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Markt und Börse   18.02.2026 18:15:11

Aktien Schweiz Schluss: SMI klettert erstmals über 13'800 Punkte

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt geht es weiter nach oben. Der Leitindex SMI schaffte erstmals in seiner Geschichte den Sprung über die Schwelle von 13'800 Punkten und verteidigte diese Marke bis zum Handelsende. Am Nachmittag erhielt der hiesige Markt vom positiven Start an der Wall Street weiteren Rückenwind. Getragen wurde die Aufwärtsbewegung von Industrie- und Banktiteln, während die Schwergewichte Nestlé und Novartis abgestossen wurden.

Positiv wurden US-Konjunkturdaten aufgenommen. So war die Industrieproduktion im Januar stärker gestiegen als erwartet. Und auch Zahlen aus der Bauwirtschaft fielen besser als prognostiziert aus. Am Mittwochabend wird noch das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank erwartet. Die Anleger erhoffen sich davon weitere Hinweise auf den Zusammenhalt innerhalb des Fed-Gremiums sowie auf ein möglicherweise baldiges Ende der Zinspause. Im Hintergrund zeichnet sich eine weitere Nachfolgediskussion ab - gemäss Presseberichten will EZB-Präsidentin Christine Lagarde vor dem Amtszeitende zurücktreten.

Der SMI beendete den Handel am Mittwoch auf 13'807,04 Punkten und damit 0,39 Prozent über dem Schlusskurs des Vortages. Dabei setzte er bei 13'846 Stellen das nächste Allzeithoch. Der 30 Titel umfassende SLI rückte um 0,64 Prozent auf 2192,55 und der breite SPI um 0,40 Prozent auf 19'035,90 Zähler vor. Im SLI standen sich zu Börsenschluss 16 Gewinner und 14 Verlierer gegenüber.

Klarer Tagessieger bei den Blue Chips war der am US-Markt tätige Baustoffkonzern Amrize, dessen Aktien nach den am Vorabend vorgelegten Geschäftszahlen um 13,3 Prozent in die Höhe kletterten. Amrize wusste weniger mit Umsatz oder Gewinn zu brillieren, sondern vielmehr mit einem hohen Cashflow und üppigen Ausschüttungen an die Aktionäre. Angekündigt wurde eine Sonderdividende sowie ein Aktienrückkaufprogramm.

Am Mittwoch dürften gute Daten zum US-Baumarkt und zuversichtlich Aussagen des Amrize-Managements zu den Aussichten die Papiere noch weiter angeschoben haben. Im Sog davon rückten die Titel der früheren Muttergesellschaft Holcim um 2,9 Prozent vor. Weit vorne reihten sich auch Kühne+Nagel ein (+2,7%). Die Aktien des Logistikers erholten sich vom jüngsten durch KI-Sorgen getriebenen Absturz, während sich die UBS positiv zum Seefrachtgeschäft äusserte.

Auch Straumann (+0,9%) gingen nach Jahreszahlen fester aus dem Handel. Der Dentalimplantatehersteller hat im vergangenen Jahr die eigenen Ziele erfüllt und stellte weiteres Wachstum in Aussicht. Analysten äusserten sich zu den Wachstumsperspektiven vorsichtiger. Im vorderen Bereich des Kurstableaus waren zudem mit UBS (+2,7%), Julius Bär (+2,6%) und Partners Group (+1,7%) einige Finanztitel zu finden.

Auf der Gegenseite fielen Swiss Re (-2,0%) zurück. Auch in der Versicherungsbranche werden KI-Sorgen laut. Demgegenüber rückten die Titel der Zurich Insurance Group am Tag vor der Zahlenvorlage um 0,7 Prozent vor. Es winkt erneut eine üppige Dividendenzahlung.

Bei den Schwergewichten konnten sich die Roche-Bons (+0,03%) schadlos halten. Nestlé und Novartis fielen dagegen um je 0,8 Prozent zurück. Nestlé wird ebenfalls am Donnerstag Zahlen vorlegen und Anpassungen zur Strategie vorstellen. Derweil wurden Schindler (PS -0,7%) von einer Abstufung durch die Bank of America ausgebremst. Grössere Abgaben waren auch bei Givaudan (-1,7%) oder Sika (-1,0%) zu sehen.

In der zweiten Reihe fielen Sunrise (+4,2%) nach Zahlen positiv auf. Analysten lobten insbesondere den positiven Trend im vierten Quartal und die Dividende. Anders sah es bei EFG (-2,5%) aus. Der Vermögensverwalter hatte vor allem beim Reingewinn aufgrund von hohen Rückstellungen für einen Rechtsfall enttäuscht.

Die Aktien von Also (+14%) erholten sich, nachdem sie am Vortag nach Jahreszahlen um fast ein Drittel eingebrochen waren. Hingegen setzten Basilea (-1,8%) die Abwärtsbewegung auch einen Tag nach ihrer Zahlenvorlage fort.


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