem er am frühen Nachmittag bis auf ein Tagestief von 13'062 Zählern abgerutscht war. Der 30 Titel umfassende SLI legte dagegen 0,19 Prozent auf 2135,55 Zähler zu während der breite SPI wiederum 0,15 Prozent auf 18'171,24 Zähler verlor. Im SLI schlossen 18 Titel im Plus und zwölf im Minus.

Unter Druck standen den ganzen Tag über die Versicherungswerte wie Zurich (-2,4%), Swiss Life (-1,2%) und HelvetiaBaloise (-1,1%), die von Befürchtungen um die weitere Zinsentwicklung belastet wurden. Die Titel des Rückversicherers Swiss Re (-1,6%) wurden zusätzlich von einer Abstufung durch Goldman Sachs auf "Sell" gebremst.

Abwärts ging es einmal mehr mit den Titeln des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (-1,3%), die seit längerem von Qualitätsproblemen mit Babynahrung belastet werden. Nach dem Tod eines Säuglings ist in Frankreich nun auch eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden. Die Probleme haben nun auch den französischen Konkurrenten Danone sowie den Molkereikonzern Lactalis erreicht.

Uneinheitlich zeigten sich die Pharma-Schwergewichte, wo Novartis (+0,1%) zum Handelsschluss ins Plus drehten, Roche (GS -0,4%) dagegen schwächer schlossen. Während Vontobel das Novartis-Rating auf "Buy" erhöhte, hielten die Goldman Sachs-Analysten im Gegenzug an ihrem "Sell"-Rating fest. Roche wurden derweil von Vontobel weiter nur mit "Hold" bewertet.

Bei den Bankentiteln schlossen Julius Bär (+0,03%) knapp im Plus, während UBS (+1,1%) deutlich zulegten. UBS-Chef Sergio Ermotti hatte sich am Rand des WEF-Treffens in mehreren Fernsehinterviews positiv über den Stand der CS-Integration und die Wachstumsaussichten der Grossbank geäussert.

Bei den Gesundheitstiteln profitierten Sandoz (+1,2%) von einer Kurszielerhöhung und einem bestätigten Buy-Rating durch die Deutsche Bank. Kursgewinne gab es auch für die Medizinaltechnikwerte Sonova (+1,5%) und Straumann (+1,6%).

Stärker schlossen auch Lonza (+2,5%), wo am Markt von Umschichtungen aus anderen Pharmawerten gesprochen wurde. Die deutlichsten Kursgewinne entfielen auf Alcon (+4,0%) , die damit den scharfen Kurseinbruch vom Wochenbeginn wettmachen konnten.

Am breiten Markt legten die Titel des Schokoladekonzerns Barry Callebaut (+3,3%) trotz deutlich verfehlten Verkaufsvolumen im ersten Quartal zu. Analysten begrüssten den gleichzeitig bekannt gegebenen Chefwechsel: Dieser sei "überfällig gewesen" sei, erklärte ein Kommentator.

Kräftig nach oben ging es für die Titel von Polypeptide (+7,0%). Hier sorgten Analystenkommentare für ein Aufholen der Vortagesverluste. Sowohl die UBS als auch Berenberg erhöhten ihre Kursziel für die Titel des Peptidherstellers und rieten unverändert zum Kauf.

Auch Komax (+4,7%) setzen ihre Aufwärtsbewegung nach den Zahlen am Vortag fort. Zusätzlichen Rückenwind gab eine Hochstufung auf "Outperform" von Oddo. Dagegen schlossen DocMorris (-2,3%) am Tag nach den enttäuschenden Umsatzzahlen erneut im Minus.


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