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Börse: Eröffnungsbericht   02.03.2026 08:45:11

Aktien Schweiz Vorbörse: Wegen Nahostkrieg Verluste erwartet

Zürich (awp) - Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran bestimmt zum Wochenstart das Geschehen an den Finanzmärkten. Für den hiesigen Aktienmarkt zeichnet sich aktuell denn auch ein klares Minus ab. Auch für die wichtigsten europäischen Märkte und die Wall Street zeichnen sich tiefere Notierungen ab. In Asien haben die Börsen bereits mit Abgaben reagiert. Im Gegenzug sind sichere Häfen wie Gold und der Schweizer Franken gesucht.

Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion. Wie die VP Bank schreibt, sei die Lage undurchsichtig. "Ob es sich um einen kürzeren oder längeren Konflikt handelt, bleibt gegenwärtig nur schwer einschätzbar." Fakt sei, dass die Ölpreise aufgrund befürchteter Lieferverzögerungen durch eine Blockade der Strasse von Hormus bereits gestiegen seien.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.20 Uhr um 1,99 Prozent tiefer bei 13'735 Punkten, wobei alle 20 Einzelwerte deutlch nachgeben. Die Verluste reichen von -0,9 Prozent bei Swisscom bis -3,7 Prozent bei Richemont. Bei den Nicht-SMI-Titels werden die Papiere des Flughafens Zürich 3,7 Prozent tiefer gestellt, jene des Reisedetailhändlers Avolta gar um 6,8 Prozent.

Auch für den deutschen DAX oder den französischen CAC-40 zeichnet sich ähnlich hohe Verluste ab. Für die Wall Street deuten die Futures aktuell Abgaben von mehr als einem Prozent an. In Asien verlieren der Nikkei 225 oder auch der Hang Seng in Hong Kong am Morgen jeweils mehr als 1 Prozent.

Zwar sind die Ölpreise zuletzt gestiegen, eine Panik blieb gleichwohl aus. Und dies, obwohl der Iran den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, eingeschränkt hat. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

Die Staaten des Ölkartells Opec+ hatten am Sonntag beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern. Gemäss Ökonomen haben sie aber nicht genug freie Produktionskapazitäten, um eine Hormus-Blockade wettzumachen. Für Europa inklusive Schweiz gilt ein länger anhaltend hoher Ölpreis entsprechend als Inflationsrisiko und möglicher Wachstumsdämpfer.


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