News story
Börse: Eröffnungsbericht   13.02.2026 08:45:10

Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert gesehen - Fokus auf US-Inflation

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt wird am Freitag gemäss vorbörslichen Indikationen trotz der negativen Vorgaben aus den USA und Fernost eine Spur höher erwartet. Am Vortag waren die Kurse von den USA ausgehend noch ins Rutschen geraten. Grund dafür waren neue KI-Sorgen, die sich auf immer mehr Sektoren und Branchen auszuweiten scheinen. Allerdings erfolgte ein Grossteil der Kurseinbussen, als in Europa noch gehandelt wurde. Dennoch sei die Nervosität merklich gestiegen.

Unter Druck standen nicht nur Technologiewerte, sondern auch Logistiktitel, die Edelmetalle und die Kryptowährungen wurden verkauft. Die Onlinebank Swissquote spricht von einem "Angst selloff". Dafür kam es zu einer Bewegung hin zu Old-Economy-Titeln. So konnte sich der Schweizer Markt dank der defensiven Schwergewichte knapp behaupten. Nun blicken die Händler den US-Inflationszahlen entgegen, die um 14.20 Uhr veröffentlicht werden und sehr wichtig für die Geldpolitik der US-Notenbank sind. Schon am Morgen, um 08.30 Uhr, wird die Schweizer Inflation bekanntgegeben.

Die Bank Julius Bär stellt den SMI vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,04 Prozent höher bei 13'535 Punkten. Bis auf Nestlé (-0,9) werden alle SMI-Werte höher erwartet.

Im Fokus stehen dürften die Aktien, die am Vortag wegen dieser KI-Sorgen stark unter Druck geraten sind und von denen nun eine Gegenbewegung erwartet wird. Dazu zählt hierzulande in erster Linie Kühne+Nagel (+0,1%). Der Logistikwert war am Vortag allerdings um 13 Prozent eingebrochen. Auslöser war eine Meldung des kleinen KI-Logistikunternehmens Algorhythm Holdings, das zuvor unter dem Namen Singing Machine Co. firmierte. Das Unternehmen gab bekannt, dass seine SemiCab-Plattform, die bereits bei Kunden im Einsatz ist, diesen dabei hilft, ihr Frachtvolumen um 300 bis 400 Prozent zu steigern, ohne dass dafür zusätzliches Personal eingestellt werden muss. Am Markt wurden die Abgaben allerdings als klar übertrieben beurteilt.

Den stärksten Aufschlag gibt es für die Aktien von Holcim (+1,3%), vor der UBS (+1,0%) gefolgt von Amrize (+0,7%), die sich damit etwas von den Vortageseinbussen erholten.

Nestlé dagegen gaben einen Teil des Vortagesplus wieder her. Grund dafür könnte das schwache Ergebnis von L'Oréal sein. Der Lebensmittelriese ist massgeblich am Kosmetikkonzern beteiligt.

Bei den Nicht-SMI-Werten stehen Rieter (+3,1%) an der Spitze. Die UBS hat das Kursziel erhöht und das Rating "Neutral" bestätigt.

VAT rücken vorbörslich um 1,1 Prozent vor. Hier dürfte es das gute Abschneiden von Applied Materials sein, deren Aktien nachbörslich kräftig gestiegen waren.


Zum gleichen Thema

NEUE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN 13.02.2026 19:49:09 Pariser Staatsanwaltschaft eröffnet fünf Verfahren wegen Babymilch

Betroffene Instrumente

N/A