Aktien Schweiz: Freundlich - SMI hält sich vor Nvidia über 14'000
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Mittwoch nach seinem Rekord vom Vortag erneut freundlich entwickelt. Allerdings hält sich das Plus in Grenzen. Zahlreiche Unternehmen stehen mit ihren Bilanzen im Fokus und sorgen teils für starke Bewegung. Am Markt erfüllte die mit Spannung erwartete Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Trump die Erwartungen nicht - es habe zu wenig konkrete neue Informationen zu Zöllen und keine Stimmungsaufheller für den "kleinen Mann auf der Strasse" gegeben.
Nun wartet der Markt gespannt auf die Zahlen des Chip-Giganten Nvidia am Abend. "Und hier dürfte es nicht reichen, nur die Erwartungen zu übertreffen - der Teufel wird im Detail liegen", kommentierte ein Händler. Jedenfalls könne Nvidia allein nicht die KI-Angst vertreiben. Die Volatilität dürfte generell noch eine Zeit im Markt bleiben, denn im Hintergrund sorge immer noch der Iran-Konflikt für Unsicherheit. Am morgigen Donnerstag werden Anleger angesichts der heimischen Zahlenflut aber wenig Musse haben, um die Gedanken schweifen zu lassen.
Der SMI steht gegen 10.55 Uhr mit 0,12 Prozent auf 14'013,94 Punkte im Plus und hält sich damit über der gestern erstmals überschrittene Marke von 14'000 Zählern. Der 30 Titel umfassende SLI legt um 0,34 Prozent auf 2210,13 zu und der breite SPI um 0,20 Prozent auf 19'237,52 Zähler. Im SLI liegen die Gewinner mit einer knappen zwei Drittelmehrheit vorn.
Spitzenreiter im SLI sind Sandoz (+4,8%) nach Jahreszahlen. Der Generikahersteller hat mit den vorgelegten Resultaten und insbesondere beim Ausblick positiv überrascht. Dabei blieben Biosimilars die Wachstumstreiber und sollten auch im laufenden Jahr für ein ordentliches Plus sorgen.
Hingegen haben sich Alcon (-1,1%) nach den Zahlen vom Vorabend bei den Verlierern eingereiht. Der Augenheilkonzern schrammte mit seinen Ergebnissen knapp an den Erwartungen vorbei. Auch die teils erhoffte Erhöhung der Dividende blieb aus. Entsprechend gemischt fallen die Kommentare aus.
Schlusslicht im SLI sind ohne Nachrichten Logitech (-1,7%). Vor den Nvidia-Zahlen herrscht gespanntes Warten in der Branche. Derweil gewinnen VAT (+2,5%) nach einer Kurszielerhöhung durch Morgan Stanley hinzu. Andere Branchenvertreter wie AMS Osram (-2,1%) oder Comet (+0,1%) und Inficon (+1,0%) zeigen sich uneinheitlich.
Bei den Schwergewichte legen Nestlé zu (+0,5%), während Novartis (-0,3%) und Roche (-0,6%) bremsen.
Galderma (+1,2%) gewinnen nach der Zulassung für eine neue Restylane-Spritze in der EU, den USA und Kanada hinzu.
In der zweiten Reihe schnellen die zuletzt von KI-Sorgen belasteten Temenos (+4,8%) nach erhöhten Mittelfrist-Zielen hoch. Die Eckdaten für 2025 waren bereits bekannt. Der Bankensoftwarehersteller hält nun noch einen Investorentag ab.
Adecco (-0,2%) zeigen sich nach Zahlen volatil und können sich nicht so recht zwischen Gewinnen und Verlusten entscheiden. Zwar konnte der Personaldienstleister die Erwartungen der Analysten grösstenteils erfüllen oder übertreffen, der Ausblick überzeugte aber nicht vollumfänglich.
Hingegen enttäuschten die Zahlen von Georg Fischer (-4,1%). Das Umfeld bleibe weiterhin schwierig und entsprechend sei das Zahlenset schwach ausgefallen, so der Tenor der Experten. Der laufende Transformationsprozess wird jedoch grundsätzlich positiv beurteilt.
Derweil setzen bei Oerlikon (-3,1%) nach dem Kurssprung am Vortag um über 16 Prozent einige Gewinnmitnahmen ein. Das Unternehmen hatte mit einem starken Auftragseingang überzeugt und mit einer Sonderdividende überrascht.
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