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Markt und Börse   27.02.2026 08:45:10

Aktien Schweiz Vorbörse: Leichte Gewinne - Swiss Re und Holcim im Fokus

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt wird am Freitag nach einer ereignisreichen Woche mit einer leicht freundlichen Eröffnung erwartet. Die US-Vorgaben liefern allerdings wenig Impulse. So hatte der Dow Jones hauchdünn im Plus, die Nasdaq belastet von Nvidia und dem ganzen Halbleitersektor indes im Minus geschlossen. Beide bewegten sich nach Börsenschluss in Europa aber nur noch wenig. Neben der laufenden Berichtssaison schwelt im Hintergrund weiter eine mögliche Eskalation zwischen dem Iran und den USA. Immerhin sind weitere Gespräche für die kommende Woche angekündigt.

"Insgesamt bleibt es eine Phase mit erhöhter Unsicherheit", sagte ein Händler. Die Sorgen um die KI-Disruption seien noch nicht verschwunden und Anleger kämen eher zögerlich in den Sektor zurück. Und auch die Volatilität dürfte noch eine Zeit anhalten. Im Fokus stehen noch einmal zahlreiche Unternehmen mit ihren Bilanzen. Auf der Konjunkturseite ist es derweil relativ ruhig. Am Morgen lohnt ein Blick auf das heimische BIP für das vierte Quartal, am Nachmittag stehen dann die US-Erzeugerpreise und der Chicago PMI im Fokus.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich um 8.10 Uhr um 0,19 Prozent höher bei 13'940 Punkten.

Der Baustoffkonzern Holcim (+1,7%) hat zwar durch den Verkauf des Geschäfts in Nigeria und dem daraus entstandenen Währungsverlust einen Gewinnbruch erlitten. Operativ verbesserte sich Holcim indes und hat die Erwartungen teils übertroffen. Zudem erwartet der Konzern weiteres Wachstum.

Indes schrieb der Rückversicherer Swiss Re (+1,6%) einen deutlich höheren Gewinn und übertraf damit sowohl die eigenen Ziele als auch die Markterwartungen. Zudem fällt die Dividende höher als erwartet aus. Das im Dezember gesetzte Gewinnziel für das laufende Jahr wurde bestätigt.

Mit einer Abstufung im Rücken könnten Swisscom (-0,5%) unter Druck kommen. Die UBS hat dem Telekomkonzern nach dem jüngsten Kursanstieg die Kaufempfehlung entzogen, das Kursziel allerdings etwas erhöht.

Auch bei Sandoz (-1,9%) rudern einige Analysten zurück. So kappt die Deutsche Bank ihre Einstufung auf "Hold" von "Buy", Morgan Stanley senkt sogar auf "Underweight". Währenddessen hält Jefferies an der Kaufempfehlung fest.

Für Lindt (-0,9%) sieht Berenberg Risiken durch die zunehmende Verbreitung von GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion und stuft die Titel auf "Sell" von "Hold" zurück.


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