Aktien Schweiz Vorbörse: Freundlich gesehen - US-Inflation im Blick
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt wird am Donnerstag etwas höher erwartet. Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost sind laut Händlern wenig richtungsweisend. Denn die US-Indizes hatten am Mittwoch zunächst zwar positiv auf den Arbeitsmarktbericht reagiert, ihre Gewinne jedoch schnell wieder abgegeben. Dafür könnten Äusserungen des US-Finanzministers Scott Bessent die Marktteilnehmer positiv stimmen, heisst es weiter. Denn dieser hatte gesagt, die USA hätten ein sehr "angenehmes" Verhältnis zu China. Dies nähre die Hoffnung, dass die beiden Länder ihren "Handelsfrieden" verlängern könnten.
Dafür haben sich nach den US-Jobdaten vom Vortag die Erwartungen einer weiteren Zinssenkung nach hinten verschoben, heisst es am Markt. Der erste Zinsschritt in diesem Jahr werde nun erst im Juli erwartet, nicht mehr im Juni. Im Januar waren in den USA mehr Jobs als erwartet geschaffen worden. Dafür wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten deutlich nach unten revidiert. Derweil geht hierzulande die Bilanzsaison weiter. Im Fokus steht die Swisscom. Ausserdem haben einige Banken und Industriefirmen Zahlen vorgelegt. Im Verlauf dürften dann wieder US-Daten, darunter die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, in den Fokus rücken. Diese geben Hinweise auf die Entwicklung im laufenden Monat. Der Datenhöhepunkt steht mit den US-Inflationszahlen aber erst am morgigen Freitag an.
Die Bank Julius Bär stellt den SMI vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,35 Prozent höher bei 13'595 Punkten. Bis auf Swisscom werden alle SMI-Werte höher erwartet.
Im Fokus stehen Swisscom (-0,7%). Bei dem blauen Riesen schlägt die grösste Akquisition der Firmengeschichte aufs Ergebnis durch. Wegen der Kosten für die Eingliederung der übernommenen Vodafone Italia sackte der Reingewinn des Schweizer Branchenprimus um 17,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken ab. Die Dividende solle bei 26 Franken je Aktie konstant bleiben.
An der Spitze des SMI stehen Alcon (+1,3%), dies sich von den Vortageseinbussen erholen. Der Pharmawert Novartis (+0,7%) profitiert derweil von Kaufempfehlungen und Kurszielerhöhungen der Deutschen Bank und von JPMorgan.
Die Technologiewerte AMS Osram, VAT und Comet werden um je gut ein Prozent höher gestellt, was Händler mit einer Erholung nach dem schwachen Vortag erklären.
Bei Siegfried und Sandoz (je +1,2%) wirkten sich Analystenkommentare kursstützend aus, heisst es weiter.
Stark unter Druck stehen Leonteq (-4,3%). Der Derivate-Spezialist schliesst das Jahr 2025 wie angekündigt mit tiefroten Zahlen ab. Allerdings liegt das Ergebnis noch unter dem Konsens. Zudem soll es keine Dividende geben.
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