News story
Börse: Schlussbericht   13.02.2026 18:15:11

Aktien Schweiz Schluss: SMI bei Tagesende erstmals über 13'600 Punkten

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag nach einem volatilen Kursverlauf knapp über 13'600 Punkten geschlossen. Der Leitindex SMI markierte bereits am Vormittag ein neues Rekordhoch, fiel aber in der Folge wieder zurück. Während die mit Spannung erwarteten US-Inflationszahlen den Indizes zunächst keinen anhaltenden Auftrieb gaben, wirkte sich im späten Handel die freundlichen US-Eröffnung auch auf die hiesigen Märkte aus.

Die Jahresteuerung in den USA sank im Januar deutlich auf 2,4 Prozent nach 2,7 Prozent im Dezember, erwartet worden war ein Rückgang lediglich auf 2,5 Prozent. Das grösste Phänomen sei, dass bislang von den US-Zöllen kein nennenswerter Inflationsdruck ausgehe, meinte ein Ökonom. Für die US-Notenbank sei die Inflation aber dennoch weiterhin zu hoch: Entsprechend gebe es wohl keinen Handlungszwang für das Fed. Die Jahresteuerung in der Schweiz verharrte derweil bei +0,1 Prozent.

Der SMI schloss um 0,52 Prozent fester auf 13'600,67 Punkten. Am Vormittag hatte er noch ein neues Rekordhoch bei 13'634 Punkten markiert. Für die Gesamtwoche ergibt sich damit ein Plus von 0,7 Prozent. Der 30 Titel umfassende SLI legte 0,63 Prozent auf 2157,03 Zähler zu, während der breite SPI 0,48 Prozent auf 18'763,25 Punkte stieg. Im SLI schlossen 22 Titel im Plus und acht im Minus.

Die deutlichsten Gewinne bei den Bluechips entfielen auf Lonza (+4,6%), die nach einem negativen Vorjahr auch 2026 bisher eine schwache Performance aufweisen. Derweil erholten sich die Titel des Liftherstellers Schindler (+3,2%) weiter von den scharfen Abgaben zur Wochenmitte, als die Jahresergebnisse des Innerschweizer Unternehmens von den Investoren sehr kritisch aufgenommen wurden.

Im Fokus standen am Freitag zudem die Aktien des Logistikers Kühne+Nagel (+3,0%), die damit eine gewisse Gegenbewegung zum kräftigen Minus vom Vortag von 13 Prozent aufwiesen. Als Grund für den Absturz vom Donnerstag standen offenbar KI-Ängste: Laut einem Bericht soll eine neue KI-Plattform das Frachtvolumen von Logistikunternehmen ohne zusätzliche Mitarbeitende um bis zu 400 Prozent steigern können.

Fester schlossen zudem die Titel des Chipindustriezulieferers VAT (+2,9%), die ebenso wie die Logitech-Titel (+2,7%) Rückenwind von einer anziehenden US-Technologiebörse Nasdaq erhielten.

Die Aktien des Telekomkonzerns Swisscom (+2,3% auf 702,50 Fr..), der am Donnerstag Jahreszahlen vorgelegt hat, setzten ihren Anstieg fort. Die Titel schlossen erstmals seit dem Jahr 2000 wieder über der Marke von 700 Franken und sind mit einem Plus von über 20 Prozent bisher in diesem Jahr klarer SMI-Leader.

Bei den SMI-Schwergewichten legten die Novartis-Titel (+1,1%) etwas deutlicher zu. Der Pharmakonzern konnte positive Studienergebnisse für ein Mittel zur Behandlung einer Nierenkrankheit vorlegen. Die Titel der Konkurrentin Roche (+0,1%) sowie des Nahrungsmittelriesen Nestlé (+0,3%) schlossen dagegen nur moderat im Plus.

Bei den Versicherern erholten sich Zurich (+0,6%) wieder etwas von den jüngsten ebenfalls von KI-Ängsten verursachten Abschlägen. Auch die Aktien von Swiss Re (+0,1%) und Swiss Life (+0,1%) schlossen fester, während HelvetiaBaloise (-0,8%) zu den wenigen Tagesverlierern gehörten.

Weitere Verluste gab es auch für die Titel des Zahnimplantate-Herstellers Straumann (-1,1%) und des Hörgeräteherstellers Sonova (-1,5%). Im Handel wurde auf einen vorsichtigen Ausblick des australischen Hörimplantatespezialisten Cochlear verwiesen, der von Preisdruck und steigenden Herstellkosten berichtete.

Im breiten Markt sackten die Titel des Batterieherstellers Leclanché (-21,1%) ab. Das Westschweizer Unternehmen kämpft mit Liquiditätsengpässen und kann die Januar-Löhne nicht bezahlen. Das Management betonte, "aktiv an Lösungen für die Herausforderungen" zu arbeiten.

Weiter abwärts ging es mit den Titeln des Derivate-Spezialisten Leonteq (-6,4%), die am Vortag noch schlechte Jahresergebnisse vorgelegt hatten. Die Analysten der ZKB passten ihre Gewinnschätzung nach unten an und sprachen von einer hohen Unsicherheit und einer tiefen Visibilität.


Zum gleichen Thema

NEUE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN 13.02.2026 19:49:09 Pariser Staatsanwaltschaft eröffnet fünf Verfahren wegen Babymilch

Betroffene Instrumente

N/A