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Börse: Eröffnungsbericht   29.01.2026 08:45:12

Aktien Schweiz Vorbörse: Schwächer gesehen - Ergebnisse im Fokus

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Donnerstag laut vorbörslichen Indikationen weiter nachgegeben. Nach dem kräftigen Minus vom Vortag sei eine Erholung im Verlauf zwar nicht ganz auszuschliessen, meinte ein Händler. Diese dürfte aber stark davon abhängen, wie die Marktteilnehmer die Firmenergebnisse, vor allem von Roche und ABB, interpretierten. Diese fielen unterschiedlich aus. Derweil sorgt auch die geopolitische Entwicklung, verstärkt im Nahen Osten, für Verunsicherung.

Die Vorgaben aus den USA seien ausserdem wenig richtungsweisend, heisst es weiter. Und auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed habe keine neuen Impulse gegeben. Diese hat die Zinsen wie erwartet unverändert gelassen. Marktbeobachter gehen nun davon aus, dass es vorerst keine Zinssenkungen geben wird. Nachbörslich gab es dann aber noch positive Impulse. Der Ausblick von Meta verhalf den Aktien zu einer starken nachbörslichen Kursreaktion. Auch Tesla legten nach Zahlen zu, abwärts ging es dagegen bei Microsoft.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,18 Prozent tiefer bei 13'000 Punkten. 15 SMI-Werte werden mit leichten Auftaktverlusten erwartet, drei stehen vorbörslich stärker unter Druck. Für zwei Titel werden höhere Kurse indiziert.

Den deutlichsten Abschlag gibt es bei Givaudan (-2,8%). Der Aromen- und Duftstoffhersteller hat 2025 organisch weiter oberhalb der Guidance zugelegt, gegenüber dem starken Vorjahr aber an Schwung verloren. Insgesamt wurden die Erwartungen der Analysten aber verfehlt.

Unter Druck stehen zudem Roche (-1,6%). Der Pharmakonzern hat 2025 zwar die eigenen Ziele erfüllt und auch der Blick nach vorne verspricht weiteres Wachstum. Den Konzerngewinn stieg auf 13,8 Milliarden von 9,2 Milliarden Franken im Vorjahr. Die ausgewiesenen Zahlen liegen aber insgesamt trotzdem unter dem Marktkonsens. Der "Roche Bon" hatte am Vortag schon 3,3 Prozent eingebüsst.

Bei Logitech (-1,7%) geht es weiter abwärts. Der Computerzubehörhersteller hatte am Vortag nach Zahlen schon 5,2 Prozent verloren.

Dagegen werden ABB (+3,9%) klar im Plus erwartet. Der Elektrokonzern hat im Schlussquartal 2025 überraschend viele Aufträge erhalten, ist deutlich gewachsen und hat die Analystenerwartungen übertroffen. Im laufenden Jahr soll es ähnlich weitergehen. Zudem wird ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu zwei Milliarden Dollar lanciert und die Dividende etwas mehr als erwartet erhöht.

Bei den nicht SMI-Werten werden Emmi (+1,9%), Bucher (+0,9%) sowie Landis+Gyr (+0,94) nach Zahlen höher erwartet.


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