Aktien Schweiz Schluss: SMI startet die Woche weiter leicht im Plus
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Montag etwas fester beendet. Dabei hat der Leitindex SMI am Mittag ein neues Allzeithoch markiert, ist gegen Schluss aber wieder etwas zurückgekommen. Das Geschäft verlief zum Wochenauftakt in ruhigen Bahnen. So blieb es von Unternehmensseite ruhig. Am Markt war die Rede von einer Rotation aus im 2026 bisher gut gelaufenen Aktien in solche mit einer negativen Performance. Dies sei auch eine Phase der Konsolidierung und damit kein schlechtes Zeichen, sagte ein Händler.
Von den Überseemärkten fehlten ausserdem die Impulse: In den USA war ein Feiertag, und die Börsen dort waren geschlossen. Auch an einigen Börsen in Asien wurde nicht gehandelt, etwa in China wegen des Neujahrsfestes. Für viele Anleger sei es eine willkommene Verschnaufpause nach der jüngst hohen Volatilität, hiess es im Handel. Denn in der Vorwoche hatten an den Märkten noch neu entfachte KI-Sorgen dominiert. Impulse dürften nun die kommenden Tage liefern: So werden hierzulande etwa rund 20 kotierte Unternehmen Geschäftszahlen vorlegen, darunter das Marktschwergewicht Nestlé.
Der SMI schloss um 0,41 Prozent fester bei 13'656,00 Punkten. Am Mittag war er bis auf 13'670 Punkte geklettert. Der 30 Titel umfassende SLI rückte um 0,25 Prozent auf 2162,37 vor und der breite SPI um 0,31 Prozent auf 18'821,47 Zähler. Im SLI legten 14 Titel zu und 15 gaben nach. Schindler waren unverändert.
Die Versicherer waren nach einem schwachen Jahresstart wieder gefragt, wie die Gewinne von Helvetia Baloise (+1,1%) und Zurich (+1,0%) zeigten. Die Zurich-Gruppe kündigte zudem eine Verlängerung der Frist zur Unterbreitung eines Übernahmeangebots für den britischen Spezialversicherer Beazley an.
Auch Finanzwerte, die zuletzt unter KI-Ängsten gelitten hatten, erholten sich etwas. So stiegen UBS (+0,9%) und Julius Bär (+0,8%) an. Eine Kurserholung zeigte sich entsprechend bei europäischen Bankaktien insgesamt.
Gekauft wurden zudem zyklische Werte wie Holcim (+1,6%) und ABB (+0,9%).
Nestlé (+0,7%) zogen im Vorfeld der am Donnerstag erwarteten Jahreszahlen an. Die Marktteilnehmer hoffen dort neben den Zahlen auf ein Strategie-Update.
Die Genussscheine von Roche (+0,4%) waren ebenfalls fester. Der Pharmakonzern hatte einen Forschungserfolg in einer Phase-III-Studie mit Gazyva/Gazyvaro gemeldet. Auch Novartis (+1,1%) stützten den Markt.
Abgestossen wurden auf der anderen Seite die Titel von Sonova (-2,3%). Die Unsicherheit nach dem vorsichtigen Ausblick des Konkurrenten Cochlear vom Freitag halte an, hiess es im Handel.
Mit den Aktien von Alcon (-1,4%), Straumann (-0,8%) und Galderma (-0,9%) gaben weitere Vertreter aus der Gesundheitsbranche nach. Galderma hat am Berichtstag einen neuen Finanzchef verkündet. Dieser komme nicht bei allen Marktakteuren gleich gut an, sagten Börsianer. Alcon erhielt derweil eine Kurszielsenkung von Research Partners.
Logitech (-0,5%) fielen kurz vor Handelsschluss ins Minus, obwohl die Bank of America in einem Kommentar von einem wachsenden Markt für Gaming-Zubehör gesprochen hatte.
Unter leichten Abgaben litten auch Swisscom (-0,3%), die im bisherigen Jahresverlauf sehr gut gelaufen waren.
Am breiten Markt setzten Gurit (+13,3%) währenddessen ihren Höhenflug fort. Die Aktie hat sich seit Jahresanfang mehr als verdoppelt.
Georg Fischer (-2,0%) wurden hingegen nach einer Kurszielsenkung von Oddo verkauft.
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